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Bundesbank-Chef Anschuldigungen aus USA 'mehr als abwegig'

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
07.02.2017, 17:45  |  1100   |   |   

MAINZ (dpa-AFX) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat Vorwürfe der Wechselkursmanipulation aus den USA scharf zurückgewiesen. "Der Vorwurf, Deutschland beute die USA und andere Länder mit einer unterbewerteten Währung aus, ist mehr als abwegig", sagte Weidmann laut Redetext am Dienstag in Mainz. Der allerjüngste Dollaranstieg dürfte vielmehr hausgemacht sein, ausgelöst durch politische Ankündigungen der neuen US-Regierung unter Präsident Donald Trump.

Deutsche Unternehmen sind Weidmann zufolge vor allem deshalb so erfolgreich, "weil sie hervorragend auf den Weltmärkten positioniert sind und mit innovativen Produkten überzeugen". Als sehr beunruhigend bezeichnete der Bundesbank-Chef die protektionistische Rhetorik der neuen US-Administration, "zumal Deutschland zunehmend ins Visier der amerikanischen Regierung gerät."

US-Präsidentenberater Peter Navarro hatte Deutschland vorgeworfen, in seinen Handelsbeziehungen von einer "extrem unterbewerteten impliziten Deutschen Mark" zu profitieren. Er warf Deutschland vor, die USA und die EU-Partner durch einen schwachen Euro "auszubeuten".

Anfang der Woche hatte bereits der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die Vorwürfe zurückgewiesen. "Wir sind keine Währungsmanipulatoren."

Die EZB habe zuletzt 2011 am Devisenmarkt interveniert. Damals seien die Eingriffe aber im Rahmen der G7-Staaten durchgeführt und abgesprochen gewesen. Zuletzt habe es in den 1970er und 1980er Jahren einen Abwertungswettlauf gegeben, so Draghi./mar/DP/tos

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Kommentare

Naja,ganz so abwegig,ist der Vorwurf natürlich nicht,bei der Konstruktion des Euro,dient der höhere deutsche Export,bei allen Opfern,die Deutschland für Europa gebracht hat,als eine Art automatischer Schadensersatz,für die Industrie,die ja auch auf wundersame Weise zu den stärksten Befürwortern des Euro gehört !
Eine "Weichwährung" war eine der stärksten Deutschen Befürchtungen,in der Bevölkerung,er war in sofern nicht überraschend,da wir die steten Kreditausweitungs-Bedürfnisse einiger süd-europäischen Länder bereits kannten.
Wenn man sich Draghis Äußerungen in Erinnerung ruft,zb "We need a lower Euro",dann braucht man das nur einfach zu übersetzen und hat ernste Zweifel,an seinen Beteuerungen.
Noch schlimmer wiegen allerdings die Taten,zu einer in Ausssichtstellung,etwaiger Negativzinsen,währe es unter Kanzler Schmidt,ohne die "Geschmeidigmachung" deutscher Verfassungsrichter sicher längst nicht mehr gekommen,das Spielchen währe bereits abgepfiffen worden,wir hätten den Euro bereits hinter uns und würden uns wieder auf die nächste Währungsunion vorbereiten.
Solche Maßnahmen,gelten als volkswirtschaftlich bemerkenswert,schwächen klar die Währung und die Verdienste der Sparer,sie sind in einer funktionierenden Volkswirtschaft einfach undenkbar und abwegig und da der Effekt nicht zufällig ist,sollten sie auch zeitlich sehr begrenzt sein,soviel steht außer Frage!
Zwar ist Deutschland eine der bedeutendsten Volkswirtschaften,innerhalb des Euro,Negativzinsen,werden hierzulande allerdings ungerne gesehen,weswegen sich der Protest mehrt,keiner will es,aber der Euro,scheint es zu brauchen !
Den Vorwurf,an Deutschland,kann man also getrost zurückweisen,die Situation,ist eher zähne-knirschend geduldet !

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