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Der Nettogewinn von Ferrari verdoppelt sich nach Kostensenkungen und Preiserhöhungen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.02.2017, 12:00  |  908   |   |   

Ferrari N. V. (WKN:A2ACKK) sagte am 2. Februar, man habe die bereinigten Kerngewinne um 38 % auf 251 Mio. Euro in Q4 erhöhen können. Dieser starke Anstieg war im Jahresvergleich deutlich höher als die 225 Mio. Euro, die die Wallstreet laut Thomson Reuters erwartet hatte. Der italienische Autohersteller konnte damit an der Börse 4 % Plus erzielen, nachdem die Nachricht verkündet wurde.

Die Auslieferungen des mehr als 2 Mio. US-Dollar teuren LAFERRARI APERTA halfen die Gewinne des vierten Quartals zu erhöhen. Bildquelle Ferrari N. V.

Die harten Zahlen

Alle Zahlen sind in Euro angegeben und entsprechen dem Stand vom 2. Februar.

Kennzahl Q4 2016 Im Vergleich zu Q4 15 Gesamtjahr 2016 Im Vergleich zu 2015
Ausgelieferte Fahrzeuge 1.940 (4) % 8.014 5 %
Umsatz 836 12 % 2.854 9 %
EBITDA 224 42 % 719 17 %
Bereinigtes EBITDA 251 38 % 748 18 %
Nettoeinnahmen 112 103 % 290 38 %

Datenquelle Ferrari N. V. das bereinigte EBITDA schließt die Kosten des Takata-Airbag Rückrufs aus und die Trennung von Ferrari zu Fiat Chrysler Automobiles und der IPO aus.

Die in Netto-Industrie-Schulden des Unternehmens betrugen Ende 2016 653 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 797 Millionen Euro. Mit dieser Kennzahl sind die Schulden, abzüglich der Bar Metal und ausstehenden Forderungen, gemeint.

Was ist mit Ferrari im letzten Quartal passiert?

Trotz einem Rückgang der Gesamtzahl der ausgelieferten Fahrzeuge im Jahresvergleich (verglichen mit dem Vorjahr) stiegen die Umsätze von Ferrari um 12 % in Q4. Dieser Gewinn lag primär an einem großen Anstieg bei den Umsätzen aus dem Verkauf von Motoren für Motorsport Teams und das ehemalige Mutterunternehmen Fiat Chrysler Automobiles (WKN: A12CBU) und deren Luxusmarke am Maserati.

Der GTC4Lusso von Ferrari. Bildquelle Ferrari N. V.

Die starken Umsätze der profitableren 12-Zylinder Modelle, besonders des GTC4Lusso und des in limitierter Auflage erhältlichen und extrem exklusiven LaFerrari Aperta, eines hybriden Cabrio Sportwagens haben auch geholfen, wie auch ein Anstieg bei den Sponsoren-Einnahmen aus dem Rennaktivitäten der Marke Ferrari.

Was der CEO von Ferrari dazu zu sagen hatte

Wenn man sich die bereinigten Gewinne vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) ansieht, dann betrug die Gewinnmarge im vierten Quartal unglaubliche 30 %. Das ist ein Fortschritt verglichen mit den 24,3 % im Vorjahreszeitraum, den CEO Sergio Marchionne mehreren Faktoren zuschrieb.

Wir sind jetzt in einer Position, um 30 % EBIT DA zu bekommen. Das ist eine Kombination von mehreren Dingen. Erstens haben wir uns die Vorschläge von den meisten Investoren zu Herzen genommen und die Preissetzungsmacht von Ferrari besser ausgenutzt. Wir haben einiges, aber ich glaube nicht alles Mögliche umgesetzt, um einen angemessenen Preis für das zu bekommen, was wir produzieren. Aber ich glaube, wir haben bei diesem Thema definitiv Fortschritte erzielt. Genauso wichtig, glaube ich ist es, dass wir bei unseren eigenen Kosten deutlich rigoroser geworden sind. Das zeigt sich in der operativen Marge für das Geschäft.

Marchionne sagte auch, dass Ferrari einige neue Produkte in limitierter Auflage in Entwicklung hätte, die die Gewinne hochhalten sollten. Aber er sagte, dass es keinen SUV von Ferrari geben werde.

Wir bekommen weiterhin phänomenalen Druck von außen, endlich einen zu bauen, weil jeder weiß, dass wenn Ferrari einen SUV bauen würden, wir ihn auch verkaufen könnten. Ich habe aber Probleme damit, mir ein Auto vorzustellen, dass von Ferrari verkauft werden kann, das nicht dieselbe Fahrdynamik von einem unserer PKWs hat. Wir müssen hier diszipliniert bleiben, um die Marke nicht zu kannibalisieren.

Der Ausblick für 2017

Wenn wir annehmen, dass die Wechselkurse einigermaßen konstant bleiben, dann erwartet Ferrari für das gesamte Jahr 2017 die folgende Performance:

  • Auslieferung von 8400 Fahrzeugen, darunter Sportwagen in limitierter Auflage.
  • Net-Umsätze von über 3,3 Mrd. Euro.
  • Bereinigtes EBITDA der von mehr als 950 Mio. Euro.
  • Netto-Industrie-Schulden von etwa 500 Mio. Euro zum Ende des Jahres.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 29.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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