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Zu hohe Verluste Schärfere Regeln für CFD-Anbieter: CMC Markets und IG Group im freien Fall

06.12.2016, 14:13  |  4877   |   |   

CDF-Handel ist mit extrem hohen Risiken verbunden, ganze 82 Prozent der Trader fahren dabei regelmäßig Verluste ein. Die britische Finanzaufsicht will daher strengere Regeln in Bezug auf die Aufklärung von Privatkunden walten lassen. Die Kurse der börsennotierten CFD-Anbieter brachen um bis zu 30 Prozent ein. 

Die Komplexität und Unsicherheit von CFDs (contracts for difference; zu Deutsch: Differenzkontrakte) sollte niemals unterschätzt werden. Wer über die Automatismen der jeweiligen Hebelwirkung und den zusätzlichen Währungsschwankungen nicht genauestens im Bilde ist, der kann sich an diesem Finanzinstrument schnell die Finger verbrennen.

Nicht ohne Grund hat eine Analyse der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) zuletzt ergeben, dass 82 Prozent aller Kunden von CFD-Anbietern unterm Strich Geld verlieren. Mit strengeren Regeln will sie dem Problem möglichst bald entgegenwirken.

Die Vorschläge beinhalten unter anderem eine verpflichtende Warnung über die möglichen Risiken sowie eine Offenlegung von Gewinn-Verlust-Rechnungen der einzelnen Kundenkonten. Damit sollen auch Laien die Performance der Derivate besser nachvollziehen können. Außerdem soll der Hebelfaktor für Kunden, die weniger als 12 Monate aktive Trading-Erfahrung haben, auf 25 begrenzt werden. Für den Rest gilt dann ein Hebel-Maximum von 50. Zusätzlich dürfen Neukunden nicht mehr mit Bonusprogrammen oder sonstigen Benefits angelockt werden. 

"Wir haben ernsthafte Sorgen, dass eine wachsende Zahl von Privatkunden mit CFDs handelt, ohne dass sie über ausreichendes Wissen zu den damit verbundenen Risken verfügen. Im Ergebnis können dadurch schnelle, große und unerwartete Verluste entstehen", kommentierte Christopher Woolard, Executive Director bei der FCA für Strategie und Wettbewerb die entsprechende Pressemitteilung. "Wir führen die schärferen CFD-Regeln ein, damit der Sektor die identifizierten Mängel angeht und damit Firmen sicherstellen, dass ihre Kunden über die hohen Risiken bei den komplexen Produkten Bescheid wissen."

Bis es soweit ist, muss der Regelkatalog aber erstmal geprüft und ausgewertet werden. Die FCA rechnet mit einem endgültigen Beschluss im Frühjahr 2017.

Börsennotierten CFD-Anbietern, wie CMC Markets oder der IG Group Holdings hat der Vorschlag aber jetzt schon massiv zugesetzt. An der Börse Frankfurt verlor IG über 30 Prozent, in München brach CMC um über 25 Prozent ein. 

IG Group Holdings - 1-Monats-Chart


CMC Markets - 1-Monats-Chart

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Kommentare

Zitat von s.salomones mag sein, dass die CFD-Anbieter einen schlechten Ruf genießen - die einen zu Recht, die anderen zu Unrecht - letztlich handelt der Kunde stets gegen den Broker. Nur: gerade CFDs eignen sich für einen halbwegs disziplinierten Anfänger, da er hier mit sehr kleinen Beträgen üben kann - und lernt, wie er sich bei Verlusten, entgangenen Gewinnen, Gewinnen etc. verhält und welche Trading-Strategie zu ihm am besten passt. Dies ist allerdings in der Regel ein Lernprozess, der auch gern ein paar Jahre anhalten darf - bis denn auch die mentalen Grundlagen zum langfristigen Erfolg gelegt sind. Das dies nicht einfach ist, zeigen die Statistiken, die sich in den vergangenen Jahren nicht wirklich verändert haben. Schon vor 20 Jahren war bekannt, dass über 80% der Trader - und nicht nur der privaten Trader - am Markt verlieren. Damit ist es sinnvoller, mal 500,- Euro zu verbrennen mit sehr kleinen Positionen - als gleich 50.000,- mit Futures oder größeren Positionen mit Optionsscheinen oder anderen Derivaten. Das Problem für einen Anfänger ist es in der Regel, siegesgewiss sich in den Markt zu stürzen und eben mit Omas Erbe anzufangen - so wird aus einem "Vermögen" meist ein kleineres "Vermögen". Meine Empfehlung als Coach lautet stets: lieber mit Taschengeld üben - nochmals mit Taschengeld üben und erst dann auf Futures und größere Positionen wechseln, wenn einerseits eine Trading-Strategie vorliegt, die zur Persönlichkeit passt und andererseits auch die mentale Bereitschaft zur Disziplin vorliegt, diese Strategie umzusetzen.




Sicherlich gibt es böse und weniger böse Broker, die weniger Bösen gehen normalerweise sofort eine Gegenposition ein, wenn man eine Order aufgibt, aber... dies ist aus Sicherheitsgründen auch nachzuvollziehen. CFD s sind nunmal Instrumente hinter denen nichts steht. somit können sie
auch missbräuchlich verwendet werden. mal ehrlich, um eine Broker 3 Lizens zu bekommen
ist kein Professor nötig. Mit Fleiss kann hier in Deutschland jeder eine Brokerprüfung über eine
andere Ausbildung machen, und seinen "Dreck" den Kunden anbieten (von binären Optionen ganz zu schweigen).
Wieviele sind Pleite gegangen die letzten Jahre, oder mit dem Geld der Kunden einfach auf irgendeine Bananeninsel verschwunden, Haftbar machen? so gut wie ausgeschlossen.

sicher, man kann mit CFDs üben, 0,01 lot usw. ABER wie verhält sich die Psyche beim Umstieg
auf 5 lot wenn das "Training" erfolgreich war. Es wird immer BLitzcandles geben, wos mal 50- 100 Pips in sekunden rauf oder runterrauscht. und wenn dann ein Greenhorn mit einer minixdax Position drinhockt, klappt der Kreislauf zusammen. Kennen wir doch alle von damals.

CFDs werden als 'Anfangswerzeug angepriesen, ich finde aber die sollten erst zum Schluss ihren Einsatz finden. Davor eher langfristig, Aktien, oder auch ETFs, im weitesten Sinne auch klassiche OTM Calls oder Puts. Aber direkt CFDs? und am besten auch noch Scalpen, nein, das ist das Pferd von hinten aufgezäumt.


Mein Fazit, weg mit CFDs, die Börse ist ja dafür. dann einfuhr eine mini1 futures 1 lot basis, 5 & 25 Haben wir ja schon. und alle sind zufrieden.
es mag sein, dass die CFD-Anbieter einen schlechten Ruf genießen - die einen zu Recht, die anderen zu Unrecht - letztlich handelt der Kunde stets gegen den Broker. Nur: gerade CFDs eignen sich für einen halbwegs disziplinierten Anfänger, da er hier mit sehr kleinen Beträgen üben kann - und lernt, wie er sich bei Verlusten, entgangenen Gewinnen, Gewinnen etc. verhält und welche Trading-Strategie zu ihm am besten passt. Dies ist allerdings in der Regel ein Lernprozess, der auch gern ein paar Jahre anhalten darf - bis denn auch die mentalen Grundlagen zum langfristigen Erfolg gelegt sind. Das dies nicht einfach ist, zeigen die Statistiken, die sich in den vergangenen Jahren nicht wirklich verändert haben. Schon vor 20 Jahren war bekannt, dass über 80% der Trader - und nicht nur der privaten Trader - am Markt verlieren. Damit ist es sinnvoller, mal 500,- Euro zu verbrennen mit sehr kleinen Positionen - als gleich 50.000,- mit Futures oder größeren Positionen mit Optionsscheinen oder anderen Derivaten. Das Problem für einen Anfänger ist es in der Regel, siegesgewiss sich in den Markt zu stürzen und eben mit Omas Erbe anzufangen - so wird aus einem "Vermögen" meist ein kleineres "Vermögen". Meine Empfehlung als Coach lautet stets: lieber mit Taschengeld üben - nochmals mit Taschengeld üben und erst dann auf Futures und größere Positionen wechseln, wenn einerseits eine Trading-Strategie vorliegt, die zur Persönlichkeit passt und andererseits auch die mentale Bereitschaft zur Disziplin vorliegt, diese Strategie umzusetzen.
Zitat von Abfischerganz ehrlich, finde ich gut das diese Bu**buden nun bald verschwinden werden, und nur noch solidere Broker am Markt sein werden. mit CFDs wurde die letzten Jahre soviel schindluder getrieben, das Trading ziemlich in Verruf geraten ist.
Zumal jeder CFD Kiosk seine Kurse selber macht...oo

Wer jahrelang mit Optionen / Futures gehandelt hat, sollte CFDs auch weiterhin verwenden dürfen, sind nunmal besser zu stückeln,; aber Newcomer? Finger WEG. das kann nur schiefgehen.



nur noch solidere Broker am Markt sein werden

Wo gibt es die denn, sind doch alles .........
ganz ehrlich, finde ich gut das diese Bu**buden nun bald verschwinden werden, und nur noch solidere Broker am Markt sein werden. mit CFDs wurde die letzten Jahre soviel schindluder getrieben, das Trading ziemlich in Verruf geraten ist.
Zumal jeder CFD Kiosk seine Kurse selber macht...oo

Wer jahrelang mit Optionen / Futures gehandelt hat, sollte CFDs auch weiterhin verwenden dürfen, sind nunmal besser zu stückeln,; aber Newcomer? Finger WEG. das kann nur schiefgehen.

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