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Pressemeldung: Pictet: Wachstum und Liquidität im Konflikt
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Pressemeldung Pictet: Wachstum und Liquidität im Konflikt

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.01.2017, 00:00  |  309   |   |   

Im aktuellen Umfeld bleibt Pictet neutral bei Aktien, Anleihen und Cash, ist jedoch bereit, sein Aktienexposure im Jahresverlauf 2017 anzuheben. Lesen Sie hier das monatliche Barometer für Januar 2017.

In diesem Umfeld bleiben wir neutral bei Aktien, Anleihen und Cash, sind jedoch bereit, unser Aktienexposure im Jahresverlauf 2017 anzuheben.

USA dank Trump weiter sehr dynamisch

Der Trump-Effekt liess die US-Aktienkurse im Dezember weiter ansteigen, da die Märkte immer noch die Erwartungen einpreisten, dass der designierte US-Präsident eine Reihe seiner wirtschaftsfreundlichen Wahlversprechen umsetzen würde. 

MONATLICHE ASSET ALLOCATION Januar 2017 Monatliche Asset Allocation Quelle: Pictet Asset Management

Diese umfassen nicht nur eine deutlich niedrigere Unternehmenssteuer, sondern auch ein bis zu 500 Milliarden USD grosses Fiskalpaket für die nächsten Jahre. Die US-Aktien stiegen im Berichtsmonat um über 2 Prozent und im Jahresverlauf um über 12 Prozent, und die Referenzindizes verzeichneten im Dezember eine Reihe neuer Hochs. 

Ausserhalb der USA wurden die Aktienmarktrenditen von der anhaltenden Stärke des US-Dollars beeinträchtigt. Während britische Aktien in Pfund weiterhin gut abschnitten – sie stiegen im Dezember um fast 5 Prozent und im Jahresverlauf um fast 20 Prozent –, sanken sie in Dollar auf das Jahr betrachtet. Europäische Aktien kletterten 2016 – trotz ihrer Aufholjagd gegenüber dem Gesamtmarkt und ihres Anstiegs um fast 7 Prozent in Lokalwährung im Berichtsmonat – in Dollar nur um weniger als 1 Prozent. Schwellenländeraktien schlossen den Monat mit einem Minus von 1 Prozent ab, wodurch ihre Jahresrendite auf 10 Prozent sank. 

Die mineralgewinnenden Sektoren legten dank der anhaltenden Öl- und Rohstoffrally zu. Energietitel stiegen im Berichtsmonat um mehr als 3 Prozent und um fast ein Drittel im Jahresverlauf in Lokalwährungen; Grundstoffpapiere verzeichneten ein Plus von 1 Prozent im Dezember, was für 2016 insgesamt einen Anstieg von 24 Prozent bedeutete.


WELTWEITE AKTIEN ERREICHEN REKORDHOCHS DANK TRUMP-EFFEKT MSCI World Index Weltweite Aktien erreichen Rekordhochs dank Trump-Effekt Quelle: Thomson Reuters Datastream

Staatsanleihen hatten es diesen Monat überwiegend schwer, und zwar aufgrund der gleichen Fundamentaldaten, die den Dollar in die Höhe treiben: Erwartungen, dass ein stärkeres US-Wirtschaftswachstum zu einer schnelleren geldpolitischen Straffung der Fed führen wird. Diese Ansicht wurde durch die Zinsanhebung im Dezember bestärkt. Globale Anleihen traten im Monatsverlauf weitgehend auf der Stelle. 

Unternehmensanleihen schnitten ein bisschen besser ab, was auf die optimistische Annahme der Anleger zurückzuführen ist, dass der Trump-Effekt auf die Unternehmensbilanzen die Auswirkungen höherer Finanzierungskosten ausgleichen würde. Schwellenländeranleihen in Lokalwährung und US-Dollar beendeten den Monat ebenfalls im positiven Bereich. 

Am Devisenmarkt sanken die meisten Währungen gegenüber dem Dollar; der Euro und der Yen fielen im Berichtsmonat um über 2 Prozent.

Angesichts steigender kurzfristiger Risiken weiter neutrale Ausrichtung bei Aktien

Nach einem ereignisreichen Jahr mit robustem Wachstum trotz politischer Turbulenzen in den USA und Europa herrscht grosser Optimismus in Bezug auf die Weltwirtschaft. 

