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So erfolgreich wie Warren Buffett? Hedgefondsmanager "Habe das neue Berkshire Hathaway gefunden!"

11.05.2015, 09:01  |  7383   |   |   

Bill Ackman, erfolgreicher Hedgefondsmanager, will das gefunden haben, wonach sich viele Anleger sehnen: ein zweites Berkshire Hathaway. Welches Unternehmen wandelt auf den Spuren Warren Buffetts?

„Nichts lässt das Herz eines Börsianer so sehr bluten wie verpasste Chance“, schrieb wallstreet:online einst (Siehe: Zum Haare raufen… Diese Aktien hätten Sie ins (Un-)Glück stürzen können!). Insofern dürfte der Blick auf Warren Buffets Berkshire Hathaway für viele Anleger äußerst schmerzhaft sein. Denn hätte man damals geahnt, wie steil nach oben es für den einstigen Textilhersteller gehen würde, müsste man sich heute keine Sorgen mehr ums liebe Geld machen. Ja, so eine verpasste Chance tut weh.

Die gute Nachricht: Nicht nur in der Liebe, auch an der Börse gibt es manchmal so etwas wie eine zweite Chance. Bill Ackman, erfolgreicher Hedgefondsmanager und Gründer von Pershing Square Capital Management, will ein zweites Berkshire entdeckt haben. Noch dazu ein Berkshire in der „earlystage“, wie "Bloomberg" schreibt.

Die „Sohn Conference“, eine jährliche Charity-Gala für Kinder-Krebsforschung, gleicht seit jeher einem Stelldichein für alle wichtigen Anlageinvestoren. In diesem Jahr durfte Bill Ackman die Schlussrede halten. Laut „Bloomberg“ soll er im vergangenen Jahr 4,5 Milliarden US-Dollar für seine Anleger erwirtschaftet haben.

„Valeant ist ein earlystage-Berkshire“

Der Mann scheint also zu wissen wovon er redet. Und offenbar weiß Ackman auch, wo das nächste Berkshire zu finden ist. Nämlich in Laval in der Provinz Québec, Kanada. Dort hat das Pharmaunternehmen Valeant Pharmaceuticals International seinen Hauptsitz. Und dessen Aktie, prophezeit Ackmann, werde demnächst bei 330 US-Dollar stehen. Aktuell liegt der Kurs bei rund 220 US-Dollar. Weil es bislang „chronisch unterbewertet“ war, meint Ackmann. Er glaubt, Valeant habe „genügend Luft nach oben“, um weitere Unternehmen zu übernehmen, ganz im Stil von Berkshire: Ein Unternehmen, viele Beteiligungen.

Einen kleinen Vorgeschmack könnte Valeant schon zu Beginn dieses Jahres geliefert haben, als es mit der Übernahme des US-Rivalen Salix den größten Zukauf der Firmengeschichte tätigte. Laut „Handelsblatt“ soll Valeant insgesamt rund 14,5 Milliarden US-Dollar für den Deal gezahlt haben.

Ein Pharmaunternehmen als neues Berkshire?

Warum nicht, auch das große Vorbild begann nicht im Investment, sondern als Textilhersteller. Die Aussage Ackman sollte man trotzdem mit Vorsicht genießen anstatt sich voreilig mit Valeant-Aktien einzudecken. Denn so ganz uneigennützig scheint sein Insidertipp nicht zu sein. Immerhin ist Ackmans Fonds zweitgrößter Anteilseigner bei Valeant, berichtet das „manager-magazin“.

Valeant-Aktie im Ein-Jahreschart

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