Immobilien als Geldanlage: Landerwerb in Atlantik Kanada
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Immobilien als Geldanlage Landerwerb in Atlantik Kanada

Gastautor: IR-Nachrichten
23.05.2015, 12:53  |  10406   |   |   

Ich möchte Sie mit den nachfolgenden Zeilen einladen, mit mir gemeinsam einen Blick über den "Tellerrand Europas" zu werfen. Folgen Sie mir in meine Wahlheimat Kanada, an die Atlantik Ostküste, nach Nova Scotia.

Das gerade physische Sachwerte in der heutigen Zeit ihren besonderen Charme haben, brauche ich ihnen nicht weiter zu erklären. Aber beim Betrachten der riesigen Landfläche Kanadas mag sich Anfangs oftmals der Verdacht aufdrängen, das eine Investition in "Land" dort wennig Sinn ergibt, wenn das vermeintliche Angebot so überwältigend gross ist. Bei genauer Betrachtung der tatsächlichen Verhältnisse aber ergibt sich ein ganz anderes Bild. Hierzu muss man wissen, dass deutlich über 50% der Landfläche Kanadas dem Staat oder den einzelnen Provinzen gehören. Dass der Staat und die Provinzen aber seit Jahrzehnten kein Land verkaufen, sondern ganz im Gegenteil. Areale, welche an den seinigen angrenzen, werden bei Gelegenheit gerne dazu erworben, um den eigenen Gesamtbestand zu vergrößern. Als Beispiel dazu mag das "County of Guysborough" an der Eastern Shore of Nova Scotia gelten. Dieser Landkreis besitzt mehr als zwei Drittel(!) der gesamten Verwaltungsfläche selbst und kauft weiterhin zu. Somit steht Investoren nur der Restbestand des Privatmarktes als Anlagemöglichkeit zur Verfügung.

Kanada, als flächenmäßig zweitgrößtes Land der Erde, hat deutlich mehr zu bieten, als tiefe Wälder, Seen, Landschaften und umfangreiche Bodenschätze. Besonders die Kombination aus guter Infrastruktur bei gleichzeitig dünner Besiedlung und somit mehr als ausreichender Privatsphäre haben ihren Reiz. In den großen Metropolen Kanadas ist aber ebenfalls, wie in zahlreichen anderen "westlichen Ländern", eine Übertreibung der Immobilienpreise zu erkennen. Deshalb ist dort grundsätzlich eine gesunde Vorsicht geboten.

Ohne ausreichend gute Marktkenntnisse lohnt es sich, mehr als zweimal hin zu schauen und seine geplanten Investitionen genaustens zu prüfen. Auf dem Land allerdings schaut die Sache schon wieder anders aus. In zahlreichen landschaftlich sehr reizvollen Gegenden Kanadas sind sowohl Ufergrundstücke an Frischwasserseen, Hinterlandflächen oder Areale mit Ozean-Zugang für durchaus sehr attraktive Einkaufspreise zu erwerben. Auch bei größeren Investments, z.B. bei Wald- und Forstarealen in flächenmäßig umfangreicheren Größen, kann eine gezielte Investition lohnen. Grundsätzlich kommt es aber immer darauf an, was der Anleger mit seiner Investition bezweckt. Welches Ziel verfolgt er dabei wirklich? Renditeoptimierung, Vermögenssicherung, Risikostreuung, oder auch die Möglichkeit zur eigenen Nutzung der Flächen, wie z.B. Ferienhaus-Bebauung, Altersruhesitz, Selbstversorger-Projekt, etc. Die Gegend und Besonderheiten der Region, in der ein Investment geplant ist, sollten vorab gut sondiert werden. Es gibt etliche Unterschiede in Bezug auf Lage, Infrastruktur, Umgebung; wie z.B. Crown Land (Staatsland) in der Nachbarschaft, welche zukünftige Preisentwicklungen und auch die gegebenen Nutzungsmöglichkeiten beeinflussen können. 

 

Was hat sich wie rentiert in der Vergangenheit?

Die Preisentwicklungen von insbesondere Ufergrundstücken in guter Lage, war in den vergangenen Jahren etwa im Bereich der echten Inflationsraten angesiedelt. In einigen Fällen auch deutlich darüber. Vorausgesetzt, der Einkaufspreis war auch wirklich marktgerecht und nicht überteuert. Bei grossen Arealen für die Wald und Forst Bewirtschaftung ergaben sich reale Renditen von etwa 3%.