Das starke Wirtschaftsmomentum in den USA, die Aussichten auf ein grosses Fiskalpaket der Trump-Regierung und die anhaltende geldpolitische Stimulierung vor allem in der Euro-Zone und in Japan dürften die Aktien im Laufe des Jahres weiter unterstützen. 

Der kurzfristige Ausblick für riskantere Anlageklassen ist jedoch weniger eindeutig. Die Markteuphorie über Trumps wachstumsfreundliche Vorschläge könnte nachlassen, wenn die politischen Realitäten sich zeigen. Und in China könnten die Wirtschaftsverlangsamung und die steigenden Schulden zu einer Zeit, in der die Geldpolitik zur Vermeidung von Blasenbildung gestrafft wird, neue Marktturbulenzen auslösen. 

Zusätzliche Zinserhöhungen durch die Fed – zusammen mit einer anhaltenden Drosselung der Stimulierungsmassnahmen der Zentralbanken weltweit – könnten die Finanzmärkte ebenfalls belasten, und vor allem die Schwellenländeranlagen. In der Tat kann eine eindeutig restriktive Ausrichtung der Fed festgestellt werden, denn die Zinsprognosen des Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) steigen. 

In diesem Umfeld bleiben wir neutral bei Aktien, Anleihen und Cash und halten uns eher zurück, sind aber bereit, unser Aktienexposure im Jahresverlauf 2017 anzuheben. 

Bessere Wirtschaftsbedingungen in den Industrieländern liessen unsere Frühindikatoren des Konjunkturzyklus auf den höchsten Stand seit Juli 2014 steigen. 

An erster Stelle stehen die USA, wo Konsum, Wohnimmobilienmärkte und verarbeitendes Gewerbe bereits einen Anstieg verzeichneten, bevor Trump seinen Sieg einfuhr, indem er versprach, das Wachstum durch Steuersenkungen, Staatsausgaben und Deregulierung anzukurbeln. 

Unserer Analyse zufolge dürfte Trumps Fiskalpolitik die negativen Wachstumsauswirkungen, die aus höheren Anleiherenditen, einem starken US-Dollar und höheren Ölpreisen resultieren, 2017 ausgleichen. Wir erwarten dieses Jahr zwei weitere Zinsanhebungen der Fed und eine stärkere geldpolitische Straffung für 2018 – wir gehen davon aus, dass Trumps Massnahmen einen Nettobeitrag von 0,4 Prozentpunkten zum Wachstum leisten und zu höherem Preisdruck führen dürften. 

Dank der lockeren Geldpolitik und des schwachen Euros, der die Exporte ankurbeln dürfte, sind wir zuversichtlicher in Hinblick auf die Wachstumsaussichten der Euro-Zone. Der Konsum bleibt der Hauptwachstumsmotor, unterstützt von besseren Arbeitsmarktbedingungen. Und auch dem verarbeitenden Gewerbe geht es gut: Der PMI erreicht seinen höchsten Wert seit April 2011.

WENIGER GUTE KREDITBEDINGUNGEN Weniger gute Kreditbedingungen Quelle: Pictet Asset Management

Japans Frühindikator gewinnt ebenfalls an Dynamik, da der schwächere Yen den exportabhängigen industriellen Sektor stützt. Eine angespannte Arbeitsmarktlage dürfte dagegen das Wachstum der Verbraucherausgaben stützen. 

In Bezug auf China, wo die Entscheidungsträger die geldpolitischen Zügel anziehen, um gegen die Zunahme undurchsichtiger Vermögensverwaltungsprodukte vorzugehen, sind wir jedoch vorsichtiger. Zudem üben immer höhere Kapitalabflüsse einen Abwärtsdruck auf den Yuan aus, was den Schuldendienst bei in US-Dollar denominierten Schulden chinesischer Unternehmen und Banken erhöht.

Positiv ist, dass China und andere Schwellenländer als Folge der steigenden Nachfrage aus Industrieländern von höheren Rohstoffpreisen und zunehmendem Handel profitieren dürften. 

