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Centurion Minerals meldet Vollzug Neue Brecheranlage und Gips-Produktion laufen an

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Gastautor: Björn Junker
10.02.2017, 13:20  |  821   |   |   

Centurion Minerals Ltd. (TSXV: CTN; FRA: XJCA) zählt ab sofort zu den Produzenten! Wie das Unternehmen gestern mitteilte, sind auf dem Ana Sofia Agrar-Gips-Projekt in Santiago Del Estero, Argentinien, die ersten 1000 Tonnen Gips abgebaut, vermahlen und in so genannte Big-Bags verpackt worden. Das Unternehmen teilt weiter mit, dass die Tagesproduktion der Brecheranlage die volle Kapazität von 200 Tonnen pro Tag erreicht hat. Der größte Teil dieser ersten 1000-Tonnen-Produktion sei bereits verkauft. Die Abnehmer sind argentinische Düngemittelhändler. Agrar-Gips ist ein wertvoller Schwefel-Dünger, der in Verbindung mit Stickstoff-Dünger weltweit zur Bodenverbesserung eingesetzt wird. Üblicherweise werden zwischen 0,5 bis 2 Tonnen Agrar-Gips pro Hektar und Jahr ausgebracht. Wenn durch Zugabe von Agrar-Gips versalzte Böden wiederbelebt werden sollen, liegen die empfohlenen Mengen sogar bei 5 bis 10 Tonnen pro Hektar und Jahr. Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche in Südamerika beträgt 128 Mio. Hektar.

Centurion betrachtet die in diesem Jahr geplante Produktion von 40.000 Tonnen als Eintritt in den Markt. Das Management geht von wesentlich höheren Bedarfen aus. Allerdings müssen die Kunden zuerst davon überzeugt werden, dass Centurion pünktlich und mit der zugesagten Qualität liefern kann. Auf Dauer möchte sich Centurion als Qualitätsanbieter von hochwertigem Agar-Gips positionieren und eine spezifische Nische ausfüllen. Denn die lokalen Kunden haben im Wesentlichen bisher zwei Alternativen zum Gips von Ana Sofia: Entweder sie kaufen eine chemisch hergestellte Stickstoff-Schwefel-Verbindung, Ammonsulfatsalpeter, kurz ASS. Das Pulver oder Granulat enthält das Doppelsalz aus Ammoniumnitrat und Ammoniumsulfat (2NH4NO3·(NH4)2SO4) und kostet pro Tonne rund 300 USD. Dieser Dünger wird u. a. von der zur K+S Gruppe gehörenden K+S Nitrogen GmbH und von der BASF SE vertrieben. Alternativ dazu kann die Stickstoff- und Schwefeldüngung getrennt voneinander vorgenommen werden. Bisher sind lokale Bauern als Quelle für Gips vor allem auf Industriegips angewiesen, der eine geringere Reinheit aufweist. Zudem sind die Hersteller von Industriegips nicht auf die Landwirtschaft spezialisiert (was mit der Qualität ihrer Lagerstätten zu tun hat) und stellen daher keine laufende Versorgung für die Landwirtschaft sicher. Genau diese Angebotslücke möchte Centurion füllen – einerseits zu Preisen, die deutlich unter denen von Ammonsulfatsalpeter liegen und gleichzeitig bei besserer Qualität und höherer Liefertreue als die Industrie-Gips-Produzenten.

Landwirte wissen: Ohne Schwefel wirkt Stickstoff nicht. Bauern benötigen also immer beides. Denn wenn Böden auf Dauer mehr Nährstoffe entzogen als durch Düngung zugeführt werden, verarmen sie. Schwefeldüngung war lange Zeit überhaupt kein Thema. Über die schwefelhaltigen Emissionen von Braunkohlekraftwerken und Brikettöfen in vielen Haushalten gelangte reichlich davon in die Umwelt. Schwefeldioxyd und die daraus entstehende Schwefelsäure wurde für die Bodenversauerung und damit für das Waldsterben verantwortlich gemacht. Doch gleichzeitig haben die Emissionen die Böden auch kostenlos aus der Luft gedüngt. Mit dem Beginn der Rauchgasentschwefelung in den 1980er Jahren ist diese Nährstoffquelle versiegt. Im Laufe der Zeit wurde der ehemalige Schadstoff deshalb zu einem begehrten Nährstoff.  

Der Meldung zufolge arbeitet Centurion im Moment daran, feste Abnahmeverträge mit seinen Kunden in Argentinien, Paraguay und Uruguay zu vereinbaren. Die Konditionen sollen zwischen 85 bis 100 CAD pro Tonne liegen, wobei die Abnehmer selbst für den Abtransport vom Projekt verantwortlich sind. Die Brecheranlage wurde laut Aussage von CEO David Tafel auf Herz und Nieren getestet. Er gratulierte seinem Team vor Ort für die reibungslose Inbetriebnahme. Der nächste Schritt soll ein kontinuierlicher Produktionsprozess sein, bei dem das Agrar-Gips in den abgepackten Big Bags in einer Art „Just-in-Time-Produktion“ fortlaufend von Kunden abgeholt wird und nur ein minimales Inventar vorgehalten wird.

Das Ana Sofia Konzession umfasst eine Fläche von 50 Hektar inmitten einer 600 Hektar großen Explorationslizenz. Das Projekt liegt in einer Region, in der bereits kleinere Produzenten aktiv sind. Die Gips-Ressource liegt bei 1,47 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 94,1 Prozent reinem Gipsgehalt (unter Verwendung eines 85prozentigen Cut-Offs). Die Lebensdauer der Ressource würde bei einer Jahresproduktion von 50.000 Tonnen fast 30 Jahre betragen, allerdings ist bisher nur rund ein Zehntel der Lizenz exploriert. Der Businessplan von Centurion sieht eine deutliche Ausweitung der Produktion auf mindestens 150.000 Tonnen pro Jahr vor. Wir werden diese Story weiterverfolgen und warten insbesondere auf die kommenden Quartalsberichte.


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