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FinTech Mit Cashboard die Niedrigzinsen der Banken umgehen

Seit Jahrzehnten wird im klassischen Bankengeschäft durch das provisionsgetriebene Verkaufssystem am Kunden vorbei beraten. Mit unabhängiger Beratung oder den Bedürfnissen der Anleger hat dies nichts zu tun, kritisiert, Robert Henker, Gründer der digitalen Vermögensverwaltung Cashboard. Der Finanzexperte spricht über die digitale Herausforderung für Banken, das Innovationspotenzial der digitalen Anlageberatung von Cashboard und die Rückkehr der Beratung, wie sie eigentlich sein sollte.


In kaum einer anderen Branchen entstehen derzeit so viele neue Start-ups wie im FinTech-Bereich. Wie sehen Sie generell die Zukunftsfähigkeit der Banken?

Robert Henker: Auf jeder Bankenkonferenz wird über Digitalisierung und FinTechs gesprochen. Doch nur wenige Banken ergreifen bisher die notwendigen Schritte. Doch ganz ohne Banken geht es natürlich auch in Zukunft nicht. Die aktuelle Niedrigzinsphase, steigender Kostendruck und neue Innovationstreiber wie Cashboard werden den Wandel der aktuellen Bankenlandschaft  allerdings erheblich beschleunigen.

Ich glaube, dass eine Orientierung und engere Ausrichtung am eigentlichen Kundenbedürfnis im klassischen Banking längst überfällig ist. FinTechs wie wir sind deshalb erfolgreich, weil wir ein konkretes Problem des Kunden in einer für ihn verständlichen Form lösen. Wir treiben die Veränderung in den Großbanken sicher mit an und das wird für Umdenken in den Chefetagen sorgen, hin zu mehr Kundennähe und Transparenz.


Warum hat der Bankensektor Ihrer Meinung nach diesen Trend bislang so verschlafen?


Henker: Ich würde nicht sagen, dass die Banken diesen Trend verschlafen haben. Sie wollten ihn lediglich zu lange nicht wahrhaben, weil er ihre etablierten Geschäftsmodelle bedroht. Wenn man an Beratung und Verkauf in der Filiale verdient ist es schwer mit der neuen Wahrheit umzugehen, dass kaum noch Kunden den Weg in die Filiale finden. Hinzu kommt natürlich die so genannte Legacy, also die historisch gewachsenen, technisch überholten IT-Systeme.

Nach gängigem Klischee bedeutet «jung» für die meisten Menschen «dynamisch und offen», während «alt» automatisch den Generalverdacht «unflexibel und undynamisch» evoziert. Und tatsächlich kann man an der aktuellen Entwicklung gut erkennen, dass gerade die klassische Bankenwelt langsamere Zyklen aufweist als der Internetsektor. Viele Banken merken allerdings aktuell, dass sie ihre Marktmacht überschätzt haben und sie sich dringend verändern müssen.


Der Bankensektor und die Bankberater genießen in Deutschland ein denkbar schlechtes Image. Das war nicht immer so. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung? 

Henker: Das stimmt! Alle FinTech-Geschäftsmodelle profitieren in der Tat von der Reputationsschwäche der Banken seit 2008 und der steigenden gesellschaftlichen Akzeptanz digitaler Geschäftsmodelle.


Seit Jahrzehnten wird im klassischen Bankengeschäft am Kunden vorbei beraten. Das provisionsgetriebene Verkaufssystem führt dazu, dass Berater überwiegend Produkte mit hohen Provisionen verkaufen. Das hat nichts mit unabhängiger Beratung oder den Bedürfnissen der Anleger zu tun.

Mit Cashboard haben wir nun ein anbieterunabhängiges Portal für Online-Geldanlage entwickelt, das die Möglichkeiten der Geldanlage für Privatkunden revolutionieren wird.


Und was machen Sie bei Cashboard ganz konkret besser?

Henker: Cashboard übernimmt die Aufgaben eines unabhängigen Anlageberaters und bietet seinen Nutzern vielfältige Anlagemöglichkeiten an. Das ist die Rückkehr in die Beratung wie sie eigentlich sein sollte. Genauso wie im klassischen Bankgeschäft gibt es bei uns die im gesetzlichen Rahmen vorgeschriebene Absicherung des investierten Kapitals.

Je nach Wahl des Portfolios können Anleger – basierend auf den Performance-Werten der letzten fünf Jahre – eine Zielrendite von 3, 5 oder 7 Prozent pro Jahr erwirtschaften. Berechnet werden dabei weder Kauf-/Verkaufskosten noch werden Konto-/Depot- oder Verwaltungsgebühren für die Geldanlage fällig. Lediglich eine Gewinnbeteiligung von 10 Prozent wird auf Nettogewinne erhoben. Das bedeutet der Kunde zahlt nur wenn er auch Gewinne mit seinem Konto erzielt.


Sie haben gesagt, dass Banken am Kundenbedürfnis vorbei beraten. Wie gut kennen Sie Ihre Kunden?

Henker: Bei uns stehen Kundenbedürfnis, Transparenz und die Benutzerführung im Vordergrund: Wie kann der Kunde basierend auf seinen Angaben zum für ihn idealen Portfolio kommen? Diesen Weg machen wir so einfach und klar wie möglich.

Durch den offenen Dialog und die Einbeziehung bei der Ausgestaltung neuer Produkte, ist der Kunde außerdem bereits heute wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses. Die Optimierung unserer Dienstleistung richten wir immer an den Bedürfnissen der Anleger aus.

