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Euro fondsxpress ETFs schlimmer als der Marxismus?

Gastautor: Jörn Kränicke
09.09.2016, 13:49  |  1660   |   |   

Wenn jeder nur noch in ETFs investiert, sei dies schlimmer als der Marxismus. Die Preisfindung bei Aktien werde außer Kraft gesetzt, bei den Kommunisten gab es zumindest einen zentralen Planer. So lautet grob gesagt die These von Inigo Fraser-Jenkin, der als Stratege bei Sanford C. Bernstein & Co arbeitet. Seine Studie trägt einen fulminanten Titel: „The Silent Road to Serfdom: Why Passive Investing Is Worse Than Marxism“. Der Titel erinnert an die berühmte Schrift „The Road to Serfdom“, die Friedrich von Hayek während des Zweiten Weltkrieges verfasste. Klar, in ETFs fließt immer Geld. Aber sollten die Aktienkurse dadurch ineffizienter werden, eröffnet dies Chancen für aktive Manager. Zudem können Anleger zwischen Indizes wählen. Ein Quality-Index enthält andere Werte als ein Value-Index. Dennoch gut, dass Fraser-Jenkin seine Studie schrieb. Eine gekonnte Provokation belebt die Diskussion und schärft die Argumente beider Seiten. Soll man in russische Aktien investieren? Auch das ist strittig. Gründe dagegen gibt es genug. Die russische Wirtschaft schrumpft, Putin verschreckt den Westen. Im Interview lesen Sie eine Pro-Stimme zu Russland. Unstrittiger ist Australien. Lesen Sie dazu unser ETF-Portrait auf Seite 4.

Ein ruhiges Wochenende wünscht,
Ralf Ferken, Redakteur von €uro fondsxpress
 
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