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10 Zitate für Tech-Anleger von den besten Kapitalgebern der Welt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.01.2017, 10:00  |  840   |   |   

Wenn man sein Geld damit verdient, in die vielversprechendsten Startups der Welt zu investieren, dann wird dir das Biz nicht ganz unvertraut sein. Die führenden Investmentunternehmen haben riesige Beträge damit eingestrichen, dass sie rechtzeitig in Tech-Riesen wie u.a. Apple, Alphabet, Oracle und Facebook investiert haben, als sie noch hoffnungsvolle Startups waren.

Für Tech-Anleger könnte es also immens hilfreich sein, sich die Erfahrung und Weisheit einiger dieser Profis anzuhören. Deswegen betrachten wir mal eine Reihe Zitate von führenden Kapitalgebern zu den Themen Risikokapital, Tech und Wirtschaft allgemein.

Über das Risikokapital

Die Welt des Risikokapitals ist vielleicht dem einen oder anderen nicht ganz so vertraut, d.h., wie siefunktioniert, wie sie finanziert wird, wie die Kapitalgeber am Ende Geld verdienen. Zum Einstieg deswegen mal ein Zitat von Fred Wilson, Partner bei Union Squares Ventures:

Beim Risikokapital geht es um den Zeitpunkt zwischen Startup-Phase und Börsengang. – Fred Wilson.

Ganz simpel gesagt, können Risikokapitalgeber zu jedem Moment in ein Unternehmen einsteigen. Auch wenn die Namen von Mal zu Mal verschieden sind, gibt es verschiedene Phasen: Die erste Phase, auch Seed-Stage genannt, die genutzt wird, um ein frisch aus der Taufe gehobenes Unternehmen auf die Beine zu bringen. Dann die späteren Finanzierungsrunden, Series C und die darauffolgenden, die meist in den Jahren vor dem Börsengang stattfinden. Die Ergebnisse können erstaunlich sein. Dem National Bureau of Economic Research (NBER) zufolge liegt der durchschnittliche jährliche Ertrag für die Investments von Risikokapitalgebern bei 57 %.

Vor allem, wenn es mal wieder in ist, in Tech zu investieren, kann die Begeisterung und schiere Anzahl an Investoren für die Startups ungeahnte Konsequenzen haben.

Man kann auf viele Arten als Kapitalgeber Geld verdienen – allerdings gibt es noch mehr Möglichkeiten, aus dem Mittelfeld nicht rauszukommen. Die Branche hat zu viel Geld und zu viele sehr schlaue Investoren, die lediglich einige außergewöhnlich gute Unternehmer jagen. – Dan Levitan.

In jeder Branche gibt es Auf und Ab. Allerdings sind diese im Risikokapital viel heftiger ausgeprägt. – Fred Wilson.

Diese beiden Zitate klingen sehr stark nach den Sorgen, die einen umtreiben, wenn man in Aktien investiert. Allerdings – und das passt schön zu unserer Philosophie hier bei Fool.de – können Anleger aus beiden Phasen Kapital schlagen, wenn sie weiter den Blick auf langfristiges Investieren lassen.

Der große Vorteil für Kapitalgeber gegenüber Hedgefunds ist der, dass wir unser Geld für 13 Jahre eingefroren haben. Ein Unternehmen kann in der Zeit viermal steigen und fallen, und wir bleiben einfach mit an Bord. – Marc Andreessen.

Über die Geschäftswelt im Ganzen

Wenn man in private Unternehmen mit hohen Wachstumschancen investiert, braucht man dieselben Fähigkeiten und Gespür, wie wenn man am Aktienmarkt tätig ist. Die besten Kapitalgeber, denken über Geschäftsmodelle nach, über die Wirtschaft generell, über die Konkurrenzsituationen am Markt. Vor allem in der Tech-Welt, wo neu gegründete Unternehmen oft unrentabel sind, ist es wichtig für Investoren sich daran zu erinnern, dass auch der Weg zum Profit Teil der Investment-Philosophie ist. Bill Gurley sagt es so:

Wenn die Unternehmensstrategie darin besteht, dass man Kunden weniger abknöpft als man verlangen könnte, dann ist das als würde man auf Kurswechsel setzen. Und das geht selten lange gut. – Bill Gurley.

