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Marktkommentar: Pioneer: Kurodanomics in Japan - Starker Yen belastet den Ausblick für Japan
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Marktkommentar Pioneer: Kurodanomics in Japan - Starker Yen belastet den Ausblick für Japan

Nachrichtenquelle: Asset Standard
06.05.2016, 14:51  |  747   |   |   

Die Herausforderungen für Japans Konjunkturausblick haben zugenommen. Nach Einführung der Negativzinspolitik (NIRP) im Januar festigte sich der Yen auf Niveaus, die als bedenklich für das japanische Wirtschaftssystem eingestuft werden. Die von der BoJ seit 2012 verfolgte Strategie, den Yen abzuwerten und Märkte wie Wachstum zu unterstützen, ist gescheitert. Die aktuelle Wirtschaftslage macht weitere Interventionen erforderlich: Das BIP wuchs 2015 um weniger als 1% und dürfte 2016 ähnlich ausfallen. Die Inflation ist selbst bei der Kernrate von der Zielmarke der BoJ weit entfernt. Lohnerhöhungen setzten keine Lohn-Preis-Spirale in Gang. Ende April wird die BoJ ihren Konjunkturausblick aktualisieren und vermutlich die Wachstumsprognosen nach unten revidieren. Wir erwarten aber keine Maßnahmen, ehe Klarheit über die Fiskalpolitik herrscht. Der Haushalt wird derzeit im Parlament debattiert und anschließend dem offiziellen Ausblick der BoJ zugrunde gelegt. Eine Erhöhung der MWSt. im April 2017 bleibt dabei in der Diskussion. An der politischen Front könnte sich 2016 das Szenario von 2014 wiederholen: Wahlen für beide Parlamentskammern im Juli und keine Erhöhung der Konsumsteuer.

Da die BoJ den Kurs des Yen nicht kontrollieren kann, sind das schwache Wachstum und die politische Pattsituation die Faktoren, die in den nächsten Quartalen im Fokus stehen. Die jüngsten Marktturbulenzen sind genau zu verfolgen, da sie das Geschäftsklima beeinträchtigen und letztlich zu einer Abwärtskorrektur der Gewinnprognosen führen könnten. Eine weitere Gefahr geht von einer Aufwertung des Yen aus - besonders für das Exportgeschäft. Dagegen sind die Marktbewertungen nach dem jüngsten Rückgang wieder attraktiver und haben sich dabei Niveaus angenähert, die während der Abenomics eine Untergrenze bildeten. Die Entwicklung der Geldströme sollte den Markt ebenfalls kurzfristig stützen. NIRP macht Aktienrückkaufprogramme attraktiver; gleich nach Ankündigung war ein Anstieg zu beobachten. Zudem hat der staatliche Pensionsfonds (Government Pension Investment Fund) noch Spielraum, Kapital in inländische Aktien umzuschichten - zumal ihr Anteil derzeit um 2% unter der Zielmarke liegt. Wir sehen daher kurzfristig eine gewisse Unterstützung durch Geldströme und beurteilen japanische Aktien weiter positiv. Mittelfristig sind wir jedoch vorsichtiger, da sich der starke Yen auf die Gewinne auswirken dürfte.

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