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Microsoft, Intel und Cisco auf dem Weg nach oben

Gastautor: Daniel Saurenz
17.02.2017, 06:00  |  734   |   |   

Microsoft_HP / ROVE

Die Microsoft-Aktie ist auf Rekordhochs nach oben geschossen und bringt zum ersten Mal seit 17 Jahren einen Börsenwert von rund 500 Mrd. Dollar auf die Waage. Die Papiere von Intel und Cisco notieren in der Nähe der Mehrjahreshochs. Dabei sind die Unternehmen völlig unterschiedlich von den aktuellen Entwicklungen in dem Sektor betroffen. Wie geht es mit den Papieren weiter?

Neben den heutigen Schwergewichten Apple, Amazon und Facebook sind zuletzt gerade die ehemaligen Titanen des Jahres 2000 wieder stark in den Fokus der Investoren gerückt. Damals waren Intel, Microsoft und Cisco die Raketen am Börsenhimmel. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase Anfang 2000 musste das Trio aber etliche schwere Jahre überstehen. Seit dem Börsentief am Gesamtmarkt im März 2009 sind die Papiere des Trios aber kräftig auf dem Weg nach oben. So war zuletzt die Microsoft-Aktie nach der Vorlage prächtiger Quartalszahlen auf Rekordhochs gesprungen, weshalb der Börsenwert zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 auf mehr als 500 Mrd. Dollar geklettert war, ehe er zuletzt leicht zurückgegangen ist auf rund 490 Mrd. Dollar. Für interessierte Anleger haben wir unter anderem ein Bonus Zertifikat auf Microsoft mit der WKN DM1DD2 frisch in unsere ISIN-Liste aufgenommen.

Aktienkurs Microsoft auf ein Jahr in US-Dollar

“Der Softwareriese erfreut sich vor allem stark steigender Nachfrage nach Cloud-Lösungen”, so Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. So hat sich der Umsatz der Cloud-Plattform Azure im vergangenen Quartal beinahe verdoppelt. Laut Finanzchefin Amy Hood erntet Microsoft zusehends die Früchte der hohen Investitionen der vergangenen Jahre, weshalb sich die Profitabilität im Cloud-Geschäft im laufenden Fiskaljahr, das im Juni 2017 endet, wegen der Größenvorteile verbessern soll. Hood will im Fiskaljahr 2017/18, im Cloud-Geschäft mit Unternehmen annualisierte Umsätze von 20 Mrd. Dollar erzielen, gegenüber mehr als 14 Mrd. Dollar zuletzt. Damit will die Finanzchefin den Rückstand auf den Branchenprimus im Cloud-Bereich Amazon verringern.

Unternehmen warten auf Trump’s Steuersenkungen

Microsoft-Chef Satya Nadella hatte Anfang Dezember 2016 die größte Übernahme des Konzerns, den Kauf des Karriere-Netzwerks LinkedIn, abgeschlossen. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 baut der Firmenlenker den Softwareriesen verstärkt in Richtung Cloud-Computing und mobile Applikationen um, um die Abhängigkeit vom schwächelnden PC-Markt zu verringern. Nadella und viele seiner Kollegen warten darauf, dass Trump die versprochenen, massiven Steuersenkungen für Unternehmen auf den Weg bringt. So befinden sich 116,3 Mrd. Dollar des Cash-Bergs von Microsoft von 122,8 Mrd. Dollar im Ausland. Sollte Trump sehr niedrige Steuern auf die Repatriierung von Gewinnen einführen, könnte eine Menge Geld aus dem Ausland in die USA zurückfließen. Weitere Infos zur wirtschaftlichen Ausrichtung der neuen US-Adminstration lesen Sie auch hier: Trumponomics bieten Chance.

Börse_USA_SymbolViele US-Technologie-Unternehmen sind zwar im Tagesgeschäft erbitterte Gegner, im Kampf gegen das Einreiseverbot von Donald Trump gegen die Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern stehen die Firmen aber zusammen: Zuletzt haben mehr als 120 Unternehmen in einem offenen Brief an Trump gegen den Einreisestopp protestiert. Zu den Unterzeichnern gehört das Who-is-Who der Tech-Industrie, von Apple und Microsoft, über Facebook, Ebay und Google bis hin zu Intel und Twitter.

Nachdem etliche der Tech-Aktien nach Trump’s Wahlsieg anfänglich deutlich unter Druck waren, weil Investoren befürchtet hatten, Trump würde gegen die Unternehmen vorgehen – etliche von ihnen hatten sich während des Wahlkampfs sehr kritisch zu Trump geäußert – haben viele der Aktien den zwischenzeitlichen Kursrückschlag längst wieder wettgemacht und sind deutlich auf dem Weg nach oben. Weitere Neuigkeiten, Kursentwicklungen  und aktuelle Trends an den globalen Märkten finden Sie auch den Magazinen und Newslettern der Deutschen Bank.

Die Lage von Intel und Cisco, deren Aktienkurse zwar noch weit entfernt von den Höchstständen im Jahr 2000 liegen, sich aktuell aber nahe eines Mehrjahreshochs befinden, analysieren wir nächste Woche.

 

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