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ANALYSE/Warburg Research Südzucker-Rally ist zu weit gegangen - 'Verkaufen'

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.08.2016, 11:50  |  765   |  21   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Südzucker-Aktien haben ihr Potenzial nach dem Sprint der vergangenen Monaten laut dem Analysehaus Warburg Research mehr als ausgereizt. Die Rally erscheine übertrieben, schrieb Analyst Oliver Schwarz in einer Studie vom Freitag. Er strich sein "Hold"-Votum und stufte die Papiere auf "Sell" ab. Seit ihrem Zwischentief im Februar hatte sich der Wert der Papiere in der Spitze fast verdoppelt.

Das Kursziel hob Schwarz indes um 3 Euro auf 18,10 (Kurs 23,08) Euro an, nachdem er seine Erwartungen für den Umsatz sowie den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) teils deutlich nach oben geschraubt hatte. Nach dem jüngsten Anstieg der internationalen Zuckerpreise dürfte der MDax-Konzern bei den Verhandlungen über die jährlichen Verträge im Herbst höhere Preise erzielen. Davon sollte er im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 sowie auch 2017/18 profitieren, schrieb der Experte.

Bis zum Ende des dritten Geschäftsquartals 2017/18 dürften die Gewinnanstiege dann aber ein Ende finden. Das Auslaufen der EU-Zuckerquoten werde das Marktumfeld gründlich verändern. Da die Hersteller ihre Produktion ausbauen wollten, dürfte der Wettbewerb zunehmen. Zwar könnte das zu einer Marktkonsolidierung führen, doch die bräuchte Zeit. Zudem werde wohl auch das Wetterphänomen El Nino nach dessen Ende nicht mehr auf den Produzenten auf der Südhalbkugel lasten. Das steigende Zuckerangebot dürfte dann auf die internationalen Preise drücken.

Bei der Einstufung "Sell" rechnet Warburg Research auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Kursverlust./mis/das

Analysierendes Institut Warburg Research.

Der Analyst erwartet ein Kursziel von 12,25, was eine Steigerung von +4,46% zum aktuellen Kurs entspricht. Mit diesen Produkten können Sie die Kurserwartungen des Analysten übertreffen.
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Diskussion: Südzucker - lange gut gehalten - jetzt doch wieder billig
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21 Kommentare
Rating: Verkaufen
Analyst: Warburg Research
Kursziel: 18,10 Euro

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Kommentare

Wenn die Polen bei Südzucker mitreden wollen, dann sollen sie eben Südzucker Aktien kaufen, so wie die deutschen Rübenbauern das ja auch getan haben.
Nachdem die EU den Zuckermarkt aus der Zwangsverwaltung genommen hat, gelten nun mal auch bei Zucker Weltmarktbedingungen.
Polnische Rübenanbauer unzufrieden mit Südzucker-Bedingungen

In Polen ist zwischen Südzucker und den Zuckerrübenanbauern ein offener Streit um die Vertragsbedingungen zur Kampagne 2017/18 ausgebrochen, der mittlerweile auch die Politik beschäftigt. Der Verband der Polnischen Zuckerrübenanbauer hatte in der vergangenen Woche ein Rechtsgutachten vorgelegt, in dem die neuen Konditionen der polnischen Südzuckertochter als „nicht akzeptabel“ bezeichnet werden. Kritisiert wird insbesondere die Anpassung des Referenzgehaltes für Zucker, der statt bei den bisher üblichen 16 % nun bei 18 % angesetzt werden soll.

Bemängelt wird aber auch das Fehlen von Garantiepreisen sowie von Zahlungszielen, die für die letzte Rate bis zum Juni 2018 reichen sollen. Laut dem Anbauverband ergeben sich aufgrund der Südzuckervorgaben Rübenpreise von etwa 17 Euro/t, und zwar ohne Zuschläge und Nachzahlung, was jedoch als deutlich zu niedrig zurückgewiesen wird. Medienberichten zufolge können die Bauern aber oft nicht auf andere Rübenabnehmer ausweichen, da die Südzucker-Tochter der einzige Verarbeiter vor Ort ist.

Der Verband hat vor diesem Hintergrund Landwirtschaftsminister Krzysztof Jurgiel sowie den Nationalrat der polnischen Landwirtschaftskammern um Unterstützung bei den Vertragsverhandlungen gebeten. Der Präsident des Anbauverbandes, Krzysztof Nykiel, rief Jurgiel auf, Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellten, dass ein Gleichgewicht zwischen dem landwirtschaftlichen Erzeuger und dem Verarbeiter erhalten bleibe.

Quelle: Agrar Europe 07.02.2017
Hallo zusammen,

ich halte Aktien von Südzucker,
sowohl in meinem Privatdepot als auch in einem
meiner Wikifolios. Dies ist weder Kauf- noch Verkaufsempfehlung,
sondern dient der allgemeinen Information. Ich schreibe diesen
Zusatz ausschliesslich aus rechtlichen Gründen, da hier meine
Identität nachvollziehbar ist und ich dann eventuell
Offenlegungspflichten unterliege. Diesen möglichen
Offenlegungspflichten ist hiermit aus meiner Sicht
Genüge getan.

Weitere Aktien, die hier von mir angeschrieben
werden sind Cropenergies und Agrana:
Hier gilt Gleiches:
Auch in Bezug auf diese Aktien ist dieser
Kommentar weder Kauf- noch Verkaufsempfehlung,
sondern dient der allgemeinen Information.
Agrana halte ich aktuell nur in einem Wikifolio und nicht
in meinem Privatdepot.
Cropenergies halte ich sowohl in meinem Privatdepot,
als auch in mehreren meiner Wikifolios.

