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Gold: Auf Wiedervorlage für den Krisenfall

Gastautor: Holger Steffen
18.07.2016, 07:20  |  1688   |   |   

Seit Ende Mai hat Gold einen kräftigen Kursschub erlebt, nun gönnt sich das Edelmetall eine Verschnaufpause. Doch es gibt gute Gründe für einen nachhaltigen Bullenmarkt.

Im laufenden Jahr zählt Gold zu den größten Gewinnern an den Finanzmärkten. Das Edelmetall hat den mehrjährigen Abwärtstrend geknackt und einen neuen Aufwärtstrend etabliert.

Das verwundert auf den ersten Blick, denn die Weltwirtschaft entwickelt sich nach wie vor tendenziell deflationär, eine schwache Nachfrage und daraus resultierende Überkapazitäten drücken auf die Preisentwicklung. Damit fehlt Gold eigentlich der entscheidende Preistreiber.

Das wird aber überkompensiert durch die Funktion als sicherer Hafen. Angesichts zum Teil negativer Renditen entfallen Anleihen zunehmend als Alternative zum Aktienmarkt, Portfoliomanagern bleiben damit nicht mehr viele Möglichkeiten zur Diversifikation. Zumal insbesondere in Europa auch noch die Liquiditätshaltung von der Zentralbank verstärkt bekämpft wird.

Daher wird ein Rückgriff auf Gold immer beliebter, insbesondere, wenn es turbulent wird. Wir gehen davon aus, dass jeder neue Krisenschub - wie etwa eine mögliche Eskalation der italienischen Bankenkrise - dem Edelmetall frischen Rückenwind verschafft. Temporäre Kursrückschläge sind für uns daher Kaufgelegenheiten.

 

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