Kapitalverkehrskontrollen

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    Bitcoin-Boom in Griechenland - Haben die Griechen längst ihre Parallelwährung?

    Lange Schlangen vor den Geldautomaten, verzweifelte Rentner, die gegen die Türen der Banken hämmern – Es sind Bilder wie diese, die derzeit um die Welt gehen und der dramatischen Lage in Griechenland ein Gesicht geben.

    Seit Montag haben die griechischen Banken geschlossen. Jeder Grieche darf seither nur noch 60 Euro pro Tag abheben, Überweisungen ins Ausland sind ohne ausdrückliche Genehmigung des Finanzministeriums komplett untersagt. Es ist der verzweifelte Versuch der griechischen Regierung, der anhaltenden Kapitalflucht mit Kapitalverkehrskontrollen Einhalt zu gebieten.

    In der griechischen Bevölkerung regt sich Widerstand gegen die massiven Einschränkungen. Eine Regierung, die uns einfach so den Zugang zu unserem Geld verweigern kann? Nicht mit uns! Eine Alternative muss her. Eine, die vor staatlichen Zugriffen geschützt ist. Eine wie Bitcoin.

    Bitcoin wird zum griechischen Hoffnungsträger

    Seit Einführung der Kapitalverkehrskontrollen reißen sich die Griechen um das digitale Geld. Wie „CNNmoney“ berichtet, verzeichnen sämtliche großen Bitcoin-Börsen einen deutlichen Handelsanstieg aus Griechenland.

    Zehnmal mehr Griechen als üblich registrierten sich auf der deutschen Handelsplattform Bitcoin.de, so CEO Oliver Flaskaemper gegenüber „CNNmoney“. Laut Bitstamp, der drittgrößten Bitcoin-Börse hätten die Trades aus Griechenland um 79 Prozent im Vergleich zum 10-Wochen-Durschnitt zugelegt. Und auch LakeBTC aus China verzeichnet einen 40-prozentigen Anstieg der Besucher aus Griechenland. Die polnische Bitcoin-Börse Bitcurex nutzt den Bitcoin-Boom für eine Werbeoffensive. Unter dem Slogan „No Fees for Greece“ können griechische Nutzer drei Monate lang gebührenfrei auf Bitcurex traden.

    Die praktischen Bitcoin-Probleme

    Doch den Hype um Bitcoin in die Tat umzusetzen, gestaltet sich für viele Griechen schwieriger als gedacht. So gibt es dem Bericht zufolge in ganz Griechenland genau einen Bitcoin-Automaten und zwar in einem Athener Buchladen. Darüber hinaus steckt die Bezahlung mit Bitcoin noch in den Kinderschuhen. Nur wenige Geschäfte akzeptieren das Kryptogeld als Zahlungsmittel. Immerhin, ein „Kopf-Hals-Chirurg“ soll darunter sein. Falls das Drama um Griechenland den Nacken zu sehr verspannt, kann einem also trotz Kapitalverkehrskontrollen geholfen werden.

    Aber Spaß beiseite. Tatsächlich könnte sich Bitcoin als echte Alternative etablieren. „SPON“-Kolumnist Wolfgang Münchau brachte die bekannte Digitalwährung bereits vor geraumer Zeit als mögliche Parallelwährung ins Spiel. Seiner Ansicht nach könnte die deflationäre Konstruktion der Bitcoins Griechenland das Leben retten. Aufgrund der systemimmanenten Deflation sei gewährleistet, dass weder die griechische Regierung, noch die Zentralbank heimlich die Druckerpresse anwirft – das können sie dann nämlich gar nicht (siehe: Bitcoin – Griechenlands letzte Rettung?).

    Wie komme ich trotz Kapitalverkehrskontrollen an das Kryptogeld?

    Klingt in der Theorie gut, in der Praxis gibt es jedoch ein entscheidendes Problem: Griechische Nutzer können sich zwar ein Bitcoin-Konto anlegen, aber woher bekommen sie die nötigen Bitcoins? Es gibt wie gesagt nur einen einzigen Geldautomaten. Die andere Variante, Geld vom Bankkonto aufs Bitcoin-Konto zu transferieren, fällt angesichts der Kapitalverkehrskontrollen ebenfalls flach. Denn wie will man das Geld überweisen, wenn Überweisungen ins Ausland derzeit nicht gestattet sind? Es sei nicht unmöglich, sagt die deutsche Börse Bitcoin.de. Manche Griechen würden es trotzdem irgendwie schaffen an Bitcoins zu kommen.



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    Kapitalverkehrskontrollen Bitcoin-Boom in Griechenland - Haben die Griechen längst ihre Parallelwährung? In der griechischen Bevölkerung regt sich Widerstand gegen die eingeführten Kapitalverkehrskontrollen. Eine Regierung, die uns einfach so den Zugang zu unserem Geld verweigern kann? Nicht mit uns! Eine Alternative muss her.

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