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Marktüberblick: Allianz überrascht
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Marktüberblick Allianz überrascht

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
17.02.2017, 08:33  |  628   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt überwogen am Donnerstag die roten Vorzeichen. Nennenswerter Verkaufsdruck war jedoch nicht zu beobachten. Belastend wirkte der feste Euro. Der DAX schloss 0,31 Prozent tiefer bei 11.757 Punkten. Der MDAX verlor 0,09 Prozent auf 23.298 Punkte. Der TecDAX ging hingegen gut behauptet mit 1.891 Zählern aus dem Handel. Mit einem Plus von 0,59 Prozent präsentierte sich der SDAX weiter in guter Verfassung und erklomm ein neues Rekordhoch. Unter den 110 größten Werten gab es 48 Gewinner und 60 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 76,4 Millionen Aktien im Wert von 2,79 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,12). Stärkste Sektoren waren Medien, Transport und Immobilien. Die Verliererseite wurde angeführt von Banken, Bauwerten und Automobilen. An der DAX-Spitze verbesserte sich die Lufthansa-Aktie um 2,18 Prozent. Als Kursstütze fungierten solide Geschäftszahlen des Konkurrenten Air France-KLM sowie die nachwirkende Freude der Anleger über die Beendigung des Gehaltsstreits mit der Pilotengewerkschaft. Merck legte als zweitstärkster Wert um 1,24 Prozent zu. Deutsche Börse befestigte sich nach Vorlage der Quartalszahlen um 0,76 Prozent. Auf der Verliererseite büßten die beiden Bankwerte sowie Volkswagen am stärksten ein. Im MDAX sprang Hugo Boss beflügelt vom Einstieg eines Großinvestors um über 6 Prozent. Nach Börsenschluss überraschte Allianz mit der Vorlage der Geschäftszahlen, der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms sowie der stärker als erwarteten Anhebung der Dividende. Dies brachte der Aktie des Versicherungsriesen einen nachbörslichen Kursanstieg um rund 3 Prozent ein.

An der Wall Street kam es nach dem jüngsten Rekordlauf trotz eines überraschend starken Philly-Fed-Index zu leichten Gewinnmitnahmen. Der Dow Jones Industrial konnte um 0,03 Prozent auf 20.620 Punkte zulegen. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,03 Prozent nach unten auf 5.301 Zähler. 50 Prozent der Werte an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen, während 46 Prozent schwächer endeten. Das Aufwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. 201 neuen 52-Wochen-Hochs standen zwölf neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenbetrachtung lagen Versorger vorne, gefolgt von Immobilienwerten. Größte Verlierer waren Energiewerte und Hersteller zyklischer Konsumwerte. Cisco belegte mit einem Aufschlag von 2,37 Prozent nach Quartalszahlen die Dow-Spitze. Chevron und Exxon Mobil verloren am anderen Ende 1,67 beziehungsweise 1,03 Prozent.

Am Devisenmarkt stand der US-Dollar nach dem bearishen Reversal des Vortages unter Abgabedruck. Der Dollar-Index verlor bis zum Ende des New Yorker Handels 0,61 Prozent auf 100,47 Punkte. EUR/USD legte um kräftige 0,70 Prozent auf ein Wochenhoch bei 1,0674 USD zu. Bei den anderen Hauptwährungen dominierte eine Flucht in die klassischen sicheren Häfen des Franken und des Yen. Auffällig schwach zeigte sich hingegen der Austral-Dollar. Auch die anderen Rohstoffwährungen standen unter Druck.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab ungeachtet des schwachen Greenback um 0,44 Prozent auf 403,70 Punkte nach. Brent-Öl handelte kaum verändert bei 55,76 USD. Der Preis für US-Erdgas brach nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 3,11 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 2,83 USD ein. Die Vorräte gingen laut EIA um 114 Milliarden Kubikfuß zurück, während Experten im Schnitt mit einem deutlicheren Rückgang um 124 Milliarden Kubikfuß gerechnet hatten. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,93 Prozent auf 2,72 USD. Die Edelmetalle profitierten deutlich vom fallenden US-Dollar und den sinkenden Anleiherenditen. Gold legte um 0,69 Prozent auf ein Wochenhoch bei 1.242 USD (1.161 EUR) zu. Silber, Platin und Palladium verteuerten sich zwischen 0,54 und 0,90 Prozent.

Am Rentenmarkt dominierten nach den US-Konjunkturdaten am Nachmittag Kursgewinne bei den Staatsanleihen beziehungsweise rückläufige Renditen. Die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite verharrte bei 0,12 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel bis zum Abend um zwei Basispunkte auf 0,35 Prozent. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,22 Prozent auf 163,75 Punkte und erholte sich damit vom am Vortag erreichten Wochentief. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um sechs Basispunkte auf 2,45 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,37 Prozent auf 144,78 Punkte. Überdurchschnittliche Abschläge zeigten der Nikkei 225 sowie der Shanghai Composite.

Heute stehen keine marktbewegenden Veröffentlichungen an. Unternehmensseitig richtet sich der Fokus auf die Allianz mit der um 09 Uhr startenden Bilanz-Pressekonferenz.

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