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Harvard entlässt Finanzprofis An der TOP-Eliteuni rollen die Köpfe

27.01.2017, 13:37  |  3919   |   |   

Der Erfolg der US-amerikanischen Universitäten im Bereich der Forschung basiert im wesentlichen auf großzügigen Privatspenden und cleveren Investmentprofis. Am Harvard-College spielte beides in der Vergangenheit ein enormes Vermögen ein. Nun aber wendet sich das Blatt. Der neue Stiftungschef will die Hälfte der Mitarbeiter entlassen.

Die Harvard Universität verwaltet derzeit ein Vermögen von 35 Milliarden Dollar und ist damit nicht nur das reichste, sondern gleichsam auch eines der prestigeträchtigsten Colleges. Hier wird die zukünftige internationale Elite ausgebildet. Eltern zahlen astronomische Summen, um den perfekten Start ins Leben zu sichern. Die Studiengebühren sind jedoch Peanuts, im Vergleich zu den Spenden und Renditeerwartungen der hauseigenen Investmentprofis. Letztere haben in der jüngsten Vergangenheit jedoch die Erwartungen nicht erfüllen können.

Harvard-Profis ohne Rendite

Die 230-Mann-starke Profi-Mannschaft hat der Stiftungschef, Nirmal Narvekar, im Fokus. Narvekar will an die Erfolge zwischen 1990 und 2005 anknüpfen, denn in dieser Periode wurde das ursprüngliche Harvard-Vermögen von fünf Milliarden zu 25 Milliarden Dollar gemacht. Seit der Krise 2009 kamen die Finanzen der Eliteuni aber nicht mehr vom Fleck. 2016 musste sogar ein Minus von zwei Prozent gemeldet werden, wie "n-tv.de" berichtet. Die Verluste konnten lediglich durch sehr hohe Spendenbeträge ausgeglichen werden.

Wo steckt das Vermögen fest?

Das Harvard-Vermögen steckt in Rohstoffen, Immobilien, Aktienfonds und Staatsanleihen, also alles kein Hexenwerk. Der Verwaltungsaufwand stehe jedoch in keinem angemessenen Verhältnis, wie der Verwaltungschef an die Uni-Verwaltung erklärte. So schlug er die Kündigung von 50 Prozent der Mitarbeiter, die Schließung des universitätseigenen Hedgefonds und ein Outsourcing der Geldanlageabteilung vor.

Die Folgen dieser großanlegten Umstrukturierungsmaßnahme sind noch nicht absehbar. Am Ende werden die Kosten sinken, aber ob Harvard an die Erfolge vor der Finanzkrise anknüpfen wird, bleibt ungewiss.  



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