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Anlagestrategien in unsicheren Zeiten Fondskongress in Trier zeigt neue Lösungen auf

06.09.2015, 13:48  |  1815   |   |   

Das Jo-Jo Spiel an den Börsen geht weiter. Erst brachte EZB-Chef-Draghi am Donnerstag mit der Andeutung verstärkter Anleihenkäufe die europäischen Aktienmärkte in Schwung, dann machten die relativ guten Arbeitsmarktdaten in den USA Sorgen, dass es am 16. September doch schon zu einer Zinserhöhung der FED kommen könnte. Zudem macht weiterhin China Sorge, was aber kein Schwerpunkthema des G20 Gipfels in Ankara war. Der erste Fondskongress in Trier zeigte am 4. September Möglichkeiten auf, wie man Aktien- und Rentenportfolios krisenresistenter machen kann.

Jo-Jo-Spiel an den Börsen geht weiter

 

Der DAX gab am 4. September um 2,15 Prozent auf 10.022 Indexpunkte nach, nachdem EZB-Chef Draghi am Vortag noch ein Kursfeuerwerk auslöste, das sich aber als Strohfeuer entpuppte. Auch der Dow Jones Industrial Index (DJI) fiel heftig am Freitag um 1,66 Prozent auf 16.102 Indexpunkte aufgrund der guten US-Arbeitsmarktdaten. Die relativ guten Arbeitsmarktdaten lassen nun eine Zinserhöhung am 16. September doch  wahrscheinlich werden, was die Anleger nervös machte. Der Beschäftigungsaufbau von 220.000 Beschäftigten im August lag zwar im Rahmen der Erwartung und auch die Senkung auf die Arbeitslosenquote von nur noch 5,1 Prozent (Vormonat 5,2 Prozent). Zusätzlich wurden aber die letzten Beschäftigtenzahlen Schätzungen nach oben revidiert.

 

Damit ist das wichtigste Kriterium für eine Zinserhöhung der FED am 16. September erfüllt. Einige Crash-Gurus wie der umstrittene US-Investmentstratege Martin Armstrong sehen eine Zinswende in den USA auch als einen der Auslöser an, der einen globalen Crash in den nächsten Wochen oder Monaten einleiten wird. Gold konnte am Freitag wieder einmal von den Unsicherheiten nicht profitieren und tendierte bei 1122 US-Dollar-Feinunze nur seitwärts.

 

G 20 sieht keine Gefahr - der IWF warnt vor schweren Zeiten

 

Jetzt sind also wieder die 10.000-er Marke beim DAX und die 16.000-er Marke beim DJI die hart umkämpften  Marken, die „verteidigt“ werden müssen, da sonst eine weitere Kurswelle nach unten droht. Beim G-20 Gipfel  in Ankara wurden auch islamische Finanzierungsmodelle bei der Finanzierung von Investitionen für die  Infrastruktur diskutiert, was überrascht. Dabei ging es auch um die Mobilisierung von mehr privaten Kapital für kleine und mittelständische Betriebe aus dem islamischen Raum. Die Gefahr eines Konjunktureinbruchs wegen der Konjunkturverlangsamung in China  wurde nicht gesehen. Hier hat der G 20–Gipfel eine große Chance verpasst, in einer sehr brisanten Situation Leitlinien für ein globales, harmonisch abgestimmtes Krisenmanagement zu sorgen, das in Zukunft notwendig sein wird. Dagegen warnte der IWF – wie immer – vor schweren Zeiten, die bevorstehen.

 

Erster Fondskongress in Trier gibt neue Impulse

 

Beim ersten Fondskongress in Trier wurde am 4. September durch die Vorträge von sehr erfolgreichen und erfahrenen Fondsmanagern aufgezeigt, dass es auch in dieser von hoher Unsicherheit geprägten Zeit Möglichkeiten gibt, weit überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen. Organisiert wurde der Fondskongress vom Vermögensverwalter Kontor Stöwer Asset Management GmbH aus Trier. Die Kongressteilnehmer kamen überwiegend aus dem benachbarten Luxembourg.

 

Nachhaltige Investments in Emerging Markets sind nicht out, aber deutsche Small und Mid Caps auch nicht

 

Zunächst machte auf dem Fondskongress Felix Schnella von Ökoworld LUX SA Asset Management die Potentiale deutlich, die Emerging Marktes insbesondere im Bereich von nachhaltigen Geldanlagen noch haben. Anschließend erklärte Kurt Hardt von der Sparkasse Biberbach, wie er trotz aller Krisen seit 2001 eine durchschnittliche Jahres-Rendite von 8,1 Prozent mit einem deutschen Aktienfonds erreichen konnte. Nach dem Lehman Brothers Crash in 2008, wo auch der von ihm in Kooperation mit Michael Münch gemanagten Universal-Sharekonzept BC I-Fonds im Kurs stark  litt, wurden zusätzlich auch Absicherungsinstrumente über Put-Optionen auf den DAX eingeführt. Zudem werden zu den deutschen  Small und Mid Caps seit 2008 auch deutsche Blue Chips hinzu gemischt, wo der Fondsmanager auch jederzeit in Krisensituationen wieder raus kann.

 

Kommen jetzt die „goldigen Zeiten“ für Gold und Goldaktien?

 

Martin Siegel, bekannter Publizist im Rohstoffsektor und Fondsmanager des Stabilitas Pacific Golds & Metals Fonds, sieht nach der langen Talfahrt des Goldpreises, den er zudem für manipuliert hält,  und damit verbunden auch nach der Talfahrt der Goldaktien gerade jetzt sehr gute Einstiegschancen in dem Gold-Sektor. Siebel machte aber auch deutlich, dass die enorme Verschuldung in Kombination mit dem fortgesetzten Geldrucken der Notenbanken das kapitalistische System aus dem Gleichgewicht gebracht hat, was noch Folgen haben wird.

 

Mit Mischfonds das Risiko reduzieren und dennoch positive Erträge erzielen

 

Der Kongressinitiator Dirk Stöwer, Geschäftsführer der Kontor Stöwer Asset Management GmbH aus Trier,  stellte den KSAM Einkommen Aktiv Fonds vor, der als Mischfonds im Total Return-Ansatz eine Rendite von 4-5 Prozent auch in Krisenzeiten erwirtschaften soll. Als  gleichzeitiger Fondmanager des  NESTOR Europa Fonds, der im Kongress nicht vorgestellt wurde, konnte Stöwer immerhin auch nach den starken Korrekturen der Vergangenheit eine Performance von 12 Prozent in 2015 für die Anleger erwirtschaften. Chapeau!

 

Im Anleihenmarkt braucht man jetzt sehr versierte Spezialisten

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