Chartanalyse Dow Jones short like Donald Trump?

03.04.2016, 14:08  |  7117   |   |   

Charttechnik oder fundamentale Sorgen - welcher Impuls wird den Takt in der kommenden Woche angeben? Beide Analysemethoden haben ihre Berechtigung, daher sollten wir uns auch beides ansehen zum Wochenstart im Dow Jones.

Ein verhagelter Quartaltsstart an den europäischen Aktienmärkten schreckte die US-Anleger wenig ab. Sie verbuchten im März bereits einen Gewinn von 7%. Auch die gestiegene Arbeitslosigkeit von 4,9% auf 5%, welche am Freitag 14.30 Uhr vermeldet wurde, sorgte dann nicht für einen Verkaufsdruck. Dieser ist in Anbetracht der charttechnischen Lage jedoch von vielen erwartet worden. Um so konsequenter war der Kaufdruck dann in den USA nach 16 Uhr zu spüren. Bären mussten eindecken und neue Käufer kamen bei einem weiter schwachen Dollar (also hohen EUR/USD) in den Markt. So schloss der Dow Jones letztlich auf Jahreshoch!

 

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Warum neue Käufer?

 

Im Tageschart wurde ein Abwärtstrend gebrochen, den viele Bären als "Begrenzung" der Aufwärtsdynamik auf dem Plan hatten. Entsprechend lagen dort einige Stopps zur Risikobegrenzung. Dies zeichnen wir uns in den Tageschart zur Visualisierung ein:

 

 

Andere Marktteilnehmer, welche die steile Rallye bisher verpasst haben, sind nun gezwungen worden, auf den rasant fahrenden Zug aufzuspringen. So entstand das Wochenplus von 1,6% und die Bewegung ab Tief beträgt nun schon 2.300 Punkte in der extremsten Ausdehnung - binnen 2 Monaten! Im selben Chartbild habe ich dies grün gestrichelt:

 

Solche Bewegungen sieht man selten. Umso schwieriger ist es für Neu-Börsianer, hier objektiv zu bleiben. Gerade beim Vergleich mit dem DAX, der hier besonders Freitag nicht mitziehen konnte. Meine Methode ist dabei der Blick auf die Charteinheiten in dem Basiswert, den ich handel. Und da hatte ich in der Vorwoche die Frage nach dem Deckel bei 17.650 Punkten in folgender Analyse (-> Nachlesen) gestellt (Rückblick-Chart):

 

Das war im Stundenchart und wurde von den Marktteilnehmern klar mit NEIN beantwortet. Als "Ehemaliger Deckel" stellt dieser Bereich nun eine Unterstützung dar. Man sieht ihn sehr deutlich im 10 Minuten-Chart der vergangenen zwei Wochen:

 

Auch da ist die Aufwärtstendenz weiter vorhanden, wie die grüne Linie symbolisiert. Sie beginnt bei 16.200 Punkten:

 

Weg frei zum Alltime-High?

 

Als Kursziel der Bullen hatte ich in der vergangenen Analyse bereits die 18.000 Punkte geäußert. In diesem Bereich verlaufen nicht nur einige Widerstände (bzw. knapp darüber) sondern auch das Allzeithoch ist auf dem aktuellen Niveau nur wenige Prozentpunkte entfernt.

Dagegen sprechen eindeutig die Wirtschaftsdaten, welche nicht gerade euphorisch stimmen. US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat dies in seinem gestrigen Interview in der Washington Post thematisiert und geht sogar noch einen Schritt weiter. Er warnt vor einer schweren Rezession und spricht von einem überbewerteten Aktienmarkt. Dieser ist in vielen Teilen der Welt von den Notenbanken getrieben.

Man kann zu Donald Trump politisch stehen wie man mag, doch wirtschaftlich hat er sicherlich ein recht gutes Gespür. Ist er vielleicht selbst schon short? Soweit möchte ich hier gar nicht spekulieren. Bei aller Euphorie in der aktuellen Bewegung an den US-Aktienmärkten sollte man dies jedoch im Hinterkopf behalten und sich ggf. zurückhalten mit Käufen, wenn einem das aktuelle Niveau schon zu hoch ist.

 

Ein Einstieg in Short-Produkte empfiehlt sich ab Bruch der gezeigten Aufwärtstendenz bzw. einem Schlusskurs im "Ehemaligen Deckel" -Bereich unter 17.650 Punkten. Doch das wird jeder schnell erfahren, wenn er mich abonniert hat ;-)

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Viel Erfolg dabei wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

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Chartanalyse Dow Jones short like Donald Trump? Die US-Anleger sind von der Aufwärtsbewegung nicht abzubringen. Auch das neue Quartal startet stark, nach einem 7%-Aufwärtsschub im März beim Dow Jones. Alles deutet auf die Fortsetzung hin, doch dann kam Donald Trump....

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