Zweitmarktpolicen Mit Sicherheit Rendite - Schwung am Zweitmarkt für Lebensversicherungen

09.06.2015, 08:00  |  4474   |   |   

Während viele Altersvorsorgesparer den Glauben an die Lebensversicherung bereits verloren zu haben scheinen, wird sie als Anlageobjekt für den Zweitmarkt erst richtig interessant. Besonders seit im Sommer 2014 das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) verabschiedet wurde, scheint der Zweitmarkt wieder in Schwung zu kommen. Woran das liegt und warum Zweitmarktpolicen besonders für den sicherheitsorientierten Anleger interessant sind, beantwortet uns Simon Nörtersheuser, Geschäftsführer des Marktführers Policen Direkt.

Herr Nörtersheuser, der Garantiezins und die Überschussbeteiligungen der Lebensversicherung sinken. Lohnt sich eigentlich die Lebensversicherung noch?

Simon Nörtersheuser: Im Vergleich mit anderen sicheren Anlageformen steht die Lebensversicherung nach wie vor gut da. Der Branchendienst Map-Report hat in seiner im Mai 2015 vorgestellten „Ablaufanalyse 2003 bis 2014“ errechnet, dass eine vor 30 Jahren abgeschlossene Lebensversicherung heute eine durchschnittliche Verzinsung in Höhe von 4,7 Prozent erwirtschaftet. Versicherungsnehmer der Spitzengruppe, bestehend aus Debeka, Europa und Cosmos freuen sich sogar über eine durchschnittliche Verzinsung in Höhe von 5,5 Prozent. In Zeichen niedriger Zinsen ist das nicht schlecht, insbesondere wenn man den Sicherheitsaspekt mit berücksichtigt, den man gemeinhin mit einer Lebensversicherung verbindet.

 

Welchen Stellenwert hat der Sicherheitsaspekt bei den Anlegern?

Nörtersheuser: Einer aktuellen GfK-Studie zufolge zählen die deutschen Anleger die Lebensversicherung zusammen mit der selbst genutzten Immobilie, dem Sparbuch und dem Bausparvertrag zu den sichersten Anlageformen überhaupt. Schließlich verbriefen die Versicherungspolicen einen Anspruch gegen den als Sondervermögen insolvenzgeschützten Deckungsstock eines deutschen Versicherungsunternehmens. Hinzu kommen weitere Schutzmechanismen, wie die Auffanggesellschaft Protektor AG. Deshalb sind Zweitmarktpolicen besonders für sicherheitsorientierte Anleger wie zum Beispiel Pensionsfonds, Stiftungen und Family Offices geeignet.

 

Die von Map-Report ermittelten Verzinsungen der Ablaufleistungen sind allerdings historisch. Schließlich hätte man den Versicherungsvertrag im Jahr 1985 abschließen müssen, um sich heute über eine derart gute Verzinsung zu freuen.

Nörtersheuser: Korrekt. Das ist genau der Punkt, an dem der Zweitmarkt für Anleger interessant wird. Auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen kauft Policen Direkt Lebensversicherungsverträge an und führt diese weiter. Die Policen werden auf eigene Rechnung erworben und anschließend  in unserem Webshop interessierten Investoren zum Kauf angeboten. Der Vorteil dabei: Auf dem Zweitmarkt lassen sich Altverträge erwerben, die zum Teil sogar noch mit einer Mindestverzinsung von bis zu 4 Prozent ausgestattet sind. Statt jedoch 30 Jahre lang auf die Ablaufleistung warten zu müssen, ermöglicht der Zweitmarkt ein Direktinvestment in Policen mit Restlaufzeiten von 2 – 20 Jahren.

 

Können Sie belegen, wie erfolgreich bisherige Investoren mit Zweitmarktpolicen waren?

Nörtersheuser: Die Performance aller im Besitz von Investoren bisher abgelaufener Policen haben wir in unserer Leistungsbilanz transparent offengelegt. Sie ist dort für jedermann einsehbar. Darin können Sie sehen, dass unsere Zweitmarktpolicen bisher eine durchschnittlich realisierte Rendite in Höhe von 4,45 Prozent bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,7 Jahren erwirtschaftet haben.

 

Wie lange gibt es diese Anlageform schon?

Nörtersheuser: Die Zweitmarktpolice als eigenständige Anlageklasse ist verhältnismäßig neu. Erst seit 2008 bietet Policen Direkt unter der Bezeichnung „policeninvest“ privaten und institutionellen Anlegern Direktinvestments in Zweitmarktpolicen an und öffnete damit einen Markt, der bis dahin ausschließlich professionellen Zweitmarktfonds vorbehalten war. Direktinvestments bieten Privatanlegern enorme Vorteile, denn indem die direkten Ansprüche gegen einen Versicherer erworben werden, entfallen die mit geschlossenen Fonds verbundenen Kosten und Risiken.

 

Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen erfreut sich seit Jahresbeginn einer starken Zuwachsrate. Worauf führen Sie diesen Anstieg zurück?

Nörtersheuser: Es gibt zwei Ursachen: Zum einen hat das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) durch den Wegfall der Bewertungsreserven zu mehr Planungssicherheit und Spielraum für attraktivere Kaufpreise geführt. Dies führt zu höheren Ankaufsquoten und damit auch zu einem größeren und attraktiven Policenangebot für Investoren Zum anderen ist das Sicherheitsdenken der deutschen Anleger weiter angestiegen. Einer im Februar 2015 von TNS Emnid durchgeführten Umfrage zufolge setzen neun von zehn Deutschen bei der Anlage auf ein geringes Verlustrisiko. Genau dieser sicherheitsorientierte Anleger wird durch den Zweitmarkt für Lebensversicherungen bedient.
 




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