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moneymeets.com - Studie Mit Fonds gewinnen

Gastautor: Dieter Fromm
30.01.2017, 12:59  |  1180   |   |   

Die moneymeets-Fondsstudie Januar 2017 zeigt Rendite und Kosteneffekte bei den Bestsellern und Spitzenperformern der wichtigsten Anlageklassen.

Aufgrund der niedrigen Zinsen setzen auch immer mehr sicherheitsorientierte Anleger auf Fonds und ETFS. Denn während sie mit Tagesgeld nicht einmal mehr den Kaufkraftverlust durch die gestiegene Inflationsrate abgelten können, erzielen viele Fonds attraktive Renditen. Auch vorsichtige Investoren, die nur moderate Risiken eingehen wollen, haben gute Chancen - sofern sie auf die Kosten achten. Andernfalls schmälern Ausgabeaufschläge und jährliche Gebühren die Performance beträchtlich.

So sind Mischfonds derzeit in Deutschland besonders gefragt. Mehr als zehn Milliarden Euro flossen zwischen Januar und November 2016 in diese Anlageklasse, zeigen Zahlen des Fondsverbandes BVI. Bei defensiven Varianten gilt das Risiko-Rendite-Verhältnis als optimal für sicherheitsorientierte Investoren: Denn hier fließen maximal 30 Prozent des Fondsvermögens in die Aktienmärkte, die meist höhere Schwankungen aufweisen als Anleihen. Und da sich beide Anlageklassen meist in unterschiedliche Richtungen entwickeln, können Risiken gut abgefedert werden. Diese Portfolios erzielten in den vergangenen fünf Jahren eine mittlere Performance von 4,1 Prozent. Die moneymeets-Studie zeigt, die besten Fonds und das meistverkaufte Produkte schafften in dieser Anlageklasse deutlich mehr.

Hohes Sparpotenzial bei Mischfonds

Sie zeigt aber auch: Obwohl die Renditeaussichten deutlich moderater sind als bei Aktienfonds, kosten die Spitzenfonds in dieser Kategorie beim Kauf ebenfalls vier bis fünf Prozent Ausgabeaufschlag. Das wirkt enorm auf das Anlageergebnis: Wer beispielsweise 10.000 Euro investiert, die sich zu 4,1 Prozent verzinsen, käme nach fünf Jahren auf 12.225 Euro. Würde er 400 Euro Kaufgebühr zahlen, könnten sich nur 9.600 Euro verzinsen und der Depotwert läge nach fünf Jahren bei 11.736 Euro. Bezogen auf die investierten 10.000 Euro liegt daher die Nachkostenrendite nur bei 3,25 Prozent.

Wer jedoch den Fonds bei einer der acht Online-Partnerbanken von moneymeets ordert, kann sich meist nicht nur die Kaufgebühr sparen. Auch ein Teil der jährlichen Gebühr, die die Anbieter direkt von der Performance abziehen, wird erstattet. Denn auch hier fließt eine Innenprovision an den Vertrieb. Bei den besten Produkten können sich Anleger hier bis zu 0,3 Prozentpunkte der Gebühren erstatten lassen. Wer das macht und diesen Betrag wieder anlegt, käme in fünf Jahren auf 12.389 Euro oder 4,38 Prozent Rendite.

Kostenfalle bei offenen Immobilienfonds

Bei offenen Immobilienfonds ist der Effekt sogar noch dramatischer. Denn die Renditen sind deutlich niedriger: In dieser Anlageklasse fiel aufgrund von Sondereffekten die Performance in den vergangenen fünf Jahren sogar negativ aus. Denn viele Fonds werden derzeit abgewickelt, weil sie in der Finanzkrise illiquide wurden und ihre Anteilseigner nicht auszahlen konnten. Sie mussten daher schließen und Immobilienobjekte verkaufen. Manche wurden ganz aufgelöst. Daher müssen Anleger, die jetzt in die verbliebenen Fonds investieren, ihr Kapital mindestens zwei Jahre im Fondsvermögen lassen. Danach muss ein Verkauf der Anteile ein Jahr im vorhinein angekündigt werden.

Wer sich dennoch für diese Produkte interessiert, dem raten Fachleute derzeit mit zwei bis 2,5 Prozent Plus per annum zu kalkulieren. Bis Mitte Januar 2022 kann also, wer 10.000 Euro investiert, auf Fünf-Jahres-Sicht mit 1.314 Euro Rendite rechnen. Doch bei den besten Performern dieser Anlageklasse werden Ausgabeaufschläge von bis zu 5,25 Prozent fällig. Viele Bestperformer werden von Onlineplattformen zu 100 Prozent rabattiert angeboten. Wer diese Möglichkeit nicht nutzt, reduziert seine Ertragsaussicht auf 789 Euro oder magere 1,4 Prozent per annum.

Schade, mag der eine oder andere Investor denken. Denn Immobilienfonds locken mit zwei Versprechen. Zum einen sind sie Sachwerte und vor Inflation geschützt. Zum anderen versprechen Geschäftsführer großer Häuser wie Deka Immobilien oder Union Investment auf mittlere Sicht Renditen von immerhin zwei bsi 2,5 Prozent per annum.