Unsere Analyse der Liquiditätsbedingungen legt nahe, dass riskantere Anlageklassen für einen Ausverkauf Anfang 2017 anfällig sind. Die Stimulierungsmassnahmen der Zentralbanken – in Form von Anleihekäufen durch die fünf grössten Notenbanken – dürften dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr nachlassen und von USD 1,7 Billionen auf USD 800 Milliarden sinken1. Aufgrund des starken positiven Zusammenhangs zwischen der Stimulierung der Zentralbanken und den Kurs-Gewinn-Verhältnissen von Aktien könnte diese Liquiditätsdrosselung zu einem Rückgang der Aktienbewertungen führen. Zudem verlangsamt sich das Wachstum der Kreditvergabe durch Geschäftsbanken in den wichtigen Volkswirtschaften, was sich negativ auf die Kreditbedingungen auswirkt. 

Unsere Bewertungsbarometer zeigen, dass die Aktienbewertungen infolge der jüngsten Aktienmarktrally etwas teure Niveaus erreicht haben, wobei es einige regionale Unterschiede gibt. Gemessen an ihren Kurs-Gewinn-Verhältnissen werden US-Aktien im Vergleich zu europäischen und japanischen Aktien nahe ihren historisch höchsten Niveaus gehandelt. Die Aktienrisikoprämie im Vergleich zu Anleihen verringerte sich ebenfalls zugunsten von Anleihen in allen Regionen, insbesondere in den USA. Noch positiver ist allerdings, dass unserer Analyse zufolge die Unternehmensgewinne von US-und europäischen Unternehmen stärker wachsen könnten als die von Analysten prognostizierten 12 Prozent, sofern die Weltwirtschaft unseren Erwartungen für 2017 entsprechend wächst. Sie könnten durchaus um 15 Prozent steigen. 

Unsere technischen Indikatoren sind leicht positiv für Aktien und neutral für Anleihen. Dennoch war im historischen Vergleich Januar ein schlechter Monat für Anleihen. Unsere Analysen zeigen dagegen bessere Signale für den US-Dollar, der seinen jüngsten Anstieg fortsetzen dürfte – zumindest kurzfristig.

Europa in glänzender Verfassung

Für europäische Aktien ist die Zeit gekommen, aus dem Schatten zu treten. Die Wachstumsaussichten sehen so gut aus wie schon seit fast 2 Jahren nicht mehr2. Der Euro-Wechselkurs ist konkurrenzfähig und die Geldpolitik dürfte auf absehbare Zeit entgegenkommend bleiben – selbst unter Berücksichtigung der leichten Drosselung der Liquiditätsspritzen der EZB im zweiten Halbjahr. Und zumindest auf kurze Sicht ist das Risiko weiterer politischer Turbulenzen gering. Das Wachstum der Unternehmensgewinne dürfte sich erholen und von einer fast flachen Performance 2016 auf eine solide zweistellige Rate steigen. Die Bewertungen sind weiterhin günstig. In der Tat lag der Abschlag europäischer Aktien gegenüber US-Aktien in den letzten 20 Jahren nur 2 Prozent der Zeit unter dem aktuellen Niveau. 

Unter Berücksichtigung all dieser Elemente sind wir eindeutig für eine Anhebung der europäischen Aktien von neutral auf übergewichtet. 

Dank der relativ günstigen Bewertungen und des starken Wachstumspotenzials ist Europa eine der attraktivsten Aktienregionen weltweit (siehe Grafik). Die gleichen Kennzahlen unterstützen auch unsere positive Einschätzung für das Vereinigte Königreich und Japan. Obwohl unsere technischen Indikatoren darauf hindeuten, dass japanische Aktien überkauft sind, dürften die sich erholende Binnenwirtschaft, die schwache Währung und die globale Reflation dem Markt deutliche Unterstützung bieten. 

EUROPÄISCHE AKTIEN PROFITIEREN VON GÜNSTIGEM WACHSTUM*, BEWERTUNGEN** Europäische Aktien profitieren von günstigem Wachstum, Bewertungen Quelle: Pictet Asset Management. Das Wachstumsergebnis entspricht dem Durchschnitt des Frühindikators der Region, der Veränderung des Frühindikators, der BIP-Revision, des Index der monetären Bedingungen, der Veränderung des 12-Monats-EPS (Gewinn pro Aktie) und Nettoerhöhungen des EPS. Die Bewertung für jeden regionalen Aktienmarkt entspricht dem Durchschnitt des Kurs-Buchwert-Verhältnisses, KGV 12 Monate, KGV mit Trend-Gewinnen, Kurs-Umsatz-Verhältnis, Aktienrisikoprämie (nur Industrieländer)

Für die Region Pazifik ohne Japan sind wir dagegen vorsichtiger, was sowohl auf die möglichen wirtschaftlichen Turbulenzen in China – wo die monetäre Bedingungen gestrafft werden und sich protektionistische Schritte der USA ebenfalls negativ auswirken könnten – als auch den relativ schwachen Frühindikator für Australien zurückzuführen ist. 

