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BaFin-Prüfung Bremer Landesbank - Millionenverluste aus Schiffskrediten zu spät gemeldet?

10.06.2016, 15:22  |  2422   |   |   

Hat die angeschlagene Bremer Landesbank Verluste zu spät gemeldet? Mit dieser Frage beschäftigt sich gerade die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Dreh- und Angelpunkt ist die Veröffentlichung von relevanten Finanzinformationen im Rahmen der Pflichtpublizität. „Wir sehen uns routinemäßig an, ob die Ad-hoc-Mitteilung rechtzeitig erfolgt ist“, sagte eine BaFin-Sprecherin gegenüber der WirtschaftsWoche.

Die Bremer Landesbank hatte am 2. Juni überraschend unvorhergesehene Verluste aus Schiffskrediten in Höhe von 400 Millionen Euro gemeldet. Die niedersächsische Landesbank NordLB hatte jedoch als Mehrheitseigentümerin schon vor drei Wochen vor einem negativen Ergebnis für das laufende Jahr gewarnt. In die Gewinnwarnung sollen laut Finanzkreisen bereits die Verluste der Bremer Landesbank eingeflossen sein. Auch habe die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) schon im März verlangt, dass die Bremer Landesbank ihre Schiffskredite um 700 Millionen Euro abschreibt.

Die Bremer Landesbank hingegen erklärt: „Wir haben unverzüglich veröffentlicht.“ Die Schätzung der EZB Ende März sei unkonkret gewesen und nicht hinreichend belastbar, sodass keine Voraussetzung für eine Ad-hoc-Meldepflicht vorgelegen habe. Die Bank habe danach sofort eine tiefergehende eigene Analyse gestartet, die aufgrund der Komplexität entsprechend Zeit beanspruchte.



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