Doch ein Vergleich bei der Fondsratingagentur Morningstar zeigt: Offene Immobilienfonds mit Schwerpunkt Europa schaffen in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich magere 0,28 Prozent Performance. Im Fünf-jahres-Mittel fällt das Ergebnis sogar negativ aus. Und ein Blick auf die Fondsliste zeigt: Das durchschnittliche Ergebnis für Privatanleger dürfte in dieser Fondskategorie sogar noch schlechter ausfallen sein. Denn die besten drei Fonds der Kategorie sind nur für Anleger erhältlich, die mehr als 50.000 Euro investieren wollen.

Für die Nummer vier der Anlageklasse, den Wertgrund Wohnselect mit 3,8 Prozent Plus im Jahresvergleich gibt es einen Cashstop. Bleibt also die Nummer fünf, der Aachener Grund Fonds Nr 1, der anders als andere Immobilienfonds vor allem auf innerstädtische Einzelhandelsobjekte setzt und sich eigentlich an christlich orientierte Investoren richtet. Seine Manager erzielten 3,2 Prozent anno 2016 und 3,5 Prozent im Drei-Jahres-Vergleich.

Breiter ist der elf Milliarden Euro schwere UniImmo: Deutschland aufgestellt. Das Fondsvermögen ist auf Büro- und Gewerbeobjekte aufgeteilt. Und anders als der Name vermuten lässt, ist nur 40 Prozent des Fondsvermögens in Deutschland investiert. Der Rest ist europaweit investiert. Die Performance liegt bei 3,0 Prozent Plus im letzten Jahr und 2,8 Prozent im Drei-Jahres-Schnitt.

Das Problem: Die Kosten belasten Anleger angesichts der moderaten Renditen bei offenen Immobilienfonds stark. So sind beim Aachener Grund 1 allein vier Prozent Ausgabeaufschlag zu zahlen, beim Uniimmo: Deutschland sind es sogar maximal fünf Prozent. Ein Vergleich bei moneymeets zeigt: Der erste Fonds ist bei der moneymeets-Partnerbank comdirect mit 100 Prozent Rabatt erhältlich. Das Produkt von Union Investment hingegen nicht.

Der Unterschied: Wer 10.000 Euro investiert, muss bei Union Investment mit 500 Euro Kaufgebühr rechnen. Bei durchschnittlich 2,8 Prozent Performance per annum brauchen Anleger also fast zwei Jahre bis sie diese Kosten wieder verdient haben.

 2016 waren vor allem Mischfonds und offene Immobilienfonds gefragt. Hier können auch sicherheitsorientierte Anleger attraktive Renditen erzielen, sofern sie auch auf die Kosten achten. Denn Ausgabeaufschläge und jährliche Gebühren schmälern die Renditen beträchtlich, zeigt die aktuelle Studie „Mit Fonds gewinnen“ der Finanzplattform Moneymeets.

Die Durchschnittsperformance bei offenen Immobilienfonds fiel aufgrund von Sondereffekten in den vergangenen fünf Jahren negativ aus. Fachleute gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren eine Rendite von 2,5 Prozent pro anno möglich ist. Wer jetzt 10 000 Euro investiert, veranschlagt also bis Mitte Januar 2022 etwa einen Wertzuwachs von 1 310 Euro. Bei diesen Fonds werden Ausgabeaufschläge von bis zu 5,25 Prozent fällig. Einige der Bestperformer werden von Onlinebanken bis zu 100 Prozent rabattiert angeboten. Wer diese Möglichkeit nicht nutzt, reduziert seine Ertragsaussicht auf 748 Euro. Damit sinkt die Rendite auf 1,4 Prozent per annum, zeigt die Moneymeets-Studie.

Gebühren zu sparen, ist also gerade für Investments mit moderaten Aussichten wichtig. Von den Top-Fonds bei Immobilienfonds sind zwar die meisten verbilligt erhältlich, doch Preisfüchse können bei den meisten Spitzenprodukten unter den Mischfonds nicht nur die Kaufgebühr sparen, sondern sich auch einen Teil der jährlichen Fondsgebühren erstatten lassen. Letztere gehen eins zu eins zu Lasten der Wertentwicklung. Doch wie der Ausgabeaufschlag fließt ein Teil der jährlichen Fondskosten an den Vertrieb. Einige Plattformen erstatten diese Gebühren teilweise.

Das Sparpotenzial verdeutlicht der Fondsbestseller Flossbach von Storch Multiple Opportunities. Er hat in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 9,4 Prozent per annum erzielt. Wer im Januar 2012 also 10 000 Euro investiert hat, würde heute über 15 670 Euro Depotwert verfügen, sofern er sich die bis zu fünf Prozent Ausgabeaufschlag durch den Kauf über eine Onlineplattform erspart hat. Zudem fällt eine Jahresgebühr in Höhe von 1,64 Prozent Jahresgebühr per annum an. Davon sind 0,54 Prozentpunkte Provision, wovon sich Anleger über Moneymeets bis zu 0,35 Prozentpunkte erstatten lassen können. Das wären bei 10 000 Euro Investment über fünf Jahre 180 Euro. Kostenbewusste hätten 977 Euro mehr verdient als Anleger, die volle Gebühren zahlten.

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Auf moneymeets finden Investoren zu allen genannten Fonds günstige Online-Anbieter, bei denen sie sich Ausgabeaufschläge sparen können. Privatanleger können sich zudem bis zu 66 Prozent der Kickbacks erstatten lassen, die sich bei vielen Fondsprodukten in den laufenden Jahresgebühren verstecken. Bei den teuersten Mischfonds beträgt diese Innnenprovision mehr als einen Prozentpunkt.



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