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Ist Gold der neue Feind der Aktien? - Seite 3

Gastautor: Daniel Saurenz
22.12.2016, 07:00  |  1936   |   |   

Insofern ist eine Bodenbildung und sogar eine baldige „Neuentdeckung“ des Sektors wahrscheinlich. Denn immerhin ist es völlig normal für die launische Börse und jeden Sektor, dass die Kurse zwischen den extremen Marktzuständen hin- und her pendeln. Noch ist es wahrscheinlich zu früh für Engagements im Sektor – aber aus antizyklischen Gesichtspunkten wird die Sache allmählich richtig interessant.

Goldminen weiter unter Druck

Nun wurden die Zinsen also gestern doch ein wenig gestrafft. Merkwürdigerweise reagieren die Händler bezogen auf den Minensektor sehr überrascht und hämmern die Kurse nach unten – obwohl der Zinsschritt keine Überraschung ist. Dahinter verbirgt sich wahrscheinlich die alte Überlegung, dass steigende Zinsen Gift für die Edelmetalle sind. Statistisch ist dies zwar nicht belegt, aber im Augenblick ist es anscheinend ausreichend, sich an die alten Gewohnheiten der Menschen zu erinnern. Denn diese ändern sich bekanntlich nur sehr langsam.

Quelle: stockcharts.com

Sehr deutlich zeigt Ihnen der besonnene P & F Chart den im August(Ziffer 8) aufgenommenen Abwärtstrend. Beschleunigt wurde die Abwärtsbewegung durch den Wahlsieg von D. Trump und der dann plötzlich rasant steigenden Aktienkurse. Derzeit sind also die positiven Aktienkurse ganz eindeutig der Feind des Goldes. Trotzdem versuchen die Goldminen nun bei etwa 170 einen Boden auszubilden. Genau hier befindet sich auch eine charttechnische Unterstützung in Form des April –Tiefs.

Beachten Sie also in den nächsten Tagen gut, ob dieses Niveau verteidigt wird. Falls ja, würden wir derzeit eine sehr gute Einstiegsgelegenheit erleben. Denn auch von innen her ist der Sektor stark überverkauft. Mittlerweile notieren nur noch etwa 20 % der Goldaktien des Sektors auf einem Kaufsignal. Auch hier gehe ich davon aus, dass wir schon bald eine antizyklische Einstiegsgelegenheit erleben werden.

DAX: erstes Kursziel fast erreicht

Deutlich zeigt der P & F Chart, der über keine traditionelle Zeitachse verfügt und sich nur nach Kursveränderungen nach rechts hin verschiebt, den sehr dynamischen Ausbruch des DAX. Die Breite des Seitwärtstrends und die hohe Anzahl der sich abwechselnden X-und 0-Spalten deuten auf einen hohen „Punch“ der laufenden Kursbewegung. Das erste Kursziel können wir bei etwa 11.400 vermuten, in etwa also dem Zwischenhoch aus dem Herbst 2015.

Quelle: stockcharts.com

Wegen der hohen Durchschlagskraft der Formation und der günstigen Jahreszeit kann ich mir aber vorstellen, dass wir in den kommenden Wochen oder Monaten auch die runde und psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten testen werden. Aber Achtung, diese Kursziele müssen natürlich nicht zwangsläufig ohne Konsolidierungen und Rückschläge erreicht werden, obwohl sie eine hohe und fast magische Anziehungskraft aufweisen. Vorher müssen wir aber mit einer Konsolidierung rechnen, da die aktuelle Kursbewegung schon sehr „reif“ ist. Kritisch für uns Anleger wird es aber erst, falls wir unterhalb die neue Unterstützung bei 10.800 und damit in den alten Seitwärtstrend fallen sollten.

Viel Erfolg bei Ihren Anlagen und einige ruhige Adventstage wünscht Ihnen Ihr

Klaus Buhl

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Ist Gold der neue Feind der Aktien? - Seite 3 Nach der FED-Sitzung deutet sich ein Ausatmen der globalen Märkte an, die nach der Rallye doch ein wenig überhitzt sind. Der DAX hat sein erstes und schnelles Kursziel nach dem Ausbruch aus dem Seitwärtstrend praktisch erreicht. Die Goldminen …

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