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Vonovia, Deutsche Wohnen – Immobilienblase immer gigantischer

Gastautor: Daniel Saurenz
02.02.2017, 09:00  |  4193   |   |   

Frankfurt_Immobilien_4Die Häuserpreise sind seit etlichen Jahren rund um den Globus kräftig im Aufwärtstrend. Viele Experten glauben, dass die Preise ein nachhaltig hohes Niveau erreicht hätten und sie nicht wieder sinken würden. Genau diese Einschätzung hatten allerdings auch etliche Mitglieder der US-Notenbank vor dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2007 vertreten.

Deutliche Meinungsunterschiede zwischen den zwei weltweit berühmtesten Managern von Anleihenfonds: Während Bill Gross zuletzt gesagt hatte, dass bei einem Anstieg der Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen auf 2,6 Prozent der jahrzehntelange Bullenmarkt zu Ende sei, und ein Bärenmarkt beginnen würde, ist der Anleihen-„König“ Jeff Gundlach der Überzeugung, die Marke liege vielmehr bei drei Prozent.

„Die letzte Linie im Sand sind drei Prozent für die Zehnjährige“, sagt Gundlach. „Das wird das Ende des Bullenmarkts aus charttechnischer Sicht markieren, nicht 2,6 Prozent.“ Ein Bärenmarkt bedeutet mittel- und längerfristig sinkende Anleihenkurse, also steigende Zinsen.

Der Unterschied von 0,4 Prozentpunkten mag sich nicht groß anhören, dennoch ist er bei derart niedrigen Zinsen ein enormer Unterschied, gerade für die Käufer von Immobilien. Denn wegen der sehr hohen Immobilienpreise nimmt bei steigenden Zinsen die Zinsbelastung für die Hauskäufer stark zu, was den wichtigen Immobiliensektor und damit die gesamte US-Wirtschaft deutlich belasten würde.

Anleger können sinkende Zinsen über Bonuspapiere, wie das Capped-Bonus-Zertifikat mit der WKN PB31PL auf Vonovia spielen. Das Papier hat eine maximale Rendite von 3,0 Prozent. Alternativ bietet sich die Aktienanleihe mit der WKN PR1EB0 an, deren maximale Rendite sogar bei 8,0 Prozent liegt. Fans von Deutsche Wohnen schauen sich die Aktienanleihe mit der WKN DGM555 an.

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Immobilienblase 2.0 in den USA

Italien_ImmobilienZwar sind die Immobilienpreise zuletzt etwas gesunken. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 360.900 Dollar liegen sie aber in der Nähe des Rekordhochs, was einem Anstieg um satte 39 Prozent gegenüber Ende 2011 entspricht. Zudem liegen die Preise deutlich über dem ehemaligen Rekordhoch von Anfang 2007.

Verantwortlich dafür sind vor allem die sehr niedrigen Zinsen. Die durchschnittlichen Löhne sind seit Ende 2011 aber um lediglich zwölf Prozent geklettert, weshalb Häuser so unerschwinglich sind wie selten zuvor. So liegt der durchschnittliche Häuserpreis beim 6,4fachen des durchschnittlichen Einkommens eines Haushaltes, gegenüber dem 6,1fachen im Blasenjahr 2007.

Historisch gesehen lag das Multiple früher aber bei lediglich zwei bis drei. Zuletzt ist der Anteil der Amerikaner, die im eigenen Haus wohnen, mit 63,5 Prozent in die Nähe des Rekordtiefs gesunken. Damit entfernt sich der Wert immer weiter vom ehemaligen Rekord von 69,2 Prozent von Ende 2004.

In unserer ISIN-Liste finden Sie auch etliche Produkte auf den Bund-Future: Wenn Sie davon ausgehen, dass der Bund-Future weiter sinken dürfte – die Zinsen also steigen dürften -, schauen Sie sich bitte den Knock-Out-Bear mit der WKN TD7Q9K (Hebel 20) an. Sollten Sie hingegen erwarten, dass sich der Bund-Future erholen sollte – die Zinsen also sinken sollten -, wäre der Knock-Out-Bull mit der WKN SE60AK (Hebel 37) ein gutes Handwerkszeug.

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Enorme Immobilienblasen in China

Das Problem ist, dass die Zinsen nicht nur in den USA, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt extrem niedrig sind, weshalb auch dort die ohnehin großen Blasen weiter aufgepumpt werden. Wie groß sie sind, zeigten zuletzt einmal mehr die Meldungen aus China. Die Preise neuer Häuser waren im Dezember in den größten 70 Städten Chinas um 12,4 Prozent gestiegen. In Shanghai waren sie sogar um 26,5 Prozent nach oben geschossen, und in Peking um 25,9 Prozent. Dabei waren die Preise bereits in den vergangenen Jahren rasant geklettert.

Der Anteil der Hypothekenkredite war daher zuletzt auf 71 Prozent sämtlicher neuen Kredite gestiegen, gegenüber 23 Prozent für 2014. Der Rückgang des Renminbi gegenüber dem Dollar treibt Anleger zusätzlich in Immobilien. Daher könnte die Blase noch größer werden, zumal die Schulden der privaten Verbraucher erst bei 40,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung liegen und die Konsumenten ihre Schulden daher weiter erhöhen können. Der Vergleichswert für US-Verbraucher liegt bei 80 Prozent.



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