DAX+1,15 % EUR/USD+0,32 % Gold+0,17 % Öl (Brent)+0,61 %
Rekord im MDAX – Höhenflug hält an!
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Rekord im MDAX – Höhenflug hält an!

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
19.01.2017, 08:44  |  2568   |   

Zur Wochenmitte überwogen am deutschen Aktienmarkt die positiven Vorzeichen. Der DAX schloss 0,51 Prozent höher bei 11.599 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte um 0,69 Prozent zu und markierte damit ein neues Allzeithoch. Für den TecDAX ging es um moderate 0,14 Prozent nordwärts auf 1.838 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 71 Gewinner und 37 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen überwog mit 84 Prozent deutlich. Im DAX wurden insgesamt 82,3 Millionen Aktien im Wert von 2,74 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,02) umgesetzt. Mit Blick auf die Sektorenperformance ragten Konsumwerte, Chemiewerte und Versorgerwerte positiv hervor. Der einzige Sektor mit marginalen Abschlägen war der Einzelhandelssektor. Den Spitzenplatz im DAX belegte die adidas-Aktie mit einem Aufschlag von 2,95 Prozent. Stützend wirkten Aussagen vom CEO Rorstedt, US-Präsident Trump stelle keine Gefahr für das Wachstum in den USA dar. Bayer und E.ON folgten dahinter mit Kursgewinnen von 1,54 beziehungsweise 1,50 Prozent. Die rote Laterne hielt Lufthansa mit minus 0,84 Prozent. Die Fluggesellschaft Etihad hatte am Vortag aufgekommene Spekulationen zurückgewiesen, man plane einen Einstieg bei der Kranich-Airline. Munich Re und Linde verloren dahinter 0,39 respektive 0,32 Prozent. Im MDAX haussierte Gerresheimer nach einer positiven Analysteneinschätzung um 6,61 Prozent.

An der Wall Street verabschiedeten sich die Indizes mit uneinheitlichen Vorzeichen aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial endete 0,11 Prozent tiefer bei 19.805 Punkten. Der Nasdaq 100 verbesserte sich hingegen um 0,22 Prozent auf 5.056 Zähler. 52 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 51 Prozent. Es gab 79 neue 52-Wochen-Hochs und 13 neue 52-Wochen-Tiefs. Die größten Zugewinne waren bei Finanzwerten und Rohstoffwerten zu beobachten. Die größten Verlierersektoren waren Energieunternehmen und Hersteller zyklischer Konsumgüter. American Express belegte mit einem Aufschlag von 1,16 Prozent die Indexspitze im Dow. Unitedhealth gab am anderen Indexende um 1,81 Prozent nach. Netflix berichtete nach Börsenschluss einen überraschend kräftigen Anstieg der Zahl der Abonnenten. Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel um zuletzt rund 7 Prozent nach oben und dürfte somit heute auf einem neuen Allzeithoch eröffnen.

Am Währungsmarkt zeigte der US-Dollar kräftige Aufschläge gegenüber allen anderen Hauptwährungen. Händler verwiesen zur Begründung auf eine gestiegene US-Inflationsrate sowie auf falkenhaft gewertete Aussagen von Fed-Chefin Yellen. Der Dollar-Index erholte sich um 0,96 Prozent auf 101,26 Punkte. Am Vortag hatte er ein 6-Wochen-Tief erreicht. EUR/USD fiel um 0,69 Prozent auf 1,0636 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fielen der Yen und der Kanada-Dollar mit deutlicher Schwäche auf. Die Bank of Canada ließ ihre Geldpolitik in ihrer Sitzung unverändert. Eine Zinssenkung bleibe jedoch nach Aussagen von BOC-Gouverneur Poloz mit Blick auf mögliche protektionistische Maßnahmen der künftigen US-Regierung unter Trump auf dem Tisch.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise fiel belastet vom festen US-Dollar um 1,43 Prozent auf ein Wochentief bei 395,17 Punkten. Tags zuvor hatte das Rohstoffbarometer noch ein 18-Monats-Hoch markiert. Brent-Öl verbilligte sich um 2,20 Prozent auf 54,25 USD. WTI-Öl gab um 2,12 Prozent auf 51,37 USD nach. Laut am späten Abend veröffentlichten Daten vom American Petroleum Institute (API) fielen die Rohöllagerbestände in den USA auf Wochensicht um 5,04 Millionen Barrel. Experten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um lediglich 342.000 Barrel gerechnet. Die Ölpreise konnten anschließend die Tagesverluste etwas eingrenzen. Der Preis für US-Erdgas gab um 2,93 Prozent auf 3,31 USD nach. Comex-Kupfer notierte 0,40 Prozent tiefer bei 2,61 USD. Bei den Edelmetallen kam es nach der jüngsten Erholungsrally zu Gewinnmitnahmen. Gold handelte 0,78 Prozent tiefer bei 1.204 USD (1.132 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,37 Prozent und 1,74 Prozent.

Am Rentenmarkt lasteten die verbesserte Stimmung an den Aktienmärkten und die Inflationsdaten auf den Kursen und beflügelten die Renditen. Die Umlaufrendite stieg um fünf Basispunkte auf 0,09 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um ebenfalls fünf Basispunkte auf 0,36 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future sackte um 0,52 Prozent auf ein Wochentief bei 163,04 Punkten ab. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete bei 2,42 Prozent, ein kräftiger Aufschlag von neun Basispunkten.

Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh ein uneinheitliches Bild. Der Nikkei 225 profitierte vom schwächeren Yen und legte um zuletzt rund 0,8 Prozent zu. Unternehmensseitig stand unter anderem Toshiba im Zentrum des Interesses. Die Aktie brach um über 17 Prozent ein, nachdem ein Medienbericht nahelegte, das Unternehmen erwäge einen Verkauf seiner Halbleitersparte, und nach weiteren Meldungen der Verlust in der Kraftwerkssparte wesentlich größer ausfallen könnte als zuletzt spekuliert.

Heute richtet sich der Fokus auf die Sitzung der EZB. Es wird erwartet, dass die Notenbank nicht zum “Einstieg in den Ausstieg” der lockeren Geldpolitik blasen wird, sondern die Füße trotz der zuletzt verbesserten Signale von Seiten der Konjunktur und der Inflation stillhält. Unternehmensseitig stehen nach US-Börsenschluss die Quartalszahlen von American Express und IBM zur Veröffentlichung an.

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