Bei den US-Aktien könnten die voraussichtlich positiven Folgen von Trumps versprochenen Infrastrukturausgaben und Unternehmenssteuersenkungen dieses Jahr weitgehend von einer strafferen Geldpolitik der Fed, einem starken Dollar (der sich in unseren Modellen auf dem historisch teuersten Stand befindet) und überzogenen Aktienbewertungen zunichtegemacht werden. Tatsächlich brach die US-Aktienrisikoprämie – unsere eigene Messzahl für den zusätzlichen Gewinn, den man erwarten kann, wenn man statt in Staatsanleihen in Aktien anlegt – von 5,5 Prozent vor den US-Präsidentschaftswahlen auf ein 10-Jahres-Tief von 4,3 Prozent ein3. Da wir erwarten, dass die Weltwirtschaft durch die Massnahmen von Trump angekurbelt wird, gibt es unseres Erachtens Raum für eine Outperformance der zyklischen Titel zulasten defensiverer Sektoren. Unsere bestehenden übergewichteten Positionen bei zyklischen Konsumgütern, Finanz- und IT-Titeln haben wir um Energiepapiere ergänzt. Dieser Sektor dürfte von anhaltenden Kostensenkungen profitieren und dank der Entscheidung der Ölproduzenten, das Angebot zu drosseln, auch von einem besseren Ausblick für Rohölpreise.

Was die Industrieaktien betrifft, so fielen unseres Erachtens die Gewinnerwartungen für den Sektor in der Zeit direkt nach der Wahl von Trump etwas zu optimistisch aus. Während sein Infrastruktur-Fokus für viele Industrieunternehmen langfristig zweifellos positiv sein wird, könnten die Gewinnprognosen, zumindest kurzfristig, bereits zu optimistisch sein. Dies und die Tatsache, dass die jüngste Rally Industriewerte zum teuersten Sektor in unserer Scorecard gemacht hat, sind der Grund, warum wir dort unsere übergewichtete Position geschlossen haben. 

Das grosse Risiko für dieses Jahr sind die Auswirkungen von Trumps Politik auf den weltweiten Handel. Obwohl er Einfuhrzölle ankündigte, dürften diese Pläne unseres Erachtens noch abgeschwächt werden und nur für bestimmte Sektoren und Handelspartner umgesetzt werden; die Folgen dürften sich also in Grenzen halten.

Anleihenmarkterholung, wenn die Risikostimmung plötzlich vorüber ist

Die Bereinigung am Anleihenmarkt seit Trumps Wahlsieg hat neues Potenzial erschlossen, insbesondere bei US-Anleihen und nicht zuletzt bei US- Investment-Grade-Unternehmensanleihen, die wir auf übergewichtet angehoben haben. 

Anleger scheinen die Erwartungen eingepreist zu haben, dass Trump die meisten oder sogar alle seiner versprochenen Steuer- und Ausgabenvorschläge umsetzen wird. Letztlich würde dies zu stärkerem US-Wachstum führen und sich dann auch auf die Weltwirtschaft auswirken. Dies wiederum wird sich auch in der Inflation niederschlagen, vor allem, da die US-Wirtschaft sehr nah an der Vollbeschäftigung zu sein scheint. 

Der grosse wirtschaftliche Optimismus der Anleger erhöht jedoch das Risiko, dass das Wachstum hinter den Erwartungen zurückbleibt. In der Tat könnten politische Realitäten Trump zu einer Mässigung seiner Vorschläge zwingen. Gleichzeitig entwickeln sich auf kurze Sicht mehrere für die US-Wirtschaft negative externe Faktoren. In jüngsten Jahren war das Wachstum im ersten Quartal tendenziell schwach, und es gibt Gründe anzunehmen, dass dies auch 2017 so sein wird. Die Liquiditätsbedingungen weltweit und speziell auch in den USA verschlechtern sich, was sich nachteilig auf Aktien auswirken könnte. All diese Faktoren deuten darauf hin, dass es im kommenden Monat zu einer plötzlichen Flucht aus riskanten Anlagen kommen könnte. Davon könnten US-Anleihen profitieren, nicht zuletzt, weil diese Anlageklasse, wie unsere Indikatoren zeigen, so überverkauft ist wie nie zuvor. Wir bevorzugen das sehr lange Ende der Renditekurve von US-Anleihen; am kurzen Ende, das weiterhin von den Erwartungen steigender Fed-Funds-Rates beeinflusst wird, bleiben wir untergewichtet.

