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Aktienstrategie Griechenland - wie ein Kaugummi am Schuh!

Gastautor: Frank Fischer
08.06.2015, 09:18  |  6314   |   |   

Dass in Deutschland gefühlt immer gestreikt wird, lässt den DAX genauso unberührt wie die Hinhaltepolitik Griechenlands oder die Börsenweisheit „Sell in May and go away“. Das Problem Griechenland ist dabei aber wie ein Kaugummi am Schuh: er nervt, aber hält einen beim Fortkommen nicht wirklich auf.

Über Monate schleppen sich nun schon die Verhandlungen mit den Gläubigern über die Reform- und Sparliste dahin. Der griechische Premier Alexis Tsipras pokert dabei hoch und will die Geldgeber offenbar zermürben. Tsipras setzt dabei auf die Angst der Europäer vor den ungewissen Folgen eines „Grexit“. Dabei zeigen sind beide Seiten natürlich „zutiefst enttäuscht“. Die EU, weil sie das Hinhalte-Spielchen der Griechen satt hat. Und Athen verfällt sogar in Kriegsgeheul. Die Gläubiger führten einen „Krieg“ gegen Griechenland, der „zwar nicht mit einem Aufmarsch von Truppen an unseren Grenzen, aber mit allen Methoden des modernen Kapitalismus“ ausgetragen werde, wettert die griechische Regierung.  Eine Auseinandersetzung, die sich wohl noch eine ganze Weile hinziehen wird. 

Doch Athen ist nicht das einzige Problem: Auch Franzosen und Italiener bekommen neue Fristen zur Einhaltung ihrer Defizite. Das alte Spiel läuft immer weiter.

Hohe Neutralität im Sentiment

In einigen Märkten fällt die recht hohe Neutralität im Sentiment auf. Dies gilt insbesondere für den US-Dollar zum japanischen Yen. Vielleicht kommt ja bald Bewegung in den Währungskrieg der Notenbanken. Die Bewegung im Bund Future dagegen war aus dem strategischen Bias abzulesen, wogegen dieser Impuls auf den Goldpreis bisher keine Wirkung zeigt, er verharrt weiterhin unter der 1200er Marke. Auch aus der Charttechnik gilt es einige Divergenzen wahrzunehmen. Noch sind dies keine ernsten Warnsignale, allerdings könnte sich das in den Herbst hinein ändern.

Google, Baidu und Delticom

Die oft gestellt Frage, ob Aktien zu teuer sind, lässt sich pauschal nicht beantworten. Einerseits ist Europa deutlich günstiger bewertet als die USA, wo sich die Aktienmärkte nach wie vor auf dem Top befinden. Dennoch finden wir in den unterschiedlichsten Regionen interessante Titel, seien es die Suchmaschinen Google in den USA und Baidu in China oder in Deutschland unsere neueste Erwerbung, der im SDAX gelistete Online-Reifenhändler Delticom.

Zwar ist der DAX ungefähr 10 Prozent von seinem All-Time-High entfernt, dafür geht es dem Bund Future auch nicht besser, und das bei einer ähnlich hohen Schwankungsbreite. Insofern treiben die volatilitätsgetriebenen Märkte einheitlich in dieselbe Richtung, wobei eine zweistellige Korrektur von Aktien sicher schneller wieder aufgeholt sein sollte. Bei einer Verzinsung von 0,5% auf 10-jährige Bundesanleihen liegt die Erholungsdauer dann eher im Bereich von 20 Jahren. Somit stellt sich für einen Aktieninvestor hier nicht einmal ansatzweise die Frage, ob Aktien die interessantere Alternative sind.

Das gilt auch für uns. Unser ‚Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen‘ trotzt den Schwankungen vieler Anlageklassen und hält sich nahe seines Allzeithochs. Dabei haben wir seit dem Tief im Oktober die Aktienquote kontinuierlich auf fast 80 Prozent ausgebaut, mit der wir uns im aktuellen Umfeld auch wohlfühlen.

 

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