Wer nun denkt, das sei nicht besonders viel aus Anlegersicht, mag folgendes bedenken: Bei guter Bewirtschaftung stehen diese Erträge durch das Nachwachsen der Waldflächen auf dem eigenen Grund in der Regel dauerhaft zur Verfügung. Die Grundsubstanz, das Land, ist zudem immer erhalten und bietet die Sachwert-Sicherheit. Das eigene Land gibt dem Besitzer zudem immer die Möglichkeit, durch Umstellung der Produktion auf andere "Produkte", neu und besser auf die sich ändernden Marktbedürfnisse einzustellen.

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis: Vor vielen Jahren sank zwischenzeitlich einmal der Bedarf nach Bauholz, Brennholz und Holz fuer die Papiererzeugung. Gleichzeitig gab es im Nachbarland USA den starken Trend, eine bestimmte Tannensorte als Weihnachtsbaum zu verwenden. Einige findige Kanadier mit grossen Forstflächen stellten darauf hin einen Teil ihrer Anpflanzungen auf diese lukrative Baumsorte um. Sie erzielten damit durch den Verkauf für viele Jahre ausserordentlich gute Erträge, die deutlich über die sonst üblichen Renditen der Forstbewirtschaftung hinaus gingen. Wenn man die langfristige Wertentwicklung in besonders guten Lagen in den vergangenen Jahrzehnten betrachtet, wird es interessant. Ein kanadischer Nachbar berichtete mir, dass sein Grossvater noch 1 Dollar pro Acre (4.046 qm) Land in bester Lage bezahlte. Aus heutiger Sicht eine unvorstellbar geringe Summe.

Auch wenn dieses nicht exemplarisch ist, so kann ich doch auf einen recht aktuellen, grossen Landverkauf verweisen. Vor einigen Monaten hat ein Anbieter ein sehr ausgefallenes, grosses Areal für etwa 4,5 Millionen Dollar erworben. Nur wenige Wochen darauf wurde dieses Land für über 11 Millionen Dollar an einen Investor aus Europa verkauft. Inwieweit hier Spekulationsgeschäfte mit im Spiel waren, vermag ich nicht zu sagen. Fakt ist aber, das der Markt fernab davon, etliche attraktive Möglichkeiten bietet, wenn man in Landflächen ausserhalb der EU, rechtssicher investieren möchte.


Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen

Wer nun denkt, dass wir Europäer die Einzigen sind, die sich nun nach und nach immer mehr mit dem Grundstücksmarkt Kanadas beschäftigen, hat weit gefehlt. Bereits seit einigen Jahren nehmen nicht nur die Investitionen aus China und den Arabischen Staaten zu. Auch vermögende US-Amerikaner, insbesondere "Promis, Unternehmer und Politiker" nutzen ein Landinvestment in besonders schönen Gegenden des Nachbarlandes. Die Gründe dafür sind einleuchtend: Günstige Steuersätze für Unternehmen, räumliche Nähe zum "Heimatland", keine Sprachbarrieren, "Rückzugsmöglichkeit" im Bedarfsfall, sowie steigende Nachfrage. Dass die Kaufpreise langfristig nicht auf diesem Niveau bleiben werden, ist mehr als wahrscheinlich.

"Kauft Land - es wird nicht mehr hergestellt!" - dieser Ausspruch von Mark Twain hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Das wiederum hat physischer Landbesitz nun mal mit physischem Edelmetallbesitz gemeinsam. Beide können nicht beliebig vermehrt werden. Sie beinhalten immer einen realen, nachhaltigen, inneren Wert. Wenn Sie sich nun aber fragen, was mich über die Landerschliessung hinaus,  als gebürtigem Niedersachsen, vor vielen Jahren nach Neuschottland getrieben hat? So kann ich ihnen diese Gedanken mit auf den Weg geben: Meine Liebe zur unberührten Natur und ursprünglicher Landschaft, dem "Meeresklima mit Schwarzwald-Beigeschmack", der Ruhe und Entschleunigung sowie den äußerst liebenswerten und freundlichen Menschen haben mich vor Jahren an diesen Platz geleitet. Auch wenn es mir oftmals so vorkommt, als sei die Zeit auf Cape Breton Island – Nova Scotia, über 20 Jahre zurückgeblieben, habe ich dieses niemals wirklich als Nachteil empfunden. Im Gegenteil. Meine Vorstellungen im Bereich der Unabhängigkeit und Selbstversorgung konnte ich bislang ungestört, Stück für Stück umsetzen. Ich persönlich empfinde es als grosses Geschenk, von niemandem besucht zu werden, den man nicht ausdrücklich eingeladen hat und geniesse es hier in Ruhe zu Leben und zu arbeiten.


Besuchen Sie mich doch einmal auf unserer Farm  ;-)

Herzlichst, Ihr Frank Eckhardt
www.fe-propertysales.com


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