Multiple Krisen können zum Super-Gau führen Führt der Kontrollverlust zur „Monsterwelle“?

23.01.2016, 22:44  |  2897   |   |   

Die Weltbörsen konnten sich zwar gegen Ende der vergangenen Handelswoche erholen, aber es ist fraglich, wie nachhaltig diese Erholung sein kann. Es mehren sich die Anzeichen, das sich die Weltkonjunktur abschwächt und sich die Probleme in der Welt zu einer „Monsterwelle“ anhäufen, die bald nicht mehr kontrollierbar ist. Sehr symbolträchtig ist dafür auch der Monster-Blizzard in den USA, der 70 Mio. US-Haushalte und die US-Wirtschaft lahm legt. Das Ergebnis der multiplen Krisen wäre dann nicht nur ein Aktien-Crash, sondern auch ein System-Crash. Auch der Weltwirtschaftsgipfel in Davos ist mehr ein Krisen-Gipfel ohne Visionen, der nachdenklich macht.

IWF warnt vor globalem Finanz-Crash und Bürgerunruhen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte schon oft vor einer Crash-Gefahr für das globale Finanzsystem aufgrund der Anhäufung von geopolitischen  und wirtschaftlichen Krisen. so jetzt auch wieder zu Jahresbeginn Er warnt aber auch vor Bürgerunruhen in einigen Ländern, wo die Vermögensunterschiede besonders groß sind. Die multiplen Krisen können zum Kontrollverlust führen. Was dann passiert, erleben wir gerade in Deutschland mit der Flüchtlingswelle, wo der Staat die Kontrolle und den Überblick über Recht und Ordnung zu verlieren scheint.

Der Baltic-Dry-Index für Frachtraten ist auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten, jetzt sogar unter dem Niveau von 2009. Der Welthandel ist also schon lange rückläufig, allerdings steigt noch das Welt-BSP. Aber auch hier reduzierte der IWF jetzt seine Wachstumsprognose. Nur für Deutschland sieht der IWF gute Wachstumschancen. Aber auch der IWF liegt mit seinen Prognosen oft daneben.

Warnende Stimmen auch aus Davos

Beim Weltwirtschaftsgipfeln  Davos gibt es auch mehr nachdenkliche Stimmen, auch was die Zukunft Europas angeht. Der neue Deutsche Bank Chef John Cryan, der gerade den größten Verlust der Deutschen Bank AG mit über 6 Mrd. € zwar nicht zu verantworten hat, aber kommentieren und rechtfertigen muss,  hält in 10 Jahren den bargeldlosen Geldverkehr für eine realistische Vision. Wenn das schon die wenigen Visionen aus Davos sind, kann man sich vorstellen, wie rat- und hilflos die Wirtschaftskapitäne der Welt im Moment sind.

Nachdenklich und ratlos machen aber auch die geopolitischen Krisen, vor allem in Syrien, wo sich nicht nur Saudi-Arabien und Iran, sondern auch die USA und Russland feindlich gegenüberstehen. Dabei müssten sie zumindest bei dem Kampf gegen den IS, was zunehmend ein globaler Kampf sein wird, an einem Strang ziehen.  Dies scheitert aber schon an der Klassifizierung, was ein („gemäßigter“?) Terrorist ist und was nicht. Die russische Notenbank-Chefin sagte ihren Besuch in Davos ab, weil es im eigenen Land zu viel zu tun gibt, um eine Finanz-Katastrophe zu verhindern.

Seite 1 von 6
GAZPROM Aktie jetzt für 4€ handeln - auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
Unterbewertete AktienInternationale BörsenÖl IranShort SqueezeSchuldenfalle


4 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

"Die Welt steht kurz vor dem Untergang und wir sagen Ihnen, wie Sie sich und Ihr Geld retten, wenn Sie für nur 15,- EUR..."

Ja, nee, is' klar.

Ich glaube, ich kann die Artikel von Doom-Experten nicht mehr zählen, die mir in den letzten 20 Jahren untergekommen sind. Ein paar davon wurden später als Hellseher gefeiert, wenn es zufällig wirklich gekracht hat.
1. Freust du dich darauf?
2.Wenn ja, wieso?
3.Wenn nein, wieso?
4.Wem bringt es einen Vorteil, wem einen Nachteil?
5.In welcher Währung werden zukünftig russische Ressourcen gehandelt?
6.Welche Währung muss dann dafür "gekauft" werden?
7.Geht bei dir ein Lichtlein auf?

:laugh:
Ist den Konventionen bei Währungsangaben geschuldet.
Die wirklich wichtige Frage wäre:
wann ist der Rubel weniger als ein US-Cent oder ein Euro-Cent wert?
Antwort: bald.
"Diese großen Performance-Unterschiede beruhen auf dem Anstieg des Rubels am 22. Januar zum Euro um über 5 Prozent von 89 auf 84,29 EUR/RUB und dem Anstieg des Rubels auch um über 5 Prozent zum US-Dollar von 82,1 auf 78,1 USD/RUB"

Nee....ist klar.

84,29 EUR/RUB......bedeutet.....84,29 Euro pro 1 Rubel.Jaja ;)
78,1 USD/RUB.....Auweia.......wer schreibt so einen quark?Wird in Redaktionen überhaupt noch nachgedacht?

Disclaimer