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House of Cards made in Germany? : Netflix will Marktführer in Deutschland werden
Foto: Netflix

House of Cards made in Germany? Netflix will Marktführer in Deutschland werden

11.05.2015, 16:28  |  3757   |   |   

In House of Cards dreht sich alles um Macht. Der Kongressabgeordnete Frank Underwood, gespielt von Kevin Spacey, bahnt sich darin seinen Weg bis ganz nach oben. Nun soll er auch seinem Schöpfer zur Macht verhelfen. Netflix will den Streamingthron – auch in Deutschland.

Wie die „Welt“ berichtet, strebt der bekannte Film- und Streamingdienst die Markführerschaft in Deutschland an, frei nach dem Motto: Je schneller, desto besser. In den USA habe es sieben Jahre gedauert, bis Netflix ein Drittel aller Haushalte mit Breitbandanschluss eroberte, so Netflix-Chef Reed Hastings. „Deutschland hat 35 Millionen Breitbandhaushalte, in sieben Jahren müssten wir folglich auf zwölf Millionen Nutzer kommen.“

Ein ambitioniertes Ziel, das Netflix hierzulande auf den Streamingthron katapultieren würde. Und das in einem Markt, der mit Konkurrenten wie Amazon Prime, Maxdome, Sky und Watchever hart umkämpft ist. Wie hart, lässt sich dabei nur erahnen. Denn weder Netflix, noch seine Rivalen veröffentlichen offizielle Nutzerzahlen für ihre Dienste.

Eigene Netflix-Produktionen für Deutschland?

Netflix punktet mit seiner Popularität, die es in erster Linie erfolgreichen Eigeneproduktionen wie House of Cards und Orange is the new black verdankt. Dieses Erfolgsrezept setzt Netflix mittlerweile auch außerhalb der USA um. Neben den USA gibt es bereits Produktionen in Kolumbien, Norwegen sowie Frankreich. Und Deutschland? Auch hierzulande sollen demnächst eigene Netflix-Formate entstehen. Ob ein deutscher Frank Underwood das Rennen machen wird oder doch eine Netflix-Neuauflage des Frauenknasts, steht noch nicht fest. „Wir sind auf der Suche nach geeigneten Inhalten in Deutschland“, sagte Hastings. Insgesamt hat das Unternehmen nach eigenen Angaben drei Milliarden US-Dollar für Netflix-Produktionen in diesem Jahr eingeplant.

Streaming-Diensten gehört die Zukunft

Damit will Netflix schnell international expandieren. Bereits Ende des kommenden Jahres soll der Dienst in mehr als 150 Ländern erreichbar sein. „Wir sind dann praktisch überall zu empfangen“, so der Netflix-Chef. Schon heute nutzten mehr als 20 Millionen Nutzer außerhalb der USA das Netflix-Angebot.

Hastings ist davon überzeugt, dass die Streaming-Dienste dem normalen Fernsehen früher oder späteren den Rang ablaufen werden. Wer künftig Sendungen – auch Fußballübertragungen – in ultrascharfer Qualität sehen wolle, werde es über das Internet machen müssen. Zu technisch überlegen sei das Internet-Fernsehen: „Die Fernsehersender sind beim Einsatz neuer Technologien einfach zu träge.“

Die besseren Serien, die bessere Technik, sind die Streaming-Dienste überhaupt noch aufzuhalten? Anleger scheinen jedenfalls zu glauben, dass es für Frank Underwood und Netflix noch hoch hinausgehen wird:

Die Netflix-Aktie im 3-Monatschart

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