Buchtipp Maschmeyers Millionärsformel

Gastautor: Rainer Zitelmann
01.05.2016, 13:59  |  3195   |   |   

Carsten Maschmeyer, Die Millionärsformel. Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit, Ariston Verlag, München 2016, 352 Seiten.

Viele Autoren, die Bücher über das "reich werden" schreiben, sind selbst nicht reich. Da wäre ich ebenso skeptisch wie bei einem Buch über Kraftsport, das jemand geschrieben hat, der selbst sehr schmächtig ist. Carsten Maschmeyer gehört zu den reichsten Deutschen - glaubt man den einschlägigen Hitlisten, dann besitzt er mehr als eine Milliarde Euro.

Ich habe sein Buch "Die Millionärsformel" gerne gelesen, und natürlich habe ich es verglichen mit meinem eigenen Buch "Reich werden und bleiben", das acht Monate vor seinem Buch erschienen ist. Das Thema der beiden Bücher ist ähnlich, der Untertitel (bei Maschmeyer: "Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit", bei mir: "Ihr Wegweiser zur finanziellen Freiheit") ist ähnlich. Und so habe ich mich gefreut, dass der wesentlich Reichere von uns beiden (Maschmeyer) zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt wie ich. Da beide Bücher das gleiche Thema behandeln und zu einem ähnlichen Zeitpunkt geschrieben wurden, sehen Sie es mir als Leser nach, wenn ich einige Vergleiche ziehe.

Der Vorteil von Maschmeyers Buch ist es, dass es sich an ein sehr breites Publikum richtet, also an Leser, die keinerlei Finanzwissen mitbringen. Dadurch kann er, obwohl sein Buch 100 Seiten dicker ist als meines, naturgemäß manchmal nicht so sehr in die Tiefe gehen. Aber dafür nimmt er viele Leser mit, denen mein Buch mit hunderten Anmerkungen und Quellenverweisen (diese findet man bei ihm nicht) zu wissenschaftlich wäre.

Ich finde, jeder sollte dieses Buch lesen - egal, ob er Maschmeyer mag oder nicht. Ja, Maschmeyer ist nicht unumstritten, denn das Unternehmen AWD, das ihn reich machte, verkaufte auch Produkte, mit denen Anleger Geld verloren haben. Hierzu hat er sich selbstkritisch in seinem Buch "Selfmade" bekannt. Wer aber befürchtet, dass Maschmeyer jetzt diese Produktgattungen anpreist, der wird finden, dass dem nicht so ist. Er warnt vielmehr ausdrücklich vor "exotischen Geldanlagen" wie etwa Flugzeug- oder Schiffsfonds (S. 247). Zu geschlossenen Immobilienfonds schreibt er: "In der Vergangenheit hatten die Anleger allerdings oft keine Freude mit Immobilienfonds. Gerade die geschlossenen Immobilienfonds haben sich oft genug nicht als lohnende Geldanlage erwiesen." (S. 252) Das stimmt, obwohl ich hinzufügen möchte, dass ich selbst mit geschlossenen Immobilienfonds ausschließlich hervorragende Erfahrungen gemacht habe. Aber ich weiß auch, dass ich da eine eher seltene Ausnahme bin.

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Buchtipp Maschmeyers Millionärsformel Carsten Maschmeyer, Die Millionärsformel. Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit, Ariston Verlag, München 2016, 352 Seiten.



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