Langfristige Kundenbeziehungen und die Zufriedenheit der Nutzer unseres Angebotes liegen uns am Herzen. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt die positive Resonanz unserer Kunden.


Nach Ihrer Erfahrung: Welche Personen investieren bisher mit Cashboard?

Henker: Der Personenkreis lässt sich bisher in zwei große Kategorien einordnen. Zum einen finden wir da den selbstbestimmten und eigenverantwortlich agierenden Anleger, der die hohen und intransparenten Kosten einer traditionellen Vermögensverwaltung umgehen möchte. Dessen Profil zeichnet sich dadurch aus, das er sämtliche Anlageentscheidungen auf Grundlage seiner Erfahrung trifft. Er entscheidet sich für Cashboard aufgrund unseres breiten Produkt- und Leistungsspektrums sowie der einfachen Handhabung.

In der zweiten und größeren Kategorie sehen wir, dass viele Cashboard-Kunden älter sind als wir ursprünglich erwartet hatten. Offensichtlich sind nicht nur die Digital-Natives onlineaffin, sondern auch die vorherige Generation, denn im Schnitt sind unsere Kunden 40 Jahre und älter. Diese Personen sind oft Erstanleger und wollen die Rekord-Niedrigzinsen der Banken durch alternative Anlagemöglichkeiten umgehen.
Dies deckt sich auch mit den Ergebnissen der aktuellen Studie „Digitale Revolution im Retail-Banking“ von Roland Berger Strategy Consultants und VISA Europe. So sind beispielsweise die Digital Wealth Manager die größte Gruppe der Digital-Affinen, im Schnitt 48 Jahre alt. Sie nutzen Online-Banking intensiv, die Filiale wird für sie immer weniger wichtig.


Worin liegen die großen Chancen bzw. was sind die Stärken von Cashboard gegenüber den Banken?

Henker: Banking verlagert sich zunehmend ins Internet: Die Zahl der Bankfilialen schrumpfte allein von 2003 bis 2013 um 22,9 Prozent (1). Die Zahl der Online-Konten stieg im gleichen Zeitraum um 19,5 Millionen auf 50,3 Millionen. Dies entsprach laut Deutscher Bundesbank einem Anteil von 52,3 Prozent an der Gesamtheit aller Girokonten (2). Bedingt durch die Finanzkrise und die anhaltende Niedrigzinsphase suchen zudem immer mehr Anleger nach Alternativen abseits der Banken.

Wir haben zwar in der Startphase einen hohen Finanzierungsbedarf, agieren grundsätzlich aber mit sehr schlanken Kostenstrukturen: keine Filialen, keine aufgeblähte Selbstverwaltung, standardisierte Prozesse, effizienter Personaleinsatz.

Außerdem haben wir selbst im klassischen Banking-Geschäft gearbeitet und wissen daher sehr genau, wo wir ansetzen müssen. Ich bin überzeugt, dass wir den etablierten Banken mittelfristig einen gehörigen Anteil ihres Geschäfts streitig machen werden.


Sie bieten Privatanlegern die Möglichkeit, ihr Kapital online anzulegen sowie ihre Geldanlagen zentral zu verwalten. Kurz in drei Sätzen: Warum sollten wir Cashboard als Privatanleger nutzen?

Henker: Das Kerngeschäft von Cashboard ist die digitale Vermögensverwaltung. Anleger können aus verschiedenen Portfolios mit unterschiedlichen Risiko-Rendite-Profilen die für sie passende Anlagestrategie wählen und sich so systematisch und kalkulierbar die faire Rendite des Marktes sichern.

Wie bereits erwähnt, helfen wir also dabei, professionelle Geldanlage auch für Privatanleger einfach und transparent zu gestalten und setzen damit direkt an den neue Kundenerwartungen an.

Angeboten werden nicht nur ETFs und ausgewählte aktive Investmentfonds, sondern auch innovative Anlageklassen wie Peer-to-Peer-Kredite oder Crowdfunding. Mit einem kostenlosen Konto und Depot ist damit die Anlage in verschiedene Portfolios, Produkte und Anbieter möglich. Besonders interessant ist: Ein Mindestzins von 2% p.a. wird fest zugesichert. 


FinTechs gelten als einer der Trends der Finanzbranche. Weshalb wird es Cashboard auch noch in 5 Jahren geben?

Henker: Wir haben sehr ambitionierte Ziele. Langfristig wollen wir der führende europäische Anbieter innovativer Technologien im Finanzsektor werden. Die Aussichten sind vielversprechend und aktuell wachsen unsere Nutzerzahlen sehr stark. Aktuell bewegen wir uns zwar noch in eine Nische, aber in einer, die die etablierten Banken ernst nehmen müssen.

Ich glaube, wir bieten einen sehr innovativen Fortschritt und haben damit enormes Potential, Einfluss auf das künftige Nutzerverhalten zu nehmen. So wie vorher schon Amazon das Büchergeschäft und Apple die Musik- und Filmindustrie revolutioniert haben.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.cashboard.de


(1) Bundesverband deutscher Banken, Zahlen, Daten, Fakten der Kreditwirtschaft, November 2013.
(2) Bundesverband deutscher Banken, Anzahl der Girokonten und Online-Konten, 2013.

Fotos: Cashboard, wallstreet:online





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FinTech Mit Cashboard die Niedrigzinsen der Banken umgehen Seit Jahrzehnten wird im klassischen Bankengeschäft am Kunden vorbei beraten. Mit unabhängiger Beratung oder den Bedürfnissen der Anleger hat dies nichts zu tun, kritisiert, Robert Henker, Gründer der digitalen Vermögensverwaltung Cashboard.

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