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Parität noch nicht vom Tisch EUR/USD - Neues Kursziel aktiviert

08.02.2017, 13:45  |  3015   |   |   

EUR/USD gerät zunehmend unter den Einfluss politischer Ränkespiele. Während die EZB unbeirrt an ihrer lockeren Geldpolitik festhält und den Euro somit zwangsläufig schwächt, ist genau dieser Umstand dem neuen US-Präsident ein gewaltiger Dorn im Auge. Unter dem starken US-Dollar leidet die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft und im Umkehrschluss hat die Wirtschaft in der Euro-Zone aufgrund des schwachen Euro Wettbewerbsvorteile.

Doch nicht nur an der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft ist Trump gelegen. Mit einem schwachen US-Dollar lassen sich seine schuldenfinanzierten Pläne zur Stimulierung der US-Wirtschaft einfach besser umsetzen. Und so ist es wenig verwunderlich, dass Trump immer wieder Gelegenheit ergreift, den US-Dollar verbal zu schwächen. Nachhaltig ist das Ganze jedoch nicht. Über kurz oder lang erlangt das Thema Zinsdifferenz zwischen den Währungsräumen immer wieder die Oberhand und bestimmt das Handelsgeschehen bei EUR/USD. Draghi und EZB halten unbeirrt und ungeachtet der Risiken an ihrer Nullzinspolitik fest. Die FED hat hingegen die Leitzinsen bereits angehoben und wird den eigenen Worten nach in 2017 noch drei weitere Zinsschritte durchführen; sollte sie nicht doch noch unter dem politischen Einfluss einknicken.

Blendet man die fundamentalen Einflüsse samt politischer Einflussnahmeversuche aus, ergibt sich ein vergleichsweise klares Chartbild.

Der Euro konnte auch jüngst nicht die Widerstandszone um 1,08 US-Dollar überwinden. Damit blieb ein neues Kaufsignal aus. Stattdessen zeichnet sich aufgrund der Entwicklungen in den letzten Handelstagen immer deutlicher eine Doppel-Top-Formation ab. Damit hat sich ein neues Kursziel aktiviert. So könnte die erneute Schwäche den Euro nun wieder zurück auf das Unterstützungsniveau um 1,04 US-Dollar führen. Das Thema Parität ist nach wie vor aktuell und dürfte wohl erst bei einem Überschreiten der Zone 1,095 / 1,10 US-Dollar vom Tisch sein.

Kurzum: Bis auf Weiteres ist von einer Fortsetzung der Handelsspanne 1,04 bis 1,08 US-Dollar auszugehen.

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