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GKV-Finanzierung Parität der Krankenkassen-Finanzierung ist „Kernfrage sozialer Gerechtigkeit“

17.08.2016, 10:24  |  2734   |   |   

Gestern berichtete wallstreet:online über das Problem der stetig steigenden Gesundheitskosten und der damit einhergehenden finanziellen Mehrbelastung für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen. Seit Abschaffung der paritätischen Finanzierung müssen die GKV-Versicherten die steigenden Kosten allein tragen, während der Betrag für die Arbeitgeber eingefroren wurde. Jüngsten Berechnungen zufolge soll sich der allein von den Versicherten zu tragende einkommensabhängige Zusatzbeitrag in einem Zeitraum von vier Jahren mehr als verdoppeln (mehr dazu hier). Die Arbeitgeber sind fein raus.

Rückkehr zur paritätischen Finanzierung gefordert

Doch das soll nicht so bleiben, wenn es nach der SPD geht. „Es ist ungerecht, dass die Arbeitnehmer jetzt alle Kostensteigerungen im Gesundheitswesen allein tragen müssen“, sagte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber sei eine „Kernfrage sozialer Gerechtigkeit“. Lauterbach ergänzt: „Die Belastung der Arbeitnehmer steigt jetzt doppelt so stark, weil sie auch den früheren Anteil der Arbeitgeber finanzieren.“ Der SPD-Gesundheitsexperte bekräftigte zugleich den Vorschlag zur Einführung einer Bürgerversicherung, durch die auch Beamte und Gutverdiener zur Finanzierung des Solidarsystems im Gesundheitswesen herangezogen würden. „Es kann nicht sein, dass nur die kleinen Leute solidarisch sind“, sagte er.
 

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