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Sportberichterstattung Pure Geldverschwendung - ARD und ZDF kaufen Sportrechte zu teuer und einseitig ein

25.08.2016, 16:14  |  963   |   |   

Nach der umfangreichen Berichterstattung zur Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen müssen ARD und ZDF massive Kritik einstecken. „Die Fußball- und Livesportübertragungen sind eine Geldverschwendung und gehören nicht zum Programmauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender. Im Vergleich zu anderen Inhalten geht es hier um die am teuersten produzierten Sendeminuten“, kritisierte Justus Haucap in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.).

Der Volkswirt ist Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Heine-Universität in Düsseldorf und hat im vergangenen Jahr mit zwei Kolleginnen ein Gutachten für eine radikale Reform der Rundfunkordnung verfasst. Haucap bemängelt, dass die Staatssender für die teuer gekauften Sportrechte eine Geschäftsbeziehung mit den Sportorganisationen eingehen und damit Verbandssysteme, die Anstand und gute Führung vermissen ließen, fördern würden.

Auch Tobias Schmid, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) moniert, dass ARD und ZDF „das Geld und die Sendezeit fast ausschließlich für massenattraktive Sportevents wie die Fußball-Champions-League oder die Bundesliga ausgeben, die genauso gut durch die Angebote der privaten Medienunternehmen übertragen werden können.“ Schmid fordert in der Zeitung, „das aktuelle Selbstverständnis der Kollegen in diesem Bereich der Auftragserfüllung zu überprüfen.“

Nach der öffentlichen Kritik an angeblich überzogenen Millionengagen für Fußballexperten wie den einstigen Bayern-Profi Mehmet Scholl kündigte die ARD gegenüber der „F.A.Z.“ interne Gespräche an: „Die Diskussion ist auf der Grundlage falscher Zahlen geführt worden“, sagte der ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Dennoch werden wir intern besprechen, wie wir damit in Zukunft umgehen werden, um den Spagat zwischen notwendiger Transparenz und Schutz des Persönlichkeitsrechts unserer Protagonisten zu schaffen.“
 

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