DAX-0,41 % EUR/USD0,00 % Gold+1,24 % Öl (Brent)0,00 %

ETF Securities – Wöchentlicher Rohstoffüberblick Wenn die Fed mit sanfter Stimme spricht, kaufen Anleger Gold und US-Dollar

Nachrichtenquelle: ETF Securities
28.09.2016, 12:02  |  848   |   |   

Die Zuflüsse in Gold-ETPs (A0LP78) erholen sich im Umfang von 15,6 Mio. USD, da der Markt hinsichtlich der Zinsanhebung im Dezember nach wie vor skeptisch ist. Obwohl die Entscheidung des Offenmarktausschusses, keine Veränderung vorzunehmen, weitgehend erwartet wurde, bleibt der Markt skeptisch. Seinen Niederschlag findet dies in den Kursen, in denen eine Zinsanhebung bis Jahresende 2016 lediglich mit 59%iger Wahrscheinlichkeit eingepreist ist. „Auf die Goldpreise wirkt sich die Unsicherheit über die künftige US-Geldpolitik aufgrund des schwächeren US-Dollar stützend aus. Die mehrdeutigen Bemerkungen über das Ergebnis der Sitzung haben den Markt offenbar etwas verwirrt. Einerseits deutete die Fed-Vorsitzende Yellen darauf an, dass die Argumente für eine straffere Politik an Überzeugungskraft gewonnen haben, andererseits war die Sprachwahl ihrer Erklärung moderat“, sagt Jan-Hendrik Hein, Associate Director – Head of German Speaking Regions. Außerdem sprachen sich gleich drei Entscheidungsträger in Abweichung von der Mehrheitsmeinung für eine Anhebung der Zinsen aus, obwohl die Fed die Wirtschaftsprognosen, das BIP und die Inflation, abwärts korrigierte. Das Dotplot-Diagramm deutet eine Zinsanhebung für 2016 an, und dennoch bleibt Gold (A0N62G) gefragt. Je näher die Dezember-Sitzung rückt, desto genauer wird der Markt den Entscheidungsträgern in den Notenbanken zuhören, um Klarheit zu gewinnen – jedenfalls solange sich die Fed uneinig zu sein scheint. 

Die Anleger reduzieren ihre GBP-Short-ETPs mit dem höchsten Tempo seit einem Monat, da das Pfund von Jahrestief zu Jahrestief fällt. Die Stimmung verändert sich allmählich zugunsten des Pfunds, da die Anleger optimistischer werden und ihre Positionen in Short-GBP-ETPs um 11,1 Mio. USD kürzten, als das Pfund auf den Tiefständen schloss, die es im Zuge des EU-Referendums erreichte. „Obwohl wir kurzfristig keinen Katalysator für eine starke Aufwärtsbewegung des Pfund sehen, meinen wir, dass mittlerweile alle schlechten Nachrichten eingepreist sind“, so Hein.

Der Ausblick des US-Dollar ist uneinheitlich, da Geld sowohl in Short- als auch in Long-USD-ETPs fließt. „Yellens moderater Ton auf der Sitzung in der letzten Woche sorgte auf den Markt für eine Überraschung, die zum Abbau der optimistischen USD-Positionen führte“, kommentiert Hein. Aber nicht nur in Short-USD-ETPs flossen 1,1 Mio. USD – zum zweiten Mal hintereinander –, sondern auch Long-USD-ETPs (A1EK0V) verzeichneten Zuflüsse, und zwar in Höhe von 2,8 Mio. USD. „Wir rechnen im vierten Quartal bis 2017 mit einer Aufwärtsbewegung des US-Dollar, die bis zur oberen Begrenzung der Handelsspanne reichen könnte, da die Fed feststellen wird, dass ihre Geldpolitik aggressiver sein muss, als es das aktuelle Dotplot-Diagramm anzeigt“, so Hein weiter.

Die globalen Unternehmensanleihe-ETPs verzeichneten mit insgesamt 11,4 Mio USD die höchsten Zuflüsse seit ihrer Auflegung. Die quantitativen Lockerungsmaßnahmen der Notenbanken sorgen weiter dafür, dass die Renditen der Staatsanleihen negativ bleiben. Infolge dessen dürfte der Abwärtsdruck auf die Renditen hochverzinslicher Anleihen außerhalb der USA bestehen bleiben, da die Portfolios auf der Renditejagd in die risikoreicheren Vermögenswerte des Festzinsuniversums umschichten.

Wichtige Ereignisse in der nächsten Woche. In der Eurozone und Japan steht in dieser Woche die Verbraucherinflation auf dem Wirtschaftskalender. Zugleich werden die Anleger den Vertretern der Notenbanken zuhören, da sie auf Klarheit über den künftigen Pfad der Geldpolitik hoffen. Gouverneur Kuroda von der Bank of Japan macht in dieser Woche den Anfang, das Protokoll der BOJ-Sitzung folgt am Dienstag, und EZB-Präsident Draghi spricht sogar zweimal – neben der Fed-Vorsitzenden Yellen und verschiedenen anderen Vertretern der Fed.

 

Der Spar-Tarif für Ihr comdirect Depot!

Sparen Sie sich teure Ausgabeaufschläge und Gebühren: Eröffnen Sie Ihr Depot über FondsDiscount.de und Sie profitieren von dem günstigen Tarifmodell. Sie haben bereits ein Depot bei der comdirect? Kein Problem. Ein einfacher Vermittlerwechsel genügt und der Spar-Tarif wird automatisch hinterlegt.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Jetzt Fonds ohne Ausgabeaufschlag handeln und dauerhaft Depotgebühren bei comdirect sparen!

  • über 13.000 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag
  • kostenlose Depotführung
  • über 450 Fonds für Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag
  • Sonderkonditionen für Transaktionen

Sie haben bereits ein Depot bei comdirect?

Kein Problem. Ein einfacher kostenloser Vermittlerwechsel genügt und Sie können auch von den günstigen Konditionen profitieren.