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Das Drama geht weiter Gewinne frei erfunden? Neue Bilanz-Vorwürfe gegen Toshiba setzen Aktie weiter unter Druck

04.01.2017, 12:04  |  3043   |   |   

Toshiba schlittert von einem Bilanz-Skandal in den nächsten. Laut einem Zeitungsbericht werde der Tech-Konzern nun verdächtigt, über drei Jahre lang Gewinne ausgewiesen zu haben, die es niemals gegeben hat. Die Aktie fiel im frühen Handel um über fünf Prozent. 

Für den Industriegiganten Toshiba läuft es seit einiger Zeit alles andere als rund. Während den Japanern noch immer ein milliardenschwerer Manipulationsskandal aus den Jahr 2015 in den Knochen steckt, müssen sie sich jetzt neuen Vorwürfen stellen.

Laut "CNBC" und "n-tv" werde der Konzern demnach von der Börsenaufsicht verdächtigt, seine Bilanzen noch auf anderem Wege geschönt zu haben. So soll er für die Geschäftsjahre 2012 bis 2014 Gewinne in Höhe 40 Billionen Yen (rund 326 Millionen Euro) ausgewiesen haben, die angeblich in der Computersparte erzielt worden sind. Insidern zufolge habe man in dem Zeitraum dort aber überhaupt keine Gewinne eingefahren. Die Nachrichtenportale berufen sich dabei auf die japanische Zeitung Ashai Shimbun.

Nach Bekanntwerden der Nachricht verlor die Aktie im frühen Handel mehr als fünf Prozent an Wert. Es ist nur eine Fortführung dessen, was sich aus dem Downgrading von vergangener Woche ergeben hat, nachdem Toshiba im Dezember eingeräumt hatte, womöglich milliardenschwere Abschreibungen in seiner US-Atomsparte vornehmen zu müssen. Die Warnung riss den Kurs um 40 Prozent nach unten. 

Toshiba: 3-Monats-Chart

Ein Blick auf den Drei-Jahres-Chart zeigt, wie bitter dieser Verlust ist. Denn dadurch sind sämtliche Gewinne, mit denen sich der Riese wieder auf das Niveau von vor der ersten Bilanz-Affaire hochgerappelt hat, wieder passé. 



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