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Egbert Prior MBB will Umsatz und Gewinn verdoppeln

Gastautor: Egbert Prior
07.12.2015, 10:59  |  1539   |   |   

Die Aktie hat sich in den letzten Jahren phantastisch entwickelt. Wir legten Ihnen das Papier beispielsweise am 7.3.2012 ans Herz. Seither hat sich der Kurs von 6,33 Euro auf aktuell 26,30 Euro vervielfacht. Hintergrund ist eine erfolgreiche buy-and-build-Strategie. 2011 gingen erst 114 Millionen durch die Bücher, im zu Ende gehenden Turnus sollen es 250 Millionen werden. Wir sprachen mit CEO Christof Nesemeier. Der Unternehmensgründer hat soeben eine weitere Akquisition eingetütet. MBB übernimmt 75% der Aumann-Gruppe, die sich auf Anlagen zur Spulenwicklung von Elektromotoren spezialisiert hat. Das profitable Unternehmen ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen. Das Thema E-Mobilität könnte in Zukunft für einen weiteren Schub sorgen. Unabhängig davon, nimmt die Zahl der in Autos verbauten Elektromotoren stark zu, das gleiche gilt für Haushaltsgeräte und große Teile der Industrie. Nesemeier sieht in der neuen Tochter eine perfekte Ergänzung zum vorherigen Zukauf MBB Fertigungstechnik. Gemeinsam bilden die Unternehmen eine Anlagenbaugruppe auf den Feldern Wickel,- Montage- und Verbindungstechnik sowie Drahtlackierung und Werkzeugbau mit 130 Millionen Umsatz und Standorten in Deutschland, China und den USA. Einschließlich des Neuerwerbs befinden sich derzeit sieben Töchter aus den unterschiedlichsten Branchen (Spezialmaschinenbau, Holzverarbeitung, IT, Papier, Werkzeugbau, Matratzen) im Portfolio der mittelständischen Holding. Eigentlich möchte Nesemeier jedes Jahr mindestens eine Akquisition melden. Auf Aumann mußten die Aktionäre allerdings mehr als drei Jahre warten, doch das soll die Ausnahme bleiben. Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Zukaufs im ersten Quartal des kommenden Jahres veranschlagt Nesemeier mit 50%. Bis zu 50 Millionen könne das schuldenfreie Unternehmen ohne Kapitalerhöhung für einen Deal locker machen, meint der CEO. Für 2016 stellt der Unternehmenslenker einen Anstieg des Umsatzes auf mehr als 300 Millionen in Aussicht. Den Gewinn veranschlagen wir mit über  2 Euro je Anteilsschein, nach ca. 1,75 Euro für 2015. Ehrgeizig die Langfristplanung. Bis 2020 wollen die Berliner die 500-Millionen-Euro-Umsatzmarke knacken bei einer operativen Gewinnmarge (EBITDA) von ungefähr 10%. Das daraus resultierende Nettoergebnis schätzen wir auf etwa 25 Millionen. Aktueller Börsenwert 175 Millionen. So gesehen liegt das KGV bei 7. Daran erkennen Sie das mittel- bis langfristige Kurspotential. MBB hat seit dem Börsengang 2006 regelmäßig eine zumeist steigende Dividende gezahlt. Zuletzt waren es 57 Cent. Ausschüttungsrendite 2,2%. Nesemeier blickt optimistisch auf 2016. Sämtliche Portfoliounternehmen entwickelten sich gut, insbesondere Aumann sei komplett ausgebucht. Uns gefällt der unernehmerische Ansatz, 70% der Aktien liegen in den Händen der beiden Gründer Nesemeier und Gert-Maria Freimuth, der ebenfalls dem Verwaltungsrat angehört. Fazit: Die Erfolgsstory geht weiter!

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