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Deutsche Bank, Commerzbank – mauer Start in die Woche

Gastautor: Daniel Saurenz
09.01.2017, 14:05  |  585   |   |   

afrika_bmw_vw_daimlerDer DAX fällt zu Wochenbeginn unter die Marke von 11.600 Punkten, auc wenh die Bilanz für die erste Handelswoche mit Aufschlägen von einem Prozent positiv ausfällt. Unter der Lupe betrachtet hinterlassen die vergangenen Tage dennoch einen faden Beigeschmack. Nur dank des kräftigen Anstiegs in den ersten Stunden des neuen Börsenjahres liegt der DAX im Gewinn, bereits ab Dienstag ließ die Kauflaune merklich nach. Wir starten um 18.00 Uhr in die Webinar-Woche – Hier gehts zur Anmeldung…

Zudem fiel das Handelsvolumen am vergangenen Montag mit 1,8 Mrd. Euro auf Xetra sehr dünn aus, nur wenige Anleger haben den Index nach oben gehievt. Erst wenn heute wieder die großen Investoren aus den Ferien zurück sind, liegen wieder aussagekräftige Bewegungen vor. Dies gilt auch für die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank. Die beiden Werte finden sich mit 1,8 und 2,3 Prozent Abschlag am unteren Ende der DAX-Tabelle. Die Deutsche Bank konnte damit wie im Dezember das Areal über 18,50 Euro nicht erobern. Wir waren zuletzt skeptisch für den weiteren Verlauf. Die Rally war sehr ordentlich und das Chance/Risiko-Verhältnis war mau.

Beachten Sie unseren Beitrag: Deutsche Bank und ihr 42-Billionen-Problem 

Runde Schwellen als Barrieren

afrika_wu%cc%88ste_symbol2Auch an der Wall Street dürften bald die Würfel fallen. Am Freitag schrammte der Dow Jones mit 19.999,63 Punkten nur denkbar knapp an der 20.000er-Hürde vorbei. Ein Ausbruch ist weiterhin möglich, aber auch in den USA zeigt das Fundament erste Risse. So büßte der konjunktursensible Dow Jones Transport-Index seit dem Dezember-Hoch bereits um rund vier Prozent ein und würde einen Ausbruch des Dow Jones nicht bestätigen. Auch das Technologie-Barometer Nasdaq 100 steht mit 5000 Punkten an einer psychologisch wichtigen Schwelle. Oft erweisen sich große, runde Marken als zähe Widerstandszonen, die im ersten Anlauf nicht nachhaltig überwunden werden.

Das mehrfache Scheitern des Dow Jones an der wichtigen Marke stimmt Anleger bereits nachdenklich. Zudem stehen in den kommenden Wochen viele wichtige Termine bevor. Ab 15 Uhr hält der Chef der Notenbank von Boston Eric Rosengren eine Rede. Der Blick richtet sich aber schon jetzt verstärkt auf den Amtsantritt von Donald Trump am 20. Januar. Mehr Klarheit hinsichtlich der angekündigten massiven Konjunkturprogramme erhoffen sich Investoren bereits von seiner ersten großen Pressekonferenz am Mittwoch.

Was bringt das Jahr 2017  ? Beachten Sie dazu unsere Finanzmarktrunde vom Mittwoch…

Unsere Chartanalyse:

Das 2015er-Allzeithoch des Marktes ist nicht mehr weit entfernt. Bereits jetzt lässt der aktuelle Aufwärtstrend dem Index Spielraum bis in die Nähe dieser Marke.

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Der Deutsche Aktienindex bleibt vorerst stabil auf hohem Niveau – trotz der bereits erfolgten Rally von 1200 Punkten seit Anfang Dezember, die ihn eigentlich anfällig für Gewinnmitnahmen macht. Doch die Kurse notieren unverändert eher am oberen Rand des einjährigen Aufwärtstrendkanals (grüne Markierungen), der momentan bei rund 11.940 Punkten verläuft. Bis dorthin ist vorerst noch Luft, dann steigt die Gefahr von Gewinnmitnahmen noch einmal klar an. Der im April 2015 markierte Rekord bei 12.390 ist damit noch nicht ganz in Reichweite.

chart2

Im feiner aufgelösten 5-Minuten-Chart der Vortage zeigen sich erste Korrekturziele für die bald unvermeidlichen Gewinnmitnahmen sowie für ganz gewöhnliche schwächere Tage: Bei 11.485/11.530 verläuft die erste Unterstützung, weitere Wendepunkte sind gehäuft um 11.385 aufgetreten. Erst wenn der DAX auch dort nicht gekauft wird, ist es Zeit von einer Korrektur zu sprechen. Im schlimmsten – aktuell aber noch nicht vorstellbaren – Fall wäre dann sogar Potenzial bis zurück an die 10.800er-Marke, wo die ehemals massive charttechnische Barriere des Vorjahres verläuft.

Der Markt verläuft in einem eindeutigen Aufwärtstrend. Doch Anleger sollten sich des schlechten Chance-Risiko-Verhältnisses bei frischen Long-Positionen bewusst sein. Neue Käufe sollten daher stets in Korrekturen hinein erfolgen. Auf eine kurzzeitige Abwärtsbewegung zu spekulieren bleibt dagegen nach wie vor etwas für besonders Mutige, denn diese Wette ist gegen den starken Haupttrend gerichtet. Insbesondere nach starken Ausreißern nach oben können Wagemutige kleine Short-Positionen riskieren. Deren Erfolgsquote steigt, je näher der Index sich zuvor dem oberen Rand seines Aufwärtstrends genähert hat.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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