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Vier Fragen, die jeder neue Investor beantworten können muss

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
05.01.2017, 14:00  |  418   |   |   

Sich zu entscheiden weniger auszugeben und mit dem investieren anzufangen ist wirklich bemerkenswert. Ganz besonders trifft das auf Leute zu, die noch jung sind. Um aber sicherzustellen, dass du am Ende das richtige Portfolio hast, solltest du wie alle anderen Investoren auch (selbst diejenigen, die schon erfahrener sind) dir einmal genau überlegen, wie du die folgenden Fragen beantworten würdest.

Was ist mein Ziel?

Wenn du nicht weißt, warum du investierst, dann wird es schwerer für dich zu entscheiden, was du für dein Portfolio kaufen solltest. Es ist vielleicht auch schwerer motiviert zu bleiben, wenn der Markt die Biege nach unten macht.

Wenn du z. B. für ein Haus sparst, einen Weg suchst, um die Universität deines Kindes zu bezahlen oder vielleicht Geld für deinen Ruhestand ansparen möchtest, dann sind das Ziele. Du wirst vielleicht auch weniger arbeiten wollen und stattdessen das Einkommen aus deinen Investitionen benutzen, um deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Solange dein Ziel realistisch und relevant für dich ist, können wir zum nächsten Punkt weiter gehen.

Was ist meine angepeilte Rendite?

Sobald das Ziel identifiziert worden ist, musst du wissen, wie viel Geld du dafür brauchst. Sehen wir uns die Beispiele weiter oben noch einmal an. Laut Nationwide betrug der Preis für ein durchschnittliches Haus in Großbritannien im Jahr 2016 fast 206.000 GBP. Üblicherweise zahlt man 20 % an, was 41.200 GBP wären. Da die Studiengebühren aktuell bei 9.250 GBP pro Jahr liegen, musst du für einen Abschluss mit sechs Semestern 28.000 GBP ansparen. Wenn du 20.000 GBP als zusätzliches Renteneinkommen möchtest, dann wirst du ein Sparschwein von 400.000 GBP die brauchen, wenn du nachdem du aufgehört hast zu arbeiten, planst noch weitere 20 Jahre zu leben.

Diese Werte werden sich natürlich ändern. Die Preise für Eigenheime schwanken, die Studiengebühren und Lebenshaltungskosten werden im Laufe der Zeit auch steigen. Trotzdem gibt dir das schon einmal einen Anhaltspunkt, was du verdienen muss.

Was ist mein Zeithorizont?

Es geht hier dabei darum zu wissen, wie viel Zeit du brauchst, um dein Kapital zu erhöhen. Von dem Moment an, wenn du mit dem investieren beginnst, bist du dein Ziel erreicht. Wenn du vor kurzem erst Vater geworden bist und jetzt schon für das Studium deines Kindes sparen möchtest, dann hast du jetzt in etwa noch 18 Jahre dafür. Diejenigen, die für die Anzahlung für ein Haus sparen, werden wahrscheinlich einen deutlich kürzeren Zeithorizont haben.

Auch hier musst du wieder realistisch sein. Aktien bieten verglichen mit langfristigen Investitionen wie Anleihen und Bargeld eine bessere Rendite. Ihre Performance über wenige Jahre hinweg kann aber deutlich volatiler sein. Wenn du dein Geld innerhalb von fünf Jahren wieder brauchst, dann ist die Börse vielleicht nicht der beste Ort für dein Geld.

Was ist meine Risikotoleranz?

Deine Risikotoleranz zu bestimmen ist sehr wichtig, wenn du die richtigen Investitionen finden möchtest, um deine angepeilte Rendite in deinem geplanten Zeitraum zu erreichen.

Jemand, der an der Börse jede Menge verdienen möchte und das auch noch über einen kurzen Zeitraum hinweg wird natürlich deutlich mehr Risiken akzeptieren müssen. Diejenigen die allerdings eher risikoscheu sind, sollten etablierte große Unternehmen bevorzugen, deren Aktienkurse bei schlechten Nachrichten allerdings auch fallen können oder wenn der Markt gerade nervös ist.

Wie am Anfang schon erwähnt ist es eine sehr gute Idee in jungen Jahren mit dem investieren zu beginnen, denn das erlaubt es jemandem mehr Risiken zu akzeptieren und damit eine höhere Rendite zu generieren. Selbst wenn einige dieser Investitionen nicht funktionieren, sollte dann immer noch genug Zeit übrig bleiben, um den Verlust wieder aufzuholen. Das ist ein Luxus den viele andere nicht haben.

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Dieser Artikel wurde von Paul Summers auf Englisch verfasst und wurde am 03.01.2016 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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