Prof. Markolf Niemz im Interview "Licht speichert menschliche Erfahrung"

Nachrichtenquelle: Pressetext (PM)
26.10.2016, 06:45  |  3462   |   |   

Zürich (pts001/26.10.2016/06:45) - Markolf Niemz, Physiker und Professor für Medizintechnik an der Universität Heidelberg, findet mit Hilfe der Lichtgeschwindigkeit Antworten auf die grossen Fragen des Lebens. Prof. Markolf Niemz ist Referent am Spiraldynamik® Kongress 12. Nov. 2016 in Zürich.

Sie behaupten keck "Gott würfelt und gewinnt" - dies im Gegensatz zu Albert Einsteins berühmter Aussage "Gott würfelt nicht"?
Markolf Niemz (NM): "Die Evolutionslehre besagt, das Leben ist ein Spiel mit Gesetzen (Genetik) und Zufällen (Mutationen). Erst die Kombination von Gesetz und Zufall erklärt die Vielfalt der Arten - bis hin zum Menschen. Dieser ist keine Sonderanfertigung Gottes, sondern ein Geschöpf Gottes wie jedes andere auch. Molekulargenetische Untersuchungen beispielsweise zeigen über 99 Prozent genetische Übereinstimmung zwischen Mensch und Schimpanse.

Sie bekennen sich als Naturwissenschaftler zur Evolutionstheorie und bezeichnen sich gleichzeitig als tiefgläubigen Menschen. Wie passt das zusammen?
NM: So viel Ordnung, wie uns die Naturgesetze täglich vor Augen führen, lässt sich niemals durch Zufall allein erklären. Ich bestaune das Wunderbare und bewundere das Erstaunliche - die Perfektion im Schneekristall, die Harmonie von Galaxien, die Entstehung neuen Lebens und seine Vollendung im Tod. Angesichts der Unermesslichkeit des Universums bin ich von etwas Tieferem ergriffen - jenseits von aller menschlichen Religion. Das Wunder der Natur ist ihre Kreativität und Lebendigkeit. Und dieses Kreative, Lebendige ist Gott.

Das Phänomen Licht fasziniert Sie besonders?
NM: Richtig! Licht hat mich schon immer fasziniert. Fast alle Formen von Bewegung sind relativ. Eine Naturkonstante im uns bekannten Universum ist jedoch die Lichtgeschwindigkeit. Licht ist eine physikalische Realität, messbar. Gleichzeitig besitzt Licht eine mystische Qualität, erlebbar. Licht kann je nach Versuchsanordnung mal Wellencharakter mal Teilchencharakter aufweisen. Für das Licht gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft, im Licht ist alles gleichzeitig präsent - und nicht nacheinander. Im Licht geschieht alles hier und jetzt, in ein und demselben Augenblick.

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