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VW Abgasaffäre: So stehen die Chancen für eine Klage auf Schadensersatz für private Anleger

Gastautor: Roland Klaus
07.08.2016, 19:33  |  2188   |   |   

Die Klage des Freistaates Bayern auf Schadensersatz für die Kursverluste der Aktie zeigt: Die Chancen stehen sehr gut - auch für Kleinanleger. Erstmals bietet die Interessengemeinschaft Widerruf (www.widerruf.info/vw) die Möglichkeit, eine Klage ohne Kostenrisiko einzureichen. Eine Prozessfinanzierung macht es möglich.

Im September 2015 erlebte der deutsche Aktienmarkt einen der spektakulärsten Kursstürze eines Blue Chips in seiner Geschichte. Was zunächst recht unspektakulär als Meldung in den Abendnachrichten begann, wuchs sich innerhalb weniger Tage zu einem wahren Crash in den Aktien der Volkswagen AG aus. Der Kurs der VW-Aktien fiel nach Bekanntwerden der Manipulationen innerhalb weniger Tage um fast 50 Prozent. Viele Experten sind der Meinung, dass den Aktionären aufgrund der Verletzung kapitalmarktrechtlicher Regeln Schadensersatz zusteht.

 

Die Argumentation dahinter ist so simpel wie nachvollziehbar: Die Unternehmensführung von VW wusste spätestens ab Mai 2014, dass die US-Behörden wegen der Abgasmanipulationen ermittelten. Sie unterließ es jedoch, den Kapitalmarkt über diese Tatsache zu informieren. Da es sich dabei um eine kursrelevante Information handelte, verstieß der Vorstand gegen das Wertpapierhandelsgesetz. Dementsprechend haben Anleger beste Aussichten auf Schadensersatz, wenn sie zwischen Juni 2014 und September 2015 Aktien gekauft haben. Genauso gut sind die Aussichten allerdings, wenn der Kauf der VW-Aktien nicht länger als 18. September 2013 zurückliegt; in beiden Fällen mussten die Aktien aber am 18. September 2015 noch im Bestand gewesen sein.

 

Deswegen bietet die Interessengemeinschaft Widerruf (www.widerruf.info/vw) jetzt gemeinsam mit einer namhaften Kanzlei für Kapitalmarktrecht und einem Prozessfinanzierer erstmals die Möglichkeit, Schadensersatz einzuklagen, ohne dass Anlegern dabei ein Kostenrisiko entsteht.

 

Das Ganze läuft so: Der Prozessfinanzierer sammelt die Fälle, lässt die Ansprüche der Anleger auf eine lizensierte Klagegesellschaft gebündelt übertragen und finanziert dann deren Klage. Von dem gezahlten Schadensersatz erhält der Prozessfinanzierer 33 Prozent, der Rest geht an die Anleger. Gelingt wider Erwarten kein Erfolg, dann bleibt der Prozessfinanzierer auf den Kosten sitzen. Die Anleger haben zwar nichts gewonnen – aber auch nichts verloren.

 

Folgende Voraussetzungen gibt es: Anleger müssen mindestens 150 VW-Stammaktien oder VW-Vorzüge nach dem 18. September 2013 erworben haben und müssen diese am 18. September 2015 – dem Zeitpunkt der Aufdeckung der Abgasaffäre – gehalten haben. Es ist egal, ob die Aktien danach verkauft wurden oder derzeit noch gehalten werden. Im Zuge der Klage wird der sogenannte Kursdifferenzschaden eingefordert. Das ist das Kursminus, das sich unmittelbar aus der Veröffentlichung der Abgasmanipulationen ergeben hat. Es beträgt 61,80 Euro je VW-Vorzugsaktie und 56,20 Euro je Stammaktie.


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Kommentare

Besitze auch einen
Scoda Octavia Diesel.
Bin übrigens sehr zufrieden damit.

Bevor ich mitschuldig am Untergang eines
der größten deutschen Arbeitgeber werde,
verzichte ich lieber auf eine Schadensersatzklage.
Ich will kein Totengräber der deutschen Volkswirtschaft sein.

Im Übrigen ist mir die Luft gut genug.
Sie war in den Städten wohl noch nie besser als heute,
daran ändert auch das Diesel NO2 nichts.
Kenne die Luft noch aus den fünfziger und sechsziger Jahren, als man eine
erneute Wäsche machen musste, wenn es daraf mal ein paar Tropfen regnete.

Dieser stetige Alarmismus geht mir fürchterlich auf den Geist,
macht mich ganz krank.

Disclaimer

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