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Flüssiges Geld Jose Cuervo: Mit Tequila an die Börse

26.01.2017, 15:43  |  2112   |   |   

Der mexikanische Tequilaproduzent Jose Cuervo will am 8. Februar an die Börse gehen. Letztes Jahr hatte Cuervo zweimal den Börsengang verschoben. Unter den Vorzeichen von Trumps-Wirtschaftspolitik wird sich zeigen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist.

Laut einem Bericht von "CNBC" soll eine Aktie zwischen 30 und 34 Pesos kosten. Das könnte Anleger aus dem Ausland freuen, denn der aktuell spottbillige Peso wird die Kaufbereitschaft steigern. Bei 32 Pesos je Anteilsschein würden Cuervo 706,5 Millionen Dollar zufließen ("Reuters"). Dies käme dem Unternehmen sehr gelegen, denn wie die "WirtschaftsWoche" schreibt, braucht der weltgrößte Tequila-Hersteller dringend eine Kapitalspritze.  

Tequila gehört zum Nationalgetränk Mexikos und wird aus Agaven hergestellt. In den USA hat sich der Tequila-Umsatz von 7,2 Millionen Dollar 2002 auf 14,8 Millionen Dollar 2015 erhöht. Nordamerika ist mit 60 Prozent der größte Exportmarkt für Jose Cuervo ("Quartz"). Für den Hersteller erfreulich: Ein Urteil in den USA bestätigte, dass Tequila eine eigene Marke ist. Damit wurde dem Hersteller Luxco, der Tequila-ähnliche Spirituosen vertreibt, eine Absage erteilt ("Bloomberg"). 

Im weltweiten Vergleich belegt Jose Cuervo den dritten Platz, was den Spirituosen-Absatz anbelangt ("Statista"). 2014 wurden 5,9 Millionen Einheiten des gebrannten Agavensaftes verkauft. Davor rangieren die Whiskeysorten Jim Beam - mit 7,57 Millionen Einheiten - und Jack Daniel´s - mit 13,66 Millionen Einheiten. Jim Beam gehört zum Beam Suntory-Konzern und Jack Daniels zum Brown-Forman-Konzern. Beide sind an der Börse.  

Dass Tequila nicht nur Kopfweh für den nächsten Tag beinhaltet, sondern ein starkes Produkt ist, musste auch George Clooney feststellen. Clooney gründete 2013 "Casamigos Tequila", der zu den am schnellsten wachsenden Premium-Tequila-Marken gehört ("Focus"). Statt in Spirituosen-Aktien zu investieren, kann man sich ein paar gute Flaschen in den Keller legen. Die Trump-Politik könnte in eine Krise führen und dann wird stets mehr Alkohol getrunken. Sowohl im Aktiendepot als auch in flüssiger Form machen Spirituosen Sinn und in diesem Sinne, Prost!



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