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Marktkommentar: Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (22. Dezember 2016)
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Marktkommentar Igor de Maack (DNCA): Wöchentlicher Kommentar zu den Märkten (22. Dezember 2016)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
28.12.2016, 00:00  |  819   |   |   

„BANK sticht FANG“ – so lautete das Erfolgsrezept, das der Portfolioallokation zum Jahresausklang zum richtigen YIN und YANG verhelfen konnte, meint Igor de Maack.

In aller Welt beginnen die Börsenumsätze allmählich zu sinken. Nach diesen Wochen der Aktienhausse tritt für die Anleger nun die Vorfreude auf das in den Vordergrund, was sie unter dem Weihnachtsbaum erwartet. Schmerzlich rufen uns die wiederkehrenden Schlagzeilen über Anschläge in Europa und der Welt die Verletzlichkeit, aber auch den Reichtum unserer Demokratien ins Bewusstsein.

2016 war zweifellos ein Jahr, in dem es für Börsianer tausend Klippen zu umschiffen und ebenso viele Drachen zu bekämpfen gab. Das ganze Jahr über machte sich immer wieder Panik an den Märkten breit, ohne dass die
Weltwirtschaft jedoch ernsthaft aus dem Tritt geraten wäre.

Es bleibt noch eine Woche, bevor wir unser endgültiges Fazit ziehen und unseren Blick auf das Jahr 2017 werfen werden. Bislang fallen unter dem Blickwinkel der Sektorallokation weiterhin die Werte positiv auf, denen die Anleger nach Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 den Rücken gekehrt hatten. So schneidet in den Vereinigten Staaten der „Bank Trade“ besser ab als der „Fang Trade“, wobei FANG für die bekanntesten Wachstumswerte aus dem Technologiebereich steht (Facebook, Apple, Netflix und Google).

Auch in Europa haben sich Bankentitel in den zurückliegenden Monaten besser behauptet als Technologiewerte. „BANK sticht FANG“ – so lautete das Erfolgsrezept, das der Portfolioallokation zum Jahresausklang zum richtigen YIN und YANG verhelfen konnte, so es denn nicht in einem gigantischen BIG BANG endet, falls bei der Rekapitalisierung der italienischen Banken in letzter Minute doch noch etwas schiefgehen sollte.

Solange jedoch alles gut läuft, können die Anleger dem erstaunlichen Donald danken, der mittlerweile vom Gremium der Wahlleute ganz offiziell zum Präsidenten gewählt wurde und in puncto Großzügigkeit Dagobert Duck um Längen schlägt: Seit Trumps Wahl ist eine fulminante Jahresendrallye (Value) bei europäischen Aktien zu beobachten und die amerikanischen Börsen konnten gar Allzeithochs feiern.

Im kommenden Jahr wird es mehr brauchen, um die Aktienmärkte noch weiter nach oben steigen zu lassen. Gönnen wir uns jedoch in der Weihnachtszeit eine kurze Pause, um uns ganz auf die schönen – und zwangsläufig vergänglichen – Dinge im Leben zu konzentrieren und unsere anhaltenden Sorgen (wenigstens etwas) zu vergessen!

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