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DAX und MDAX – Crunch-Time und das Schweizer Uhrwerk

Gastautor: Daniel Saurenz
28.01.2017, 08:00  |  1582   |   |   

Börse-Dax-1Aktienmärkte befinden sich teilweise wie im Sport in einer “Crunch-Time”- unser Beitrag dazu. Nach monatelanger Regungslosigkeit löst sich eine Pattsituation zwangsläufig in eine Richtung auf. Dann wird es für Charttechniker besonders spannend – so nun auch beim DAX. Interessant ist auch die Lage beim MDAX, der sich in den letzten Jahren “wie ein Schweizer Uhrwerk” nach oben gekämpft hat und in dieser Woche einen weiteren Rekord markierte. Wir stellen zu den beiden Indizes die technische Analyse der HSBC vor.

Von der Dynamik des Vortages war am Donnerstag beim DAX® zwar nichts mehr zu spüren, aber immerhin konnte das Aktienbarometer die jüngsten Zugewinne weiter ausbauen. Das Aufbrechen der Schiebezone zwischen 11.645/92 Punkten und gut 11.400 Punkten sowie das Aufwärtsgap bei 11.596/11.669 Punkten halten wir gegenwärtig für die wichtigsten Katalysatoren. Hilfreich erscheint uns zusätzlich ein Blick in die USA: Die neuen Allzeithochs seitens der amerikanischen Standardwerte wurden durch neue Verlaufshochs bei der Advance-/Decline-Linie bestätigt, d. h. die Mehrzahl der an der NYSE notierten Papiere bestätigt die jüngsten Ausbrüche.

Gleichzeitig signalisiert das Sentiment keinerlei Euphorie. Schließlich gibt es gemäß der aktuellen Erhebung der American Association of Individual Investors (AAII) derzeit unter den amerikanischen Privatanlegern mehr Bären (33,5 %) und Neutrale (34,9 %) als Optimisten (31,6 %). Unter dem Strich ist die Ausgangslage für den DAX® also günstig, um perspektivisch das bisherige Allzeithoch bei 12.391 Punkten ins Visier zu nehmen. Das Hoch vom Mai 2015 bei 11.920 Punkten markiert auf dem Weg in diese Region eine der wenigen verbliebenen charttechnischen Hürden.

HSBCDaily_DAX

Ausgewählte Open End-Turbo-Optionsscheine auf den DAX30

TD7G0S – Call

TD7CT7 – Call

TD7Q8F – Put

Wie ein Schweizer Uhrwerk

Der  MDAX®  ist  dem  „großen  Bruder“  unverändert  mindestens  einen Schritt  voraus,  denn  mit  dem  Sprung  über  das  Hoch  vom  November 2015  (21.680  Punkte)  hatten  die  deutschen  „midcaps“  bereits  Ende 2016 die Weichen in Richtung Norden gestellt. Diese Entwicklung sorgt gleichzeitig für ein neues Allzeithoch und damit eines der besten Signale, welche  die  technische  Analyse  bereithält.  Als  Sahnehäubchen  wurde damit auch ein kleines aufsteigendes Dreieck nach oben aufgelöst, aus dem sich immerhin ein rechnerisches Anschlusspotenzial von gut 3.000 Punkten  ableiten  lässt.

Interpretiert  man  die  Entwicklung  seit  Anfang 2015  als  seitliche  Schiebezone,  dann  ergibt  sich  aus  deren  „bullisher“ Auflösung sogar ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von rund 26.500 Punkten.  Als  Etappenziel  dient  im  „uncharted  territory“  die  161,8%- Fibonacci-Projektion  der  Korrektur  von  Dezember  2015  bis  Februar 2016  (24.303  Punkte).  Als  Absicherung  auf  der  Unterseite  bieten  sich die ehemaligen Ausbruchsmarken bei knapp 22.000 Punkten an. Noch wesentlich massiver ist die Haltezone aus der 38-Wochen-Linie (akt. bei 21.134 Punkten)und dem seit 2011 bestehenden Haussetrend (akt. bei 21.026 Punkten).

HSBCDaily_MDAX

Ausgewählte Open End-Turbo-Optionsscheine auf den MDAX

TD76VA – Call

TD76WN – Call

TD7700 – Put

Disclaimer: Wir weisen darauf hin, dass HSBC für die Platzierung dieses Beitrags bezahlt und auch die genannten Produkte ausgewählt hat. Darüber hinaus stellt Feingold Research Produkte von HSBC in ihren Publikationen und Beiträgen vor.

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