Jetzt zu Südzucker selbst:
Rein aus der Sicht der Ergebnisse für das
vollständig abgelaufene GJ 2015/2016
ist Südzucker sicherlich eher kein Kauf.
Die Zahlen zum abgelaufenen Q III
und damit der Ausblick auf das laufende GJ
stimmen da schon etwas freundlicher.

Positiv zu werten ist aus meiner Sicht, dass
Südzucker mit seiner aktuellen Bewertung an der
Börse nur etwas mehr als 10 % teurer ist
als das ausgewiesene Eigenkapital(Buchwert).
Schaut man mal ein wenig in die Vergangenheit,
so lässt sich beispielsweise aus den Zahlen
zum Geschäftsjar 2013/2014 erkennen,
dass das Unternehmen Südzucker
durchaus in der Lage ist, seine Kapitalkosten deutlich
zu schlagen.
Sollte dieses Ergebnis im Lauf der nächsten Jahre
wieder ungefähr erreicht werden können
(oder sogar gesteigert werden können),
kann Südzucker, ähnlich wie viele andere
Rohstoff- und Agrarrohstoffunternehmen,
noch deutlich teurer werden.

Ich denke, nach vielen Jahren
des breiten Niedergangs vieler Rohstoffpreise und
Agrarrohstoffpreise könnte nun eine Epoche
anbrechen, in der sich dieses Bild über Jahre
hinweg revidiert.
Aktuelle erscheint es mir so, als würde der Markt (die Börse)
ein wenig auf diese Veränderung spekulieren!?
Nicht nur bei der Südzucker AG.

Nun hat die Südzucker 2 interessante, börsennotierte Töchter,
namentlich Cropenergies und Agrana.
An beiden ist Südzucker auch beteiligt.
Im Fall der Cropenergies direkt mit aktuell
rund 69 %.
Und im Fall der Agrana direkt mit rund 6,5 %
und indirekt noch einmal mit rund 86,2 %
(über die Z&S Zucker und Stärke Holding AG,
an der Südzucker mit 50 % plus einer Stimme
beteiligt ist).

Für beide Unternehmen Cropenergies und Agrana
gilt aus meiner Sicht ähnliches wie auch bei Südzucker.
Rohstoffpreise und Agrarrohstoffpreise können weiter
steigen und das zu Grunde liegende Geschäft
erheblich attraktiver und renditesärker machen.

Bei Cropenergies halte ich nach meinem Unternehmensbewertungsmodell
die Unterbewertung bereits aktuell für eklatant.
Ich würde hier mal einen fairen Wert von um die 664 Millionen Euro
ausrufen wollen. Und zwar sofort! Ohne das Prinzip Hoffnung.

Bei Agrana könnte sich im Lauf diesen Jahres eine
Unterbewertung ergeben, wenn auch hier kolpoltiert
wird, dass Agranas Gewinn mal Richtung 130 Millionen Euro
gesteigert werden kann.
Darin steckt allerdings weit mehr das Prinzip Hoffnung
(ähnlich wie bei Südzucker) als bereits bei Cropenergies,
wo sich die Unterbewertung meiner Meinung nach
zügig abbauen könnte.

Käme es zu dem Anstieg der Tochterunternehmensaktien,
könnte auch Südzucker hier noch einmal über die
Erfassung der bilanziellen Werterhöhung zusätzlich profitieren.

In Summe erscheint Südzucker aus meiner Sicht also
ein aus Buchwertgesichtspunkten attraktives Unternehmen
mit Gewinnsteigerungen und weiterem Gewinnsteigerungspotenital,
dass sich aktuell im Agrarrohstoffmarkt an tendenziell steigenden
Preisen für Zucker erfreuen kann und Chancen besitzt,
seine Kapitalkosten in Zukunft wieder deutlich zu erwirtschaften,
was sich dann auch in steigenden Aktienkursen auswirken kann
und sollte.
2 Extrabonbons bleiben meiner Meinung nach die Chancen
auf attraktive Neubewertungen bei Agrana und Cropenergies,
die Südzucker noch zusätzlich beflügeln könnten.

Allen Investierten hier wünsche ich steigende Aktienkurse!

Gruß
... kennt man diese Aktie schon seit längerem.

Ergebnis 1. - 3. Quartal 2016/17:

Konzernumsatz liegt mit 4.905 (4.949) Mio. € im Minus
Operatives Konzernergebnis steigt kräftig auf 327 (198) Mio. €, überwiegend vom Segment Zucker getragen. Anstieg wegen besonders schlechtem Vorjahr

Segment Zucker:
• Umsatz: – 5 % auf 2.143 (2.264) Mio. €
• Operatives Ergebnis: 77 (-39) Mio. €
Segment Spezialitäten:
• Umsatz: + 1 % auf 1.372 (1.355) Mio. €
• Operatives Ergebnis: 133 (127) Mio. €
Segment CropEnergies:
• Umsatz: 507 (506) Mio. €
• Operatives Ergebnis: 60 (63) Mio. €
Segment Frucht:
• Umsatz: + 7 % auf 883 (824) Mio. €
• Operatives Ergebnis: 57 (47) Mio. €

Ausblick für das Gesamtjahr 2016/17

• Weiterhin Konzernumsatz von 6,4 bis 6,6 (2015/16: 6,4) Mrd. € erwartet.
• Steigendes operatives Ergebnis nunmehr in einer Bandbreite von 380 bis 410 (2015/16: 241) Mio. € erwartet. Das ist so etwa Durchschnitt; in guten Jahren wesentlich höher.

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