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Villeroy & Boch legt eine Schippe drauf – die Aktie auch

09.02.2017, 14:59  |  443   |   |   

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch (WKN: 765723 / ISIN: DE0007657231) befindet sich weiter auf Kurs. Mit einem deutlichen Plus beim Ergebnis konnte sogar die solide Umsatzsteigerung noch übertroffen werden. Auch der Blick in die Zukunft verheißt gute Chancen für die Aktie.

Mit einem 2016er Umsatz von 820,1 Mio. Euro (+2,0 Prozent nominal) konnte Villeroy & Boch einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 47,6 Mio. Euro erzielen. Das Gesamtjahres-EBIT liegt damit um 9,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 43,5 Mio. Euro. Gründe hierfür waren in erster Linie die positive Umsatzentwicklung sowie ein effektives Kostenmanagement. Im Konzern-EBIT enthalten ist auch ein Sonderertrag in Höhe von 1,7 Mio. Euro aus dem Verkauf der schwedischen Werksimmobilie in Gustavsberg (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro). Das Konzernergebnis wurde um 6,6 Prozent auf 29,1 Mio. Euro verbessert.

Für das Geschäftsjahr 2017 strebt das Unternehmen eine Steigerung des Konzernumsatzes um 3 bis 5 Prozent an. Für das EBIT wird ein Zuwachs von 5 bis 10 Prozent prognostiziert. Interessant ist zudem die weitere Entwicklung rund um das ehemalige Werksgelände im „Rollingergrund“ in Luxemburg. Im Dezember wurde die erste von zwei Teilflächen an die Stadt Luxemburg verkauft. Ein Großteil des Verkaufserlöses wurde allerdings durch Rückstellungen für Abriss-, Rückbau- und Sanierungsarbeiten, zu denen sich Villeroy & Boch verpflichtet hat, aufgefressen.

Dennoch: Laut dem Geschäftsbericht erhöhen die Fortschritte bei der Baurechtsschaffung gemeinsam mit der Stadt Luxemburg den aktuellen Verkehrswert der zweiten Teilfläche des Entwicklungsgebietes um 12,2 Mio. Euro. Es bleibt abzuwarten, welche Sondererträge Villeroy & Boch am Ende aus dem Luxemburger Gelände ziehen kann. Aus der Fläche im schwedischen Gustavsberg wurden im Zeitraum 2013 bis 2016 bislang Sondererträge von 14,9 Mio. Euro realisiert.

Villeroy&Boch-Chart: finanztreff.de

Die Aktie entwickelt sich seit dem Absturz im Zuge der Finanzkrise wieder in Richtung der historischen Höchstkurse zwischen 16 und 17 Euro. Nachdem dieses Niveau zuletzt in den 1990er Jahren erreicht wurde, war die Aktie auch 2007 auf dieses Niveau geklettert. Aufgrund der operativen Stärke dürfen sich Anleger auch über eine weiter steigende Dividende freuen. Für 2016 soll die Ausschüttung um 4 Cent auf 0,53 Euro je Vorzugsaktie anwachsen. Damit ergibt sich eine Dividendenrendite von derzeit rund 3,5 Prozent. Da gibt es doch wahrlich schlechtere Investments.

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Bildquelle: Pressefoto Villeroy & Boch

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