Wenn man jeden Dollar für 85 Cent verkauft, kann man unendlich Umsatz schaffen. Wenn man seinen Kunden mehr Wert gibt, als sie zahlen, werden sie einen lieben. Ich erinnere Unternehmer ja immer daran, dass Webvan die höchste Kundenzufriedenheit aller Unternehmen hatte, die ich kannte. An den Kunden lag es nicht, es lag an den wirtschaftlichen Grundzügen, die einfach nicht hingehauen haben. Für das geleistete Level an Service haben die einfach nicht genug Geld verlangt. – Bill Gurley.

Da fallen einem gleich jede Menge Beispiele ein. Unternehmen wie Zynga, Gluu Mobile, Skull Candy, sogar Twitter haben den Investoren erstmal Verluste beschert, weil die übermäßig optimistischen Erwartungen einfach nicht bedient werden konnten. Wenn die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens keinen Sinn ergibt oder einfach nicht machbar erscheint, sollte das schon ein Warnsignal sein, allerdings eines, das Investoren (leider) immer und immer wieder übersehen wollten.

Ebenfalls ganz ähnlich wie am Aktienmarkt: Die Führer der erfolgreichsten Startups sind ganz ähnlich den Führern der besten am Aktienmarkt gehandelten Unternehmen. Figuren wie Teslas Elon Musk oder Facebooks Mark Zuckerberg sind große persönliche Risiken eingegangen, um ihre Visionen wahr werden zu lassen. Deswegen suchen Kapitalgeber nach den richtigen Menschen mit großen Visionen, denen sie dann ihr Geld anvertrauen.

In Zeiten, in denen Kapital rares Gut ist, schaffen es die besten Unternehmer, Geld ranzuschaffen, egal in welchem wirtschaftlichen Klima. Wo das Geld locker sitzt, darf auch der Mittelmäßige mit halbgarer Idee mitmischen. – Bill Gurley.

Über Innovation und Tech

Darüber hinaus ist es für Kapitalgeber unumgänglich, immer wieder solche Unternehmen ausfindig zu machen, die in der Lage sein werden, Branchen aufzubrechen und auseinanderzunehmen, sogenannte Disruptoren. Deswegen investieren sie jede Menge Zeit darin, sich über den jetzigen und kommenden Zustand von Technologien Gedanken zu machen. Eine der wichtigen Ideen dabei besteht darin, dass Software weiterhin das Leben erleichtern und automatisieren wird, wie Marc Andreessen sagt:

Ich erwarte, dass in den nächsten 10 Jahren immer mehr Unternehmen von Software angegriffen werden. Dahinter werden dann in den allermeisten Fällen erstklassige Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valleylley stecken. – Marc Andreessen.

Peter Thiel, Investor bei u.a. Facebook, meint aber, dass es bei Tech nicht prinzipiell immer nur um Software gehen würde:

Das eine Wort für die Vertikalbewegung, für den Sprung von 0 auf 1, ist immer noch „Technologie“. Der rasante Fortschritt im Silicon Valley im IT-Bereich hat dazu geführt, dass diese Region quasi die Hauptstadt von „Tech“ geworden ist. Allerdings ist nicht gesagt, dass sich Tech ausschließlich auf Computer beschränken sollte. Wenn man es groß fasst: Jede Form von effizienterem und besserem Arbeiten sollte als Technologie durchgehen. – Peter Thiel im Buch „Von Null auf Eins“

Darauf aufbauend, sieht der berühmte Kapitalgeber John Doerr als Anlagemöglichkeit vor allem eine Branche, die noch nicht richtig aufgebrochen wurde:

Green-Tech könnte, wirtschaftlich betrachtet, die größte Chance des 21. Jahrhunderts werden. – John Doerr.

Die nächste große Sache aufzuspüren, ist harte Arbeit. Allerdings haben die erfolgreichsten Kapitalgeber der Welt immer wieder bewiesen, dass es in der Tat möglich ist. Als Aktienanleger kann man sich einiges von ihnen abschauen und damit wohl über die Zeit betrachtet Erfolg haben. Wenn man sich also ein paar der oben genannten Ideen ins eigene Tun holt und dementsprechend sich über mögliche Investments informiert, dürfte das die Chancen auf erfolgreiche Anlagen sicher nicht schmälern.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Alphabet (A und C), Apple. Facebook, Tesla Motors und Twitter. The Motley Fool besitzt Aktien von Oracle.

Dieser Artikel von Andrew Tonner erschien am 31.12.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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