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VW-Aktie Keine (weiteren) Freudensprünge

28.01.2017, 10:42  |  3985   |   |   

Einfuhrsteuern in die USA und neuerliche Ermittlungen im Abgas-Skandal – kein Wunder, dass die Volkswagen-Aktie (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) in diesem Umfeld keine (weiteren) Freudensprünge macht. Die neuen Ermittlungen richten sich allerdings auch gegen den ehemaligen Vorstandssprecher Martin Winterkorn, sie treffen den Volkswagen-Konzern nur am Rande. Und das Thema Trump wird weiterhin an der Börse nicht sonderlich heiß gekocht – zumindest, wenn es um die negativen Folgen seiner unberechenbaren Politik geht.

Aber es gibt innerhalb der Führungsriege von Europas größtem Autobauer erhebliche Unruhe. Dies zeigt der gestern gemeldete Abgang von Vorstandsmitglied Christine Hohmann-Dennhardt, die für die Aufklärung des Dieselskandals mitverantwortlich ist. Offiziell erfolgt die Trennung „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über Verantwortlichkeiten und die künftigen operativen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort“, so Volkswagen. Klar wird aber, dass es wohl hinter den verschlossenen Türen mächtig gefunkt hat, wenn man bedenkt, dass die frühere Verfassungsrichterin erst vor Jahresfrist vom Mitbewerber Daimler zur Diesel-Gate-Aufklärung abgeworben worden war.

VW-Chart: finanztreff.de

Operativ hat der Diesel-Skandal hingegen zuletzt kaum noch Spuren hinterlassen. Die Absatz- und Zulassungszahlen waren in allen Regionen mindestens ordentlich bis gut. Und auch die jüngsten Quartalszahlen konnten am Markt gefallen…

Auf www.plusvisionen.de geht es weiter.

RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto Volkswagen

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2 Kommentare

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Kommentare

neee ich glaube das den bald keiner mehr ernst nimmt. Er wird seine ersten politischen Niederlagen bekommen und dann gaaaaanz langsam lernen.....
Nicht nur bei VW wird es sehr holprig werden in 2017 - alle Börsen werden unter der Unberechenbarkeit von Zwitschertrump in der nächsten Zeit in Mitleidenschaft gezogen! :-(

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