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EU - Flüchtlinge Schluss mit Rosinenpickerei - „Europa kann nicht auf Trittbrettfahrern gründen“

27.01.2016, 11:05  |  956   |   |   

Europa braucht ein neues Verteilungssystem für Flüchtlinge, fordert Morgan Johansson, schwedischer Justiz- und Migrationsminister. „Jetzt müssen andere Länder ran!“, so Johansson in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Und ergänzt: „Ich sage nicht, dass Deutschland nichts tut; neben Schweden und Österreich macht die Bundesrepublik am meisten. Aber es gibt 25 andere Länder, die jetzt auch Verantwortung übernehmen müssen.“

Damit zielt der schwedische Minister auf ein neues System ab: „Die Flüchtlinge sollten sich in Griechenland registrieren lassen und dort ihren Asylantrag stellen. Dann werden sie dorthin geschickt, wo es Kapazitäten gibt. Wenn ihr Antrag genehmigt wird, dürfen sie bleiben; wenn nicht, müssen sie zurück. (…) Dieses System sollte Dublin ersetzen.“
 
Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union beinhaltet auf der einen Seite Rechte und Privilegien. Das sei aber nicht alles, so Johansson: „Es heißt aber auch, Verpflichtungen zu haben. Wir können nicht zulassen, dass manche Länder sagen: Wir wollen nur die Vorteile. Es gibt einen Namen für Personen, die so sind: Trittbrettfahrer. Europa kann nicht auf Trittbrettfahrern gründen.“

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