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Tesla – Rabatt geht immer

Gastautor: Daniel Saurenz
01.02.2017, 11:00  |  921   |   |   

Rabatt_Mark_DevisenWenn es um Discount oder Rabatt geht, sind Deutsche ganz schnell vorne dabei. Discountzertifikate funktionieren aber nicht wie der Einkauf im Sommerschlussverkauf. Zwar erlauben die Papiere den Kauf des Basiswerts mit einer Vergünstigung, aber sie sind vor allem ein Produkt zur geschickten Erweiterung des Portfolios. Im Vergleich zum direkten Aktien- oder Indexinvestment ist das Risiko gedämpft, trotzdem bieten Discounter vor allem in Seitwärtsmärkten überzeugende Renditen. Klingt fast zu gut, um wahr zu sein – doch wie geht das? Die Funktionsweise des Produkts ist sehr transparent. Der Anleger erhält einen Preisnachlass auf den gewählten Basiswert, den Discount. Im Gegensatz zum Basiswert ist er aber nur begrenzt an Kursgewinnen beteiligt.

Der Höchstauszahlungsbetrag (Cap) bestimmt beim Discounter die Maximalauszahlung und somit auch die maximal zu erzielende Rendite. Ein Beispiel: Angenommen eine Aktie notiert bei 80 Euro und der Anleger erwartet über das kommende Jahr maximal leicht steigende Kurse. Er wählt daher ein Discountzertifikat mit einer Restlaufzeit von zwölf Monaten, das einen Cap bei 77 Euro hat. Das kostet ihn 64 Euro, was einem Nachlass von 20 Prozent auf den aktuellen Kurs entspricht. Dafür nimmt er die Gewinnbegrenzung in Kauf, die leicht unterhalb des aktuellen Aktienkurses liegt.

Aktuelle Discount-Produkte aus unserer ISIN-Liste

VOLKSWAGEN AG VZ. Discount Call PR1Q1R

Tesla Motors Discount CX5SC1

Aixtron Discounter 9/17 Cap 3 DM0P9Q

Discount-Zertifikat auf Deutsche Telekom (Cap 16) GL5LS7

Lesen Sie Tesla als heißeste Wette im Autosektor

und Tesla und die Überlebensfrage

Frankfurt_Börse_2Fällt die Aktie bis zum Laufzeitende nur leicht und bleibt mindestens bei 77 Euro, kassiert der Anleger die maximale Rendite von rund 20,3 Prozent. Diese ergibt sich aus dem Preis für das Zertifikat von 64 Euro und dem Auszahlungsbetrag von 77 Euro. Klettert die Aktie dagegen auf 120 Euro, gibt es auch nur die 77 Euro ausbezahlt.

In diesem Fall wäre der Kauf der Aktie besser gewesen, dies konnte im Vorhinein der Anleger jedoch nicht wissen. Dafür war der Anleger über die Laufzeit teilversichert, hatte einen Sicherheitspuffer gegen fallende Kurse. Sinkt die Aktie nämlich von 80 auf 56 Euro, so entspricht das im Basiswert einem Verlust von 30 Prozent. Das Discountzertifikat stünde nur mit etwa zwölf Prozent unter Wasser.

Über die Funktionsweise von Discount-Zertifikaten können Sie sich hier informieren.

Wer sich fragt, wie diese Konstruktion denn nun bezahlt wird – ganz einfach: Die Anleger verzichten auf die Dividende, womit der Emittent das Produkt bauen kann. Hinter dem Zertifikat stecken nämlich der Kauf einer Aktie und der gleichzeitige Verkauf einer Kaufoption. Durch letzteres wird eine Prämie vereinnahmt, die den Rabatt finanziert. Hinzu kommt, dass eine hohe Volatilität im Basiswert das Produkt noch attraktiver macht. Denn je höher die Volatilität, desto höher der Wert der verkauften Call-Option und umso höher ist dann auch die Prämieneinnahme beziehungsweise der Rabatt.

Mittwoch 18.00 Uhr: die Finanzmarktrunde- Hier gehts zur Anmeldung…



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