DER RENDITENANSTIEG BEI INVESTMENT-GRADE-ANLEIHEN SCHEINT ÜBERTRIEBEN 

Rendite des BofA Merrill Lynch US Corporate Bond Index Der Renditenanstieg bei Investment-Grade-Anleihen scheint übertrieben Quelle: BofA Merrill Lynch

Die US-Investment-Grade-Unternehmensanleihen dürften insbesondere von Erwartungen eines freundlicheren regulatorischen und Steuerregimes unter Trump und einem verbesserten Ausblick für die Unternehmensgewinne profitieren. Wir haben sie daher auf das gleiche Niveau angehoben wie US-Hochzinsanleihen, bei denen wir unsere moderate Übergewichtung beibehielten. Jegliche Massnahmen der Trump-Regierung und des Kongresses zur Beendigung der Steuerabzugsfähigkeit von Schuldzinsen würde dem Kreditmarkt neuen Schwung verleihen und den Anreiz für Unternehmen vermindern, Anleihen auszugeben, was das Anleiheangebot reduzieren dürfte. 

Gleichzeitig haben wir unser Exposure bei Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen aufgrund verschiedener Faktoren auf untergewichtet reduziert. Erstens glauben wir nicht, dass sich an der Dollar-Stärke in absehbarer Zukunft etwas ändern wird, was die Schwellenländerwährungen belasten dürfte. Zweitens wird jegliche Flucht aus riskanten Anlagen, die US-Schuldtitel unterstützen dürfte, sich wahrscheinlich negativ auf die Schwellenmärkte auswirken, wobei die Zentralbanken der Industrieländer dazu gezwungen sein dürften, Zinsen anzuheben, um gegen Währungsschwächen anzugehen. Drittens haben Abflüsse aus China, teilweise angetrieben durch eine straffere US-Politik, eine starke Straffung der Bedingungen am chinesischen Anleihemarkt bewirkt. Falls die People’s Bank of China die kurzfristigen Zinsen nicht in absehbarer Zukunft senkt, könnten die chinesischen Anleiheverluste noch einige Zeit andauern. Und selbst wenn Trump ein starkes US-Wachstum anstossen sollte, besteht das Risiko, dass dieses nicht auf den Rest der Welt abfärbt, wenn er seine freihandelsfeindlichen Pläne umsetzt.

1 Zentralbankliquidität ist die Summe der Wertpapierkäufe und Finanzierungsgeschäfte, abzüglich der Sterilisierung für die Fed, EZB, BoE, BoJ und PBoC.  2 Basierend auf den Frühindikatoren von Pictet Asset Management.  3 Die Aktienrisikoprämie ist eine Schätzung, die anhand der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt wird und auf EPS-Wachstumsprognosen des Konsenses für die nächsten fünf Jahre und unseren eigenen Prognosen für das nominale BIP-Wachstum in den nächsten zehn Jahren basiert. Die Methode geht ferner von einer durchschnittlichen Dividendenausschüttungsquote von 45% aus.

Wichigste Schlussfolgerungen

Januar 2017

Weltweite Anlageklassen

Angesichts der gegensätzlichen Kräfte des stärkeren weltweiten Wachstums und der geringeren Liquidität bleiben wir bei Anleihen, Aktien und Cash neutral.

Aktiensektoren

Die Aussichten für europäische Aktien sind inzwischen etwas positiver, zumindest kurzfristig. Die jüngste Rally veranlasste uns zu mehr Vorsicht bei Industriepapieren.

Festverzinsliche Anlagen

Die Marktbereinigung nach der US-Präsidentschaftswahl führte zu neuem Potenzial am Anleihenmarkt, insbesondere bei US-Investment-Grade-Papieren.

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