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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (23. September 2016)
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Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (23. September 2016)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
23.09.2016, 00:00  |  57   |   |   

Ein berühmtes Bonmot aus Giuseppe Tomasi di Lampedusas Roman „Der Gattopardo“ könnte sich – mit umgekehrten Vorzeichen – auch auf die Zentralbanken beziehen, meint Igor de Maack in seinem aktuellen Kommentar zu den Märkten.

​„Wenn wir wollen, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind, dann werden sie sich ändern müssen.“ Dieses berühmte Bonmot, das Giuseppe Tomasi di Lampedusa in seinem Roman „Der Gattopardo“ Tancredi, dem Neffen des Fürsten von Salina, in den Mund legt, könnte sich – mit umgekehrten Vorzeichen – auch auf die Zentralbanken und all jene beziehen, die ihnen nach dem Wort reden.

Denn die Zentralbanken möchten ihre Geldpolitik zwar vorgeblich ändern, tun sich jedoch schwer damit, sie tatsächlich wieder in normalere Bahnen zu lenken. So haben sich die japanische Notenbank und die Fed bei ihren jüngsten Sitzungen letztlich dazu entschieden, auf Zeit zu spielen, was erneut zu einer technischen Erholung an den europäischen Aktienmärkten geführt hat. Ob man sich deshalb aber über die auf unbestimmte Zeit niedrigen Zinsen und das gegenüber vergangenen Zyklen schwächere Weltwirtschaftswachstum freuen sollte? Die Antwort lautet nein. Die Geldpolitik ist an dem Punkt angelangt, an dem sie keinen weiteren Nutzen mehr verspricht, da sie nur noch dafür da zu sein scheint, die Anleger zu beruhigen. Letztere setzen zunehmend auf Anleihen, um ihre krankhafte Angst vor einem bevorstehenden Weltuntergang zu besiegen.

In den Vereinigten Staaten könnten zwar die kurzfristigen Zinsen anziehen (übrigens auch in diesem Jahr wieder im Dezember, wie schon 2015). Damit ist aber noch lange nicht gesagt, dass die Zinskurve wieder steiler verlaufen wird. Europäische Aktien werden von den Anlegern nach wie vor abgestoßen, wobei in der vergangenen Woche jedoch ‚nur‘ 1,8 Mia. US-Dollar aus Europa abgezogen wurden. In der Vorwoche waren es noch 2,5 Mia. US-Dollar gewesen. Noch immer liegen zahlreiche politische Hürden vor uns, und auch die vielen hehren Worte der politischen Lenker haben es bislang noch nicht vermocht, die Unsicherheit in Luft aufzulösen.

Einmal mehr könnten die Wahltermine und die ihnen vorausgehenden warnenden Kommentare Einstiegschancen eröffnen, denn wie bereits im Februar oder anlässlich des Brexit-Votums im Juni bieten sich in Zeiten von Stressspitzen und volatilen Bewegungen stets günstige Gelegenheiten für den Rückkauf europäischer Aktien zu einem attraktiven Preis.

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