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Berater Was Aktienfonds wirklich bringen

14.12.2016, 11:27  |  920   |   |   

Das Auf und Ab der Märkte in diesem Jahr hat viele Anleger verunsichert. Dabei werden Alternativen zum Sparkonto in Zeiten niedriger Zinsen immer wichtiger. Dass langfristig orientierte Anleger mit Fonds in der Vergangenheit kaum etwas falsch machen konnten, zeigt eine aktuelle Auswertung des BVI.

Per 31. Oktober 2016 verlieren Anleger mit Aktienfonds Deutschland im laufenden Jahr zwar 2,8 Prozent, wer aber zehn Jahre Geduld hatte, wird mit einem Plus von 58,7 Prozent belohnt. Per anno macht das 4,7 Prozent. Mehr Rendite in zehn Jahren schafft keine andere Fondskategorie der BVI-Auswertung. Lediglich Rentenfonds Euro Langläufer kommen mit 55,2 Prozent in zehn Jahren nah dran. Mischfonds können im laufenden Jahr gut abschneiden, müssen sich langfristig jedoch auch Aktienfonds Deutschland geschlagen geben.

Quelle: BVI

Noch mehr können Anleger rausholen, wenn Sie über einen bestimmt Zeitraum regelmäßig Geld in Fonds einzahlen. Hätte beispielsweise ein Sparer über zehn Jahre bis zum 30. September 2016 jeden Monat 100 Euro in Aktienfonds Deutschland investiert, dann könnte er oder sie sich heute über eine jährliche Rendite von sechs Prozent freuen. Aus 12.000 Euro werden dann mal eben 16.349 Euro. Denselben Effekt hat ein Sparplan auf Aktienfonds global. Aktienfonds Europa bringen Anlegern im selben Zeitraum eine jährliche Rendite von 4,6 Prozent. Während keine Fondskategorie in der Auswertung über einen Zeitraum von zehn oder mehr Jahren ein negatives Ergebnis erzielt, zeigt sich vor allem eins: Anleger waren mit Aktienfonds Deutschland bisher gut beraten.

Besonders erfolgreich in den vergangenen zehn Jahren war der DWS Deutschland LC (ISIN: DE0008490962). 148 Prozent, also 9,1 Prozent p.a., erzielte der Fonds zum 30. November 2016. Das 5,7 Milliarden Euro große Fondsvermögen wird vor allem in deutsche DAX-Werte, aber auch in ausgewählte Small- und Mid-Caps investiert. Im laufenden Jahr gibt es immerhin ein Plus von 0,4 Prozent. Auch der Baring German Growth Trust (ISIN: GB0008192063) kann sich mit einem Plus von 93,8 Prozent (6,8 Prozent p.a.) in zehn Jahren sehen lassen. Das Fondsvermögen in Höhe von 485,4 Millionen Euro wird größtenteils in Aktien von Unternehmen investiert, die an den deutschen Wertpapiermärkten notiert sind, ihren Sitz in Deutschland haben oder den überwiegenden Teil ihrer wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland ausüben. 2016 steht jedoch noch ein Minus von rund drei Prozent zu Buche.

Mit einem passiven Fonds, wie beispielsweise dem iShares Core DAX (ISIN: DE0005933931) hätten Anleger in zehn Jahren dagegen lediglich ein Plus von 62,1 Prozent (4,95 Prozent p.a.) erzielt. Derzeit ist der Fonds rund 7,6 Milliarden Euro schwer.

https://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Statistik/2016_09_30_Sparplan ...

(TL)



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