NYSE NYSE setzt Handel aller Wertpapiere aus - erhebliches technisches Problem

08.07.2015, 18:03  |  5816   |   |   

+++ Update 20.15 MEZ: NYSE-Präsident Tom Farley erklärte gegenüber CNBC, die Börse plane, den Handel zwischen 14.45 und 15.00 ET wieder aufzunehmen. Wichtig sei, die Börse rechtzeitig zur Feststellung von Schlusskursen zu öffnen. Wie viel Zeit dafür erforderlich ist, blieb offen. Marktanalysten sprechen von mindestens einer Stunde. Um 20.55 MEZ heißt es nun, der Handel an der NYSE kann um 15.10 Uhr ET starten. Und in der Tat, nach einer Unterbrechung von fast vier Stunden kann an der NYSE wieder gehandelt werden. +++

Aufgrund eines erheblichen technischen Problems ist der Handel an der US-amerikanischen Börse NYSE an der Wall Street seit 11.32 ET ausgesetzt. Bereits kurz vor Handelsbeginn soll es eine technische Störung gegeben haben, die zum Handelsstart eigentlich behoben sein sollte. Wie CNBC berichtet, sollen offene Order storniert werden. Der Börsenhandel an den anderen US-Börsen sowie der NYSE Arca and NYSE Amex/Arca Options sei nicht betroffen, heißt es weiter. Die an der NYSE notierten Aktien werden weiterhin an den anderen Börsen gehandelt.

Über Twitter teilte die NYSE mit: „We’re experiencing a technical issue that we’re working to resolve as quickly as possible. We're doing our utmost to produce a swift resolution & will be providing further updates as soon as we can.

Die Vorsitzende der US-Börsenaufsicht SEC (U.S. Securities and Exchange Commission), Mary Jo White, teilte in einem Statement mit: "We are in contact with NYSE and are closely monitoring the situation and trading in NYSE-listed stocks. While NYSE is working to resolve the situation, NYSE and NYSE MKT stocks continue to trade normally through other trading venues."

Technische Probleme bei WSJ.com und United Airlines "nicht verbunden"

Auch die Internetseite des "Wall Street Journal" konnte zwischenzeitlich nicht erreicht werden. Kurze Zeit später wurde jedoch eine abgespeckte Version online gestellt. Zuvor wurde auch von Problemen bei der US-Fluglinie United Airlines berichtet, deren Flugzeuge aufgrund eines technischen Problemes weltweit am Boden bleiben mussten.

Die einzelnen Ereignisse sollen nicht miteinander verbunden sein. Es gebe auch keine Anzeichen für eine Cyberattacke, ließen U.S. Behörden verlauten. Die US-Sicherheitsbehörde FBI (Federal Bureau of Investigation) hat ihre Unterstützung in der Problemlösung angeboten. Auch US-Präsident Barack Obama und das US-Finanzministerium wurden über den Vorfall informiert. Laut NBC betonte die NYSE jedoch, es handle sich um ein reines technisches Problem und es sei keine Unterstützung seitens der Behörden erforderlich.

NYSE-Stopp kam inmitten des Ausverkaufs durch Talfahrt in Asien

Die Aussetzung des Handels platzte inmitten eines Ausverkaufs aufgrund der Talfahrt an den chinesischen Börsen. Diese hatte sich trotz weiterer staatlicher Eingriffe weiter beschleunigt. So verlor in Shanghai der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom Festland am Mittwoch bis zu 8 Prozent. Die Zentralbank und die Aufsichtsbehörden in Peking verkündeten umgehend neue Maßnahmen, um dem Abwärtstrend entgegenzuwirken. Bereits am Wochenende hatte die Regierung in China interveniert, doch war der Effekt schnell verpufft.

Aufgrund der heftigen Schwankungen wurden an den chinesischen Märkte fast die Hälfte der Aktien vom Handel ausgesetzt. Mindestens 1300 Unternehmen wurden am Mittwoch nicht mehr gehandelt. Das entsprich 45 Prozent der Aktien im Shanghai Composite und im Shenzhen Component Index mit einer Marktkapitalisierung von 2,6 Billionen US-Dollar, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg.

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2 Kommentare

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Kommentare

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08.07.15 20:27:37
Die nordkoreanischen Hacker sind schuld, ganz klar.

Und wenns die nicht waren, warens die Chinesen und die Russen und die Iraner und... is ja klar.
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08.07.15 18:49:14
Immer diese lügengeschichten von Amis. Die haben doch die Börse ausgemacht weil es zu eine Panik kam und der Down zu schnell nach unten stürtzte

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