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GE erzielt Übereinkunft zur Übernahme eines Anteils von 75 Prozent an deutscher Concept Laser GmbH

Nachrichtenquelle: Business Wire (dt.)
28.10.2016, 14:11  |  691   |   |   

GE (NYSE: GE), das weltweit führende digitale Industrieunternehmen, hat eine Übereinkunft zur Übernahme eines Anteils von 75 Prozent an der Concept Laser GmbH für 599 Millionen US-Dollar (549 Millionen Euro) erzielt. Gemäß der Übereinkunft kann GE das Unternehmen in einigen Jahren komplett übernehmen.

Das privat geführte Unternehmen Concept Laser beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter. Es hat seinen Sitz in Lichtenfels, Deutschland und betreibt signifikante Geschäftstätigkeiten in den USA (Grapevine, Texas) und China sowie ein weltweites Netzwerk aus mehr als 35 Vertriebshändlern und Agenten. Concept Laser ist einer der Pioniere im Bereich der additiven Metallfertigung.

Concept Laser konzipiert und fertigt Maschinen für die pulverbettbasierte additive Laserfertigung. Der Kundenstamm des Unternehmens konzentriert sich auf die Branchen Luftfahrt, Medizin- und Zahntechnik. Dazu kommt eine bedeutende Präsenz in den Bereichen Automobile und Schmuck. Zum Angebot von Maschinen von Concept Laser gehören die größten ebenso wie die kleinsten momentan auf dem Markt verfügbaren Bauteilgrößen. Sie sind in der Lage, verschiedene Pulvermaterialien wie Titan, Nickelbasis, Kobalt-Chrom und wertvolle Metalllegierungen sowie für Heißarbeiten geeignete, hochwertige Stähle und Aluminium zu verarbeiten.

„Frank Herzog, der Gründer von Concept Laser, und sein Team sind wahre Pioniere der Metallschmelztechnologie mit Lasern”, sagte David Joyce, Vice Chairman und Präsident von GE und CEO von GE Aviation. „Wir setzen uns für die Aufwertung der Technologien und Produktangebote von Concept Laser für einen gut etablierten Kundenstamm ein.”

Frank Herzog sagte dazu: „GE hat die gleiche Vision für das Potential der additiven Fertigung wie wir, bei der digitalen Transformation der industriellen Produktion führend zu sein. Es freut uns, dass wir die Entwicklung dieser Technologie gemeinsam zugunsten unserer Kunden beschleunigen können. Wir werden demnächst einige spannende neue Produktangebote auf den Markt bringen, darunter unsere innovativen modularen Konzepte unter dem Namen AM Factory of Tomorrow, und mit der Unterstützung von GE werden wir im Zentrum der Industrie 4.0 stehen.”

Herzog wird CEO von Concept Laser bleiben und außerdem eine leitende Führungsposition bei GE übernehmen.

Um das Wachstumspotential des Unternehmens zu unterstützen, hat sich GE verpflichtet, in bedeutendem Maß in Lichtenfels zu investieren. Der Standort wird weiterhin Firmensitz von Concept Laser sein und zu einem neuen Zentrum für GE in Deutschland werden. GE wird die Unternehmensleitung und die Mitarbeiter von Concept Laser beibehalten. Außerdem wird die enge Partnerschaft, die zwischen Concept Laser und Hofmann Tool Manufacturing besteht, weitergehen.

Concept Laser schafft die Voraussetzungen dafür, dass GE Ausrüstung für die additive Fertigung in mehreren Branchen verkaufen kann. Herr und Frau Herzog haben Concept Laser im Jahr 2000 gegründet und 2001 die erste Maschine für die additive Metallfertigung auf den Markt gebracht. In den letzten 16 Jahren hat Concept Laser die Technologie mit seinem patentierten LaserCUSING® -Verfahren industrialisiert und bleibt damit an der Spitze der Branche.

Concept Laser verfügt über ein umfassendes Produktangebot, das von kleinen Maschinen bis hin zu der Maschine mit der weltweit größten Bauteilgröße reicht. Die Maschinen des Unternehmens mit Multi-Laser-Technologie zählen zu den schnellsten und qualitativ hochwertigsten Laser-Schmelzmaschinen der Welt. Concept Laser hat in den letzten Jahren mehrere Preise für Exzellenz in der Innovation gewonnen und investiert weiterhin stark in kundenzentrierte Technologien, darunter die Echtzeitüberwachung des Verfahrens über das Angebot QMmeltpool des Unternehmens. Auf der bald stattfindenden Fachmesse Formnext wird Concept Laser den Verkaufsstart des neuen Maschinenkonzepts mit komplett modularer Maschinentechnologie zusammen mit dem Angebot der AM Factory of Tomorrow in Serienproduktion ankündigen.

„Maschinen von Concept Laser werden von führenden Herstellern von Komponenten für Luftfahrt, Medizin- und Zahntechnik in Serienproduktion ebenso wie für Prototypen und Kondtruktiondesign genutzt. Wir kommen gerade an einen Wendepunkt bei der Nachfrage, da die Kunden ein immer besseres Verständnis der Möglichkeiten haben, die die additive Fertigung mit sich bringt, und weil die Technologie sich so weiterentwickelt, dass diese Möglichkeiten auch umgesetzt werden können. Angesichts der umfassenderen Investition von GE in die additive Fertigung gehen wir davon aus, dass dieser Prozess sich nur noch weiter beschleunigen wird”, sagte Herzog.

Bei der additiven Fertigung (auch als 3D-Druck bekannt) werden digitale Entwürfe mit Software für rechnerunterstütztes Konstruieren (Computer Aided Design, CAD) erstellt und horizontale Querprofile aufgestellt, um ein Teil zu fertigen. Additive Komponenten sind meist leichter und haltbarer als herkömmliche, geschmiedete Teile, da dafür weniger Schweißarbeiten und maschinelle Bearbeitung erforderlich sind. Weil additive Teile im Prinzip von Anfang an „wachsen”, entsteht damit viel weniger Schrottmaterial. Da die Einschränkungen der herkömmlichen Fertigung wegfallen, werden die Konstruktionsdesignmöglichkeiten für Ingenieure mit additiver Fertigung drastisch